Fragen zu Römer 1.11-13

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Joschie
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Fragen zu Römer 1.11-13

Beitragvon Joschie » 10.02.2017 17:10

Hallo Ihr!
In Römer 1.11-13 steht:
11 Denn mich verlangt sehr, euch zu sehen, damit ich euch etwas geistliche Gnadengabe abgebe, um euch zu stärken, 12 das heißt aber, um bei euch mitgetröstet zu werden, ein jeder durch den Glauben, der in dem anderen ist, sowohl euren als meinen. 13 Ich will aber nicht, dass euch unbekannt sei, Brüder, dass ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen - und bis jetzt verhindert worden bin -, damit ich auch unter euch einige Frucht haben möchte, wie auch unter den übrigen Nationen.

Ich habe folgende Fragen an euch: 1.Was ist hier in diesem Text mit geistliche Gnadengabe gemeint? 2.Können diese geistliche Gnadengabe einfach abgegeben b.z.w. weiter gereicht werden :?:
Hier der ganze Text von Römer.1!
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

PeterG
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Re: Fragen zu Römer 1.11-13

Beitragvon PeterG » 11.02.2017 16:42

Also im Griechischen steht χάρισμα ... πνευματικὸν - eine Formulierung, die so etwas ungewöhnlich ist. Sie kommt z. B. in 1. Kor 12 - 14 nicht vor. Wenn ich mir Vers 12 anschaue, kann ich diese "geistlichen Gnadengaben" nur so verstehen, dass Paulus sich hier eine geistliche Gemeinschaft mit den Geschwistern in Rom wünscht bzw. erleben möchte. Eine Weitergabe von Charismen (Prophetie, Sprachengebet ...) ist m. E. also nicht gemeint. Eine Erbauung erlebt man auch durch Zeugnisse, Glaubenserlebnisse, Ermunterungen ...
Röm 1:16: "Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben."

Jose
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Re: Fragen zu Römer 1.11-13

Beitragvon Jose » 18.02.2017 21:28

Ich sehe es so wie Peter und denke dabei auch an 1. Petrus 4,10.11.

"Dient einander - ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat - als gute Haushalter der vielfältigen Gnade Gottes. Wenn einer spricht, dann Worte Gottes; wenn einer dient, dann aus der Kraft, die Gott ihm schenkt, damit in allen Dingen Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus; ihm sei die Herrlichkeit und die Herrschaft in alle Ewigkeit, Amen" 1. Petrus 4,10-11 (Zürcher 2007)

In der Rev. Elberfelder steht hier das Wort „Gnadengabe“:
"Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes!" 1. Petrus 4,10 (Elb. 2006)

In der Zürcher 2007 lautet die Römerstelle übrigens: "Denn ich sehne mich danach, euch zu sehen, um euch teilhaben zu lassen an dieser und jener geistlichen Gabe zu eurer Stärkung" Römer 1,11 (Zürcher 2007)

Wir sollen einander dienen mit der geistlichen Gabe, oder Gnadengabe die es ja letztlich ist, die wir von Gott empfangen haben. So trösten und helfen wir einander.


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