Geschmickte Gläubige - Zeugnis für den HERRN???

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Joschie
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Geschmickte Gläubige - Zeugnis für den HERRN???

Beitragvon Joschie » 03.02.2010 08:56

Hierher verschoben!!!
Geschmickte Gläubige - Zeugnis für den HERRN???


Geschminkte Gläubige – Zeugnis für den HERRN???

Liebe Glaubensgeschwister!
In einem anderen Bibelforum hatte ich folgende unten stehende Frage gestellt:

Liebe Forum Leser
Hat jemand von euch Informationen oder Hinweise (auch außerbiblische Quellen; z.B. kulturelle,geschichtliche usw.), welche aufzeigen, wann, wo und mit welcher Absicht die von GOTT abgefallenen Menschen mit dem Schminken begonnen haben? In vielen Gemeinden und christlichen Kreisen ist diese "Farbanwendung zum Verschönern" ja ganz normal und vertraut geworden. Welche Argumente, Quellen und Schriftverweise kann man klar machen, um sachlich, biblisch und fundamentiert in dieser Sache den Willen Gottes aufzuzeigen. Wäre dankbar für jeden Beitrag und/oder Wortmeldung zu diesem Thema - Äußerlichkeiten - , welches ja an mehreren Stellen der Heiligen Schrift zur Sprache kommt. Hayo

Darauf hin gab es verschiedene Beiträge wie den hier eingefügten Abschnitt:

Die Bibel sagt dazu nichts, außer im 1.Petrus 3:1. Gleicherweise sollen auch die Frauen ihren eigenen Männern untertan sein, damit, wenn auch etliche dem Worte nicht glauben, sie durch der Frauen Wandel ohne Wort gewonnen werden,
2. wenn sie euren in Furcht keuschen Wandel ansehen.
3. Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, mit Haarflechten und Goldumhängen und Kleideranlegen,
4. sondern der verborgene Mensch des Herzens mit dem unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, welcher vor Gott wertvoll ist.
Ich verstehe diese Stelle nicht als Verbot von Schmuck etc., sondern der echte Schmuck soll der INNERE sein.
Warum sich Frauen schminken habe ich bis heute nicht verstanden!Aber auch nicht, warum viele mit der Mode gehen und oft zum Frisör rennen! Ich werde demnächst 66, vielleicht liegts daran!

Ich habe dann versucht meine Gedanken noch einmal wie nachfolgend zu beschreiben:

Nun sind einige Wortmeldung zum Thema eingegangen - Danke zunächst. Die geäußerten Gedanken sind mir bekannt und vertraut und ich möchte selber keine endlosen Diskussionen darüber anstacheln. Wir wissen aber auch, dass das Wort Gottes nicht explizit verlauten lässt: "Du sollst dich nicht schminken!" - "Du sollst nicht rauchen!" - "Du sollst dich nicht an Glücksspielen und Sportwetten beteiligen!" ... usw.usf. - und doch dürfte den meisten von den Lesern hier klar sein, wie in jeweiliger "Du - sollst - nicht - Aussage" zu handeln wäre. Vielleicht bin ich nicht so bewandert und studiert - hat GOTT vor und nach dem Sündenfall dem Menschen das Gebot gegeben: "Du sollst nicht mehrere Frauen dir nehmen!?" Wieviel Frauen hatte gleich noch mal David...??? - oder Salomo...??? War der HERR mit ihrer Lebensweise in diesen Fragen einverstanden - trotz allem Segen der auf einem David ruhte. Ich will damit nur andeuten, dass nach meiner derzeitigen Erkenntnis nicht alles was der (auch der gläubige) Mensch nach dem Sündenfall tat, vor Gott recht war. Ich empfinde es aber sehr bedenklich, wenn z.B. Gläubige, die sogar öffentlich bekannt haben ein Wiedergeborener, im Blut des Lammes gewaschener und gereinigter neuer Mensch geworden zu sein, einige Zeit nach ihrer Bekehrung urplötzlich mit schwarz geschminkten Augen, mit Schmuck ausstaffiert und gefärbten Haaren daher kommen und sich dann auf Rebekka, Rahab oder die Königin Esther berufen. Ich war nicht dabei - aber ich vermute sehr stark, das der HERR der Herrlichkeit - der wunderbare Schöpfer - GOTT selber - Eva im Garten Eden ohne Schminke und Geschmeide erschaffen hatte!!!!!!!!!!!!!!!!! Das hinterlege ich mit eben diesen vielen Ausrufezeichen. Ich vermute mehr als stark und nehme allerdings wiederum nur an - das irgendwann - und hier findet jetzt fundamental das von mir erwähnte Wort "Abfall" seinen Platz - der Mensch begonnen hat sich zu verschönern - mir ging es nun eben besonders um das Schminken. Ich füge hier nochmal meine eigentliche Frage ein - und möchte euch zu dem eben geschriebenen und dem nochmals eingefügten Wortlaut anfragen, ob jemand darüber Informationen hat oder weiß!?
Hat jemand von euch Informationen oder Hinweise, welche aufzeigen, wann, wo und mit welcher Absicht die von GOTT abgefallenen Menschen mit dem Schminken begonnen haben?
Diesen nachfolgenden Eintrag fand ich bei Wikipedia und finde ihn zumindest in der Thematik beachtenswert. Ich wage sogar die Behauptung, das der Mensch mit der Körperfarbgebung erst nach dem Sündenfall begonnen hat - natürlich hat der Mensch auch erst nach dem Abfall Häuser gebaut, das Rad erfunden und Fahrrad fahren gelernt, sowie Pizza backen...das ist mir schon klar...
[url]Vermutlich ist das Zieren des eigenen Körpers so alt wie die Menschheit und wurde zunächst zu schamanischen und rituellen Zwecken im Rahmen der damaligen Fruchtbarkeitskulte zelebriert. Weltweit wurden in Höhlenmalereien den Figuren deutliche Hautverzierungen von den damaligen anonymen Künstlern angebracht, welche darauf schließen lassen, dass die realen Menschen, die abgebildet wurden, ebenfalls Kopf- und Körperschminke trugen.
Etwa ab 2500 v. Chr. finden sich Nachweise, dass Ägypter ihre Haut zum Schutz vor der intensiven Sonnenbestrahlung mit Salben und Ölen einrieben. Auch Rouge für die Wangen und Lippenfarbe wurden von den Ägypterinnen benutzt. Zur Aufbewahrung der cremigen Farben dienten Pflanzenstängel. Bei Ausgrabungen wurden grüne Schminkfarben aus Malachit (Kupferspat), blaue Farben aus Lapislazuli, schwarze Farben aus Kohle-Öl-Gemischen, rote Farben aus Zinnober und Bleiglanzpuder (Galenit) gefunden. Die Betonung der Augen hatte in Ägypten eine besondere Bedeutung, da die Augen ein Sinnbild für den Sonnengott Ra darstellten. Die hierzu genutzten schwarzen und grünen Farben wurden häufig von Priestern hergestellt und wie Kajal benutzt. Im Tempel von Edfu wurden entsprechende Rezepte gefunden.

In meiner Jugend habe ich mich äußerst intensiv mit den verschiedenen Indianervölkern beschäftigt und studiert. Sie zwar nicht allein, aber da kenn ich mich eben am besten aus, haben - ich sag mal - mit jeder Farbgebung religiöse, schamanistische, bis hin zu okkulte Zwecke verfolgt. Die Körperbemalung und auch bei verschiedenen indigenen Völkern Schminke hatten weniger Schönheits als vielmehr religiöse Zweckabsichten. Ganz gleich auch in Neuguinea, in Afrika, bei den Schamanen in Russland usw.usf. Die alten Hetiter, Perser, Kanaanäer, Ägypter, Babylonier usw. - da war Schminke nicht zuerst Schönheitsausdruck!
Wenn also heute angenommene 90% der Christen zum Thema Schminke sehr schwankende Ansichten haben, muss es nicht bedeuten, das es dem Plan des Garten Edens entspricht - noch dazu mit dem Hinweis, das die Bibel keine eindeutigen Aussagen zum Thema machen würde... Ich danke euch, wenn doch noch einmal einige von euch dazu Stellung nehmen könnten - Liebe Grüße aus Thüringen - Hayo


Nun wende ich mich mit dieser Frage an diese Redaktion, bzw. Leserkreis und würde mich auf eine Antwort freuen – Mit freundlichen Grüßen - Hayo
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BeitragVerfasst am: 26.01.2010 20:50 Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Hayo,

also ich finde es müßig über solche Dinge groß zu diskutieren.
Ich als Frau schminke mich zwar nicht, weil ich das als überflüssig und unnatürlich betrachte. Ich habe aber kein Problem damit, wenn andere Frauen meinen, sie müssten dies tun - sofern dies im gemäßigten Rahmen geschieht. Dazu zählen für mich auch besondere Anlässe, wie z.B. eine Feierlichkeit, etc.
Denn es ist ja wie bei allen anderen Dingen auch: alles in Maßen. Gegen ein Glas Wein oder auch gegen eine Zigarette oder dergleichen ist ja nichts einzuwenden (dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, ist klar, wer meint ab und zu Teer inhalieren zu müssen, bitte, ist ja nicht meine Gesundheit). Es sind Genussmittel, die in Maßen vertretbar sind. Werden sie zur Sucht, ist es Sünde.
Schminken im übertriebenen Sinne würde ich vielleicht nicht gerade als Sünde deklarieren. Aber es kann natürlich auch zur Abhängigkeit werden, weil Frau meint, etwas auf diese Weise verstecken zu wollen.

Mir persönlich tun Frauen leid, die nicht ungeschminkt aus dem Haus gehen können und hoffe, dass sie auch irgendwann die Freiheit dazu haben werden.

Von daher gilt wie gesagt auch bei diesem Thema: alles in Maßen Smile

Viele Grüße
Maria
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maxb



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BeitragVerfasst am: 26.01.2010 22:46 Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Hayo,
ich bin der Meinung, dass diese Art von Analogieschlüssen nicht wirklich funktioniert...nehmen wir mal zum Beispiel den Ehering. Ringe wurden und werden für okkulte Praktiken verwendet, sollten Christen deshalb keine Eheringe tragen? Gott hat Adam und Eva auch keine Ringe gegeben (zumindest wissen wir nichts davon). Oder was ist mit Puppen? Da fallen mir die berühmten Voodoo-Puppen ein - sollten wir deshalb Kindern Puppen verbieten? Wo finden wir in der Bibel etwas über Puppen? Wie du schon sagst, auch Fahrräder gab es erst nach dem Sündenfall und sie wurden auch für böse Zwecke verwendet (z.B. zur Flucht nach einer Straftat). Es gibt auch viele Erfindungen, die wir erst durch das Militär bekommen haben. Das Internet hat beispielsweise als Netzwerk der amerikanischen Armee angefangen. Die Forschung an Biowaffen hat dazu geführt, dass uns hilfreiche Medikamente zur Verfügung stehen usw. Auch hier erklärt sich von selbst, dass die Tatsache, dass das Internet von sündigen Menschen in einer abgefallenen Welt und nicht direkt von Gott persönlich erfunden wurde, kein Grund ist, darauf zu verzichten.
Wenn sich eine Frau schminkt, finde ich, dass das durchaus schön aussehen kann. Natürlich fallen uns falsche Motive ein, die schminkende Frauen haben können, aber es gibt auch gute Motive. Wenn eine Frau sich zum Beispiel für ihren Mann schminkt, sehe ich dabei nichts schlechtes. Im Hohelied findet man allerlei Schmuck. Wenn man einwendet, Gott hätte einen so und so geschaffen, weshalb so etwas nicht nötig wäre, dann sollten wir auch auf Zahnspangen, Krawatten, Prothesen jeglicher Art und Deos (Duftstoffe wurden sicherlich auch in okkulten Praktiken verwendet) verzichten.
Wie bei allen Dingen, müssen wir schauen, dass wir verantwortungsvoll mit dem umgehen, was wir haben. Unser Problem heute ist nicht, dass sich zu viele Frauen schminken, sondern eher dass sich zu viele Frauen aus den falschen Gründen schminken.

Liebe Grüße,
m.
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Hayo Lautenschläger



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BeitragVerfasst am: 26.01.2010 23:19 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen
Guten Abend - nein - ich will ja eigentlich nicht bis auf Messers Schneide diskutieren. Ich erinnere mich aber an die Worte des Apostels Paulus, dass der Gläubige Mensch ein Tempel des Heiligen Geistes sein soll. Nach Römer 12 ab Vers 1 lesen wir etwas davon, dass wir unsere Leiber als ein lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer darbringen sollen/dürfen; uns nicht der Welt gleichstellen sollen und unsere Sinne erneuern - DAMIT! - wir prüfen können, was GOTTES Wille ist! Kann man allein schon in diesen wenigen Worten nicht schon die Absicht Gottes erkennen mit unserem Leben - und welches Lebensgebiet sei davon ausgenommen? Sei mir niemand böse - aber das gegen rauchende Zigarettengläubige nichts einzuwenden sei, dass entsetzt mich nun doch ziemlich. Genußmittel? In Maßen vertretbar? Jetzt freu ich mich noch mehr auf den Himmel - ich nehme an, dass da in der Gegenwart des Lammes keiner rauchen wird. Ich weiß, ich weiß - was jetzt kommt - ja ganz richtig! Ich werde auch im Himmel meine Kuh, Schafe, Gänse und Hasen nicht mehr füttern brauchen, auch nicht mehr jeden Tag Fenster und Türen bauen, keine Schuhe mehr putzen...usw. Ich weiß - aber es wird sich vielleicht auch keiner mehr schminken brauchen, da wir alle einen neuen verklärten Leib bekommen werden - ohne Schminke - so denke ich. LG aus Thüringen[/b]
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ewigesleben



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BeitragVerfasst am: 27.01.2010 06:43 Titel: Antworten mit Zitat
nochmal zum Rauchen von Zigaretten, ohne eine Diskussion beginnen zu wollen: Ich persönlich finde das völlig abartig und gesundheitsschädlich und kann es NICHT verstehen, wie man das als Christ tun kann, auch wenn es nur ab und zu ist. Dennoch, wenn manche das mit ihrem Gewissen vereinbaren können, bitteschön, meines ist da nicht so robust... Es verhält sich hier wie mit vielen Dingen, wir dürfen uns hier nicht als Richter über andere Christen aufspielen, jeder muss sich selbst vor Gott für sein Tun verantworten. Zu dieser Erkenntnis bin ich jedenfalls gekommen.
Ich strebe lieber danach, selbst ein Leben zu führen, das Gott wohlgefällig ist, als mich darüber aufzuregen, dass andere Christen Rauchen und sonstige Dinge tun, die in meinen Augen falsch sind. Gott wird einen jeden von uns für alle diese Dinge richten die ein jeder tut und nicht für die, die andere tun.

Viele Grüße
Maria
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Hayo Lautenschläger



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BeitragVerfasst am: 27.01.2010 19:03 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen
Liebe Maria
Stellen sie sich folgende Situation vor:
In einer Gemeinde (kleiner oder größer - egal) gibt es eine Anzahl (kleiner oder größer) Brüder, die der Leitung der betreffenden Gemeinde vorstehen. Ich gehe jetzt davon aus, dass sie wissen, was mit diesem Begriff vorstehen der Gemeinde gemeint ist, welche Aufgaben und Dienste das Vorstehen umfaßt, welche Mitverantwortung und Vorbild die Brüder vor GOTT und Menschen haben!? Im ersten Timotheusbrief Kapitel 3 lesen wir eine Reihe Aufzählungen in Bezug auf die Ältesten Brüder der Gemeinde. Natürlich steht nichts davon da, das so ein Ältester/Christ nicht rauchen darf, sonst ist er vom Leitungs-, Predigt- und Ältestendienst disqualifiziert. Es heißt z.B. gleich zu Anfang, das er untadelig sein soll...und z.B. im Vers 7, das er einen guten Ruf haben soll, bei denen die draußen sind!
Nun der Fall - so ein Bruder fängt mit dem Rauchen an, kann nicht davon lassen und kommt selbst nach brüderlicher Ermahnung mit den von ihnen genannten Argumenten, um das Rauchen zu rechtfertigen. Die Mitbrüder weisen ihn darauf hin, wie ich oben versucht habe ganz kurz die Vorbild- und Leitungsfunktion des Bruders zu beschreiben. Richten die Brüder ihn jetzt? Ist wirklich jeder in der Gemeinde für sein Tun und Lassen vor GOTT selber verantwortlich?
Was würden sie in diesem Fall tun, sagen oder wie handeln?
Zweites Beispiel: Da ist in einer Gemeinde ein wirklich schöner Chor, welcher noch zu Gottes Ehre und der Vermehrung Seines Lobes geistliche Lieder singt. Takt, Rythmus und Notenführung unterstreichen den Inhalt der Liedverse - "es Harmoniert und Klingt" ohne die abgehackten Stakkato Synkopen, laute Bandmusik, E-Gitarre und was es heute alles so gibt! Auch die Geschwister des Chores sind in ihrem ganzen Erscheinungsbild nicht nur Sonntags ein reines, leuchtendes Vorbild für ihren Herren - ja diese Chöre gibt es noch. Jetzt fällt es aus bestimmten Gründen einer Glaubensschwester in den 20-ziger Jahren plötzlich ein, sich zu Schminken - zunächst kaum sichtbar! Es wird aber von Woche zu Woche mehr, auffälliger, aufdringlicher - dann kommt auch noch - sagen wir winzige Ohrringe - später große "Affenschaukeln" und noch später Piercing dazu. Nach aller lieben Ermahnung folgt keinerlei Einsicht und es wird mit den von ihnen genannten Argumenten dagegengehalten.
Wie würden sie Handeln?
LG aus Thüringen
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Joschie
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BeitragVerfasst am: 27.01.2010 19:12 Titel: Antworten mit Zitat
Zitat:
Jetzt fällt es aus bestimmten Gründen einer Glaubensschwester in den 20-ziger Jahren plötzlich ein, sich zu Schminken - zunächst kaum sichtbar! Es wird aber von Woche zu Woche mehr, auffälliger, aufdringlicher - dann kommt auch noch - sagen wir winzige Ohrringe - später große "Affenschaukeln" und noch später Piercing dazu. Nach aller lieben Ermahnung folgt keinerlei Einsicht und es wird mit den von ihnen genannten Argumenten dagegengehalten.

Ist das nicht sehr an den Haaren herbeigezogen Question
Gruß Joschie
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Hayo Lautenschläger



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BeitragVerfasst am: 27.01.2010 23:09 Titel: Antworten mit Zitat Beitrag bearbeiten oder löschen
Lieber Joschie
Die erwähnten Haare wären in dem Fall zu kurz, um etwas herbeizuziehen - wäre dir dankbar, wenn du einfach auf beide Fragen eingehst!? LG aus Thüringen
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ewigesleben



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BeitragVerfasst am: 28.01.2010 05:10 Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Hayo,

falls Sie es überlesen haben, ich sprach hier vor allem von gelegentlichem Rauchen und zur Sucht habe ich einen Unterschied gemacht.

Für mein Empfinden sind große Ohrringe zwar auch geschmacklos, aber gegen Ohrschmuck an sich lässt sich für mein Empfinden nichts einwenden. Und warum sollte man für so etwas eine Schwester kritisieren?
Worauf es ankommt, ist doch das Herz eines Menschen: "Denn der Mensch sieht, was vor Augen ist, der HERR aber sieht das Herz an." (aus 2. Samuel) Ich denke, dieser Vers sollte keiner Erklärung bedürfen.

Mir fällt dazu noch die Stelle aus Mt 15,18ff ein:
"Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen. Das ist's, was den Menschen verunreinigt! Aber mit ungewaschenen Händen essen, das verunreinigt den Menschen nicht."

Schöne Grüße,
Maria
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Joschie
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Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 2772
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BeitragVerfasst am: 28.01.2010 09:49 Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Hajo
Ich schreibe ihr nicht mehr da der Name des Bereichs ist "Von Frauen zu Frauen" ist.Du kannst gerne woanders ein neues Thema aufmachen.
Gruß Joschie
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BeitragVerfasst am: 02.02.2010 22:33
Lieber Joschie
Du als Moderator hast doch die Möglichkeit den Beitrag woanders zu platzieren. Ich weiß noch nicht mal wie der Beitrag hier in "Von Frau zu Frau" reingekommen ist, denn ich hatte ein neues Thema aufgerufen - dort stand mein Beitrag auch zuerst - und dann fand ich ihn plötzlich in dieser Rubrik wieder.
Nun gut - möchte dir aber trotzdem sagen, das du nicht ansatzweise meine beiden Fragen auch nur versucht hattest sachlich zu beantworten!!!
Natürlich kann ich und will ich das nicht einfordern - bei mir hinterläst es aber den Eindruck, das du dich in Wirklichkeit der Sache mit meinen - wie du sagst: "an den Haaren herbei gezogenen" Beispiel - beiden Fragen nicht auseinandersetzen willst. Nichts für ungut!
LG
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maxb
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Beitragvon maxb » 04.02.2010 18:45

"es Harmoniert und Klingt" ohne die abgehackten Stakkato Synkopen, laute Bandmusik, E-Gitarre und was es heute alles so gibt!


Ich glaube hier zeigt sich das gleiche Problem auf eine weitere Weise. Seit wann sind E-Gitarre und Stakkato Synkopen und laute Bandmusik etwas, was nicht mit der Ehre Gottes vereinbar sind?

Das sind Geschmacksfragen, die im NT nicht behandelt werden. Musik hat sich schon immer geändert und es gab und gibt und wird immer auch lautere Musik geben, so wie es auch leisere Musik gegeben hat, gibt und geben wird.
In 2. Sam 6 wurde Musik zur Ehre Gottes gespielt...wenn ich mir das so durchlese, scheint es mir nicht so zu sein, dass man die Musik hinter verschlossenen Türen nicht mehr hätte hören können.

Äußerlichkeiten sind nicht unwichtig. Wir sollten immer darauf schauen und die Motive hinterfragen. Jemand, der sich nicht schminkt und keine E-Gitarren-Musik hört, der kann diese Dinge aus völlig falschen Motiven tun, genauso wie jemand, der das Gegenteil tut, es mit guten Motiven tun kann. Welche Musik jemand hört und wie er sich äußerlich schmückt und anzieht ist nicht immer gleich ein Hinweis darauf wie sehr er Gott liebt. Wenn jetzt also eine Frau aus heiterem Himmel anfängt, sich immer mehr zu schmücken, dann sollten ihre Motive hinterfragt werden. Dabei denke ich, dass es nicht unangemessen wäre, wenn sie dabei von einer erfahrenen Frau im Glauben angesprochen wird, bevor man da ein riesiges Trara drum macht. Wenn sie dann meint, dass sie gerne den Typen aus der Uni damit rumkriegen will, dann gibt es ein Problem, um das man sich kümmern kann...
Die Probleme, die wir mit dem Evangelium haben, sind aber 100 mal größer als die meisten Äußerlichkeiten. Kaum einer kennt es, die meisten halten es entweder für eine Sache, die sich mit ihrer Taufe erledigt hat oder die sich mit einem gesprochenen Gebet und einer "Entscheidung" erledigt hat. Die meisten Menschen halten sich für "im Grunde ganz gut" und wünschten, dass alle so wären wie sie.
Wenn sie dann mal jemanden sehen, der sich Christ nennt, lebt der entweder genauso wie sie selbst oder so abschreckend, dass sie denken, Christsein bestünde darin, bestimmte Kleidung (nicht) zu tragen, etc. Ich hab mich in der Richtung auch schon schuldig gemacht, deshalb weiß ich wovon ich rede.
Diese "Wir sind die einzig guten Christen, weil wir ja dieses und jenes nicht machen"-Mentalität führt auf kurz oder lang ins Verderben. Eine Gemeinde, die nur so denkt, die wird kaputt gehen. Dafür gibt es mehr als genügen Beispiele. Wenn dieser Geist in einer Gemeinde wächst, dann ist das schon der Keim vom Schwärmertum, weil die Menschen, die sich dort immer unwohler fühlen, etwas freiheitlicheres suchen und gleich ins andere Extrem rennen. Möglicherweise sind viele von ihnen nicht ein mal bekehrt, weil sie gar nicht das Evangelium verstanden haben, vor lauter Äußerlichkeiten. Die rennen dann natürlich erst recht jedem schwärmerischen Wind hinterher. Ich sage nicht, dass das bei Dir, Hayo, der Fall ist, dazu weiß ich ja zu wenig, aber ich weiß, dass das in vielen Gemeinden der Fall ist und es deshalb schon oft genug zu den genannten Problemen gekommen ist.

