Christus ist meine Hoffnung

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Jose
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Christus ist meine Hoffnung

Beitragvon Jose » 06.01.2011 15:21

Im Thema "Andachten zu den Johannesbriefen" fand ich den Beitrag vom 05.01.11 gut, wo wir lesen können:
Niemals dürfen Wiedergeborene auf der Taufe ausruhen. Wenn es nicht zu einem persönlichen Ergreifen des Heils kommt, wenn wir im Gegenteil uns gegen Jesum verschließen und der Welt und unsern sündlichen Neigungen leben, dann sind wir trotz der Taufe Kinder des Teufels. Denn "wer Sünde tut, der ist vom Teufel".


Es gibt gar nichts worauf wir ausruhen könnten, als auf Christus allein, in der Erkenntnis der eigenen Schuld und im Bewusstsein, in Ihm die Sündenvergebung erlangt zu haben und durch Ihn ein Gotteskind geworden zu sein.

Vermutlich bezieht sich C.Eichhorn auf die Kindertaufe, aber selbst nicht die Glaubenstaufe, nicht das Abendmahl, nicht die Gemeindezugehörigkeit, nicht die Erfahrung von Zeichen und Wundern in unserem Leben ist letztlich entscheidend. Wir müssen uns allezeit prüfen, ob wir im Glauben stehen (2. Kor. 13,5), ob unsere Beziehung zu Gott noch stimmt, denn der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wenn er verschlingen kann (1. Petrus 5,8). Der Teufel will nicht Ungläubige verschlingen, an Gläubige ging die Ermahnung: Wacht! Dabei kommt es aber nicht auf unser eigenes Urteil oder unsere Erfahrungen an, sondern ob wir unsere Überzeugung in der Bibel bestätigt finden und ob wir auch bereit sind, uns vom Wort korrigieren zu lassen.

Immer mehr will ich meine Hoffnung auf Christus gründen, dabei aber auch darauf achten, gehorsam zu sein dem Wort Gottes. Hierbei bewegt mich sehr das Wort aus Apostelgeschichte 5,32: "Und wir sind Zeugen von diesen Dingen und der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen" Apg 5,32.

Die Ihm gehorchen. Gehorsam ist kein Automatismus im Leben eines Gotteskindes. Jedes Gotteskind ist in der Lage, ungehorsam zu sein. Dies kann dazu führen, dass ein Gläubiger am Ende geistlich blind ist. Darum ist es so wichtig, Gemeinschaft mit Gott zu pflegen, im Gebet und im Lesen Seines Wortes, und auch die Gemeinschaft mit Geschwistern, insbesondere in den Versammlungen, nicht zu versäumen, auch wenn es nicht immer leicht ist, manche Ermahnung in der Predigt oder im geschwisterlichen Austausch anzunehmen.

José
Bibelzitate sind, wenn nicht anders angegeben, nach der rev. Elberfelder (PC-Ausgabe)

Jose
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Wiedergeborene und ergreifen des Heils?

Beitragvon Jose » 10.02.2011 22:30

In meinem vorherigen Beitrag in diesem Thema hatte ich geschrieben, dass ich den Beitrag C.Eichhorn Wer Sünde tut, der ist vom Teufel 1. Johannes 3, 8 gut fand. Als ich aber vorhin die Aussage wieder überdachte, stutzte ich, da es dort heißt:
Niemals dürfen Wiedergeborene auf der Taufe ausruhen. Wenn es nicht zu einem persönlichen Ergreifen des Heils kommt, wenn wir im Gegenteil uns gegen Jesum verschließen und der Welt und unsern sündlichen Neigungen leben, dann sind wir trotz der Taufe Kinder des Teufels. Denn "wer Sünde tut, der ist vom Teufel".

Entweder ist der Satz unglücklich formuliert oder falsch wiedergegeben, aber er macht so nicht wirklich Sinn. Ein Wiedergeborener hat das Heil ergriffen, sonst wäre er nicht wiedergeboren! Vertritt C. Eichhorn etwa die Überzeugung, dass man durch die Taufe wiedergeboren wird aber irgendwie danach die Taufe noch bestätigen muss und das Heil damit ergreifen? Das wäre schade.

Nein, durch die Taufe wird niemand wiedergeboren oder gerettet, aber wer das Heil ergreift, wird wiedergeboren, denn "so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus Geblüt, auch nicht aus dem Willