Fragen zur Gemeindezucht

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 16.06.2010 12:03

Hallo Ihr
Wie sieht der Zusammenhang zwischen Gemeindezucht und Abendmahl aus?
Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jose
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Zusammenhang zwischen Gemeindezucht und Abendmahl

Beitragvon Jose » 16.06.2010 23:40

Joschie hat geschrieben:Wie sieht der Zusammenhang zwischen Gemeindezucht und Abendmahl aus?

Der Ausschluss aus der Teilnahme am Abendmahl ergibt sich zwangsläufig, wenn jemand unter Gemeindezucht steht.

Wir kennen die Worte im Zusammenhang mit der Handhabung des Abendmahls:
Wer also unwürdig das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, wird des Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein. Der Mensch aber prüfe sich selbst, und so esse er von dem Brot und trinke von dem Kelch. Denn wer isst und trinkt, isst und trinkt sich selbst Gericht, wenn er den Leib des Herrn nicht richtig beurteilt." 1.Kor 11,27-29. Diese Ermahnung ist jedes Mal wichtig, wenn wir zum Abendmahl zusammenkommen, denn niemand kann in das Herz eines anderen schauen. Aber, wenn ein Gotteskind unter Gemeindezucht steht, kann man dann von ihm erwarten, sich in Aufrichtigkeit selbst zu prüfen? Und soll den anderen, die angehalten werden sich zurückzuhalten im Umgang mit einem solchen, dann zugemutet werden, gemeinsam am Mahl teilzunehmen?

Im Kapitel davor schreibt Paulus, in einem etwas anderen Zusammenhang aber hervorhebend was das Abendmahl an Gemeinschaft bedeutet: "Der Kelch der Segnung, den wir segnen, ist er nicht die Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft des Leibes des Christus? Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die vielen, denn wir alle nehmen teil an dem einen Brot." 1. Kor 10,16.17.

Schon früher, bevor ich in meiner jetzigen Gemeinde war, hatte ich Probleme am Abendmahl teilzunehmen, wenn auch solche zugelassen wurden deren Wandel in Sünde bekannt war. Das so genannte offene Mahl ist m.E. eine Gefahr und die Aussage "ein jeder prüfe sich selbst", entbindet den Ältesten nicht von der Verantwortung, denn wenn ein Sünder überführt ist, bedarf es keiner Selbstprüfung mehr.


Diese Bibelstelle aus dem bekannten 5. Kapitel des 1. Korintherbriefes ist in diesem Zusammenhang sehr hilfreich:
"Euer Rühmen ist nicht gut. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja bereits ungesäuert seid! Denn auch unser Passahlamm, Christus, ist geschlachtet. Darum lasst uns Festfeier halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit! Ich habe euch in dem Brief geschrieben, nicht mit Unzüchtigen Umgang zu haben; nicht überhaupt mit den Unzüchtigen dieser Welt oder den Habsüchtigen und Räubern oder Götzendienern, sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen. Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Unzüchtiger ist oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber, mit einem solchen nicht einmal zu essen." 1. Kor 5,6-11
Bibelzitate sind, wenn nicht anders angegeben, nach der rev. Elberfelder (PC-Ausgabe)


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