Nur um mich nochmal abzusichern: Ich sage nicht, dass wir uns der Welt anpassen müssen, um irgendwie relevant zu sein und ich bin ein Gegner der Ansicht, dass es unbedingt nötig ist, jetzt die neuste Musik und Unterhaltung in die Gemeinde zu bringen, um ein paar junge Leute hineinzubekommen. Nein, wir müssen anders sein. Dieses "anders" ist aber biblisch nicht einfach auf bestimmte modische oder musikalische Stilrichtungen festlegbar, sondern bezieht sich auf den Umgang miteinander, im täglichen Verhalten und Leben.

Morgenrot
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Beitragvon Morgenrot » 10.02.2010 11:17

Hallo Herr Lautenschläger,

als Frau habe ich überhaupt keine Probleme damit, meiner Haut eine sehr gute Pflege zukommen zu lassen. Gerade jetzt im Winter ist es unerlässlich, die der Kälte ausgesetzte Gesichthaut besonders zu schützen. Im Sommer ist ein Sonnenschutz wichtig. Auch habe ich nichts gegen ein dezentes Make-Up, Lippenstift, Wimperntusche.
Die Betonung liegt auf "Dezent".
Ich glaube, Sie machen sich zu viele Gedanken um Dinge, die Sie gar nicht betreffen.
Denn auch ein Mann in Ihrem Alter sieht doch wohl lieber eine gepflegte Frau als eine ungepflegte, oder?
Was Ihr Beispiel der jungen Frau angeht, so denke ich nicht, dass sie von Gott verworfen wird (eher von so frommen "Brüdern", wie Sie es beschreiben), wenn sie meint, sie müsste sich derart "ausprobieren". Eher sehe ich das als Protest an gegen die Borniertheit der Gemeinde"brüder", sich an äußerlichen Dingen festzumachen.

Machen Sie es sich nicht gar zu schwer. Das bringt nichts.
Gott macht keine Fehler. Auch wenn Menschen Fehler machen, so heißt das nicht, dass der Mensch dadurch selbst zum Fehler wird.

Ihnen also noch ein schönes Leben!

Gruß
Morgenrot

Jörg
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Beitragvon Jörg » 15.02.2010 18:33

Ich habe es selber erlebt, daß durch solche Menschengebote scharenweise - gerade junge Leute - der Gemeinde den Rücken kehrten und in Zukunft oftmals einen großen Bogen um die christliche Gemeinde machen und nicht selten in der Psychiatrie landeten, weil sie dem menschengemachten Druck nicht standhielten. Es überrascht mich deshalb nicht, daß Paulus mit den von Gesetzlichkeit bedrohten Galatern schärfer ins Gericht ging als mit den chaotischen Korinthern.
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

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Beitragvon Bibel lover » 19.02.2010 16:09

Hm, über solche Themen kann man sich oft zu tode diskutieren...

1. Das wichtigste ist das was innen ist. Wenn ein Mensch für Jesus brennt ist das wichtigste getan. Wenn es Fehler im Outfit gibt zeigt Gott es schon...

Ich denke es ist wichtiger die Leute anzuspornen Jesus nachzufolgen, als Sie mit aüßerlichen Regeln zu überschütten. Klar ist es falsch sich selbstdarstellerisch präsentieren zu wollen, aber da muss das Herz anders sein und nicht ne Million von Geboten....

Nebenbei, wenn Schmuck ganz falsch ist warum redet die Bibel so oft positiv davon...

LG Johannes
Mein Blog: Gedanken über Gott und die Welt
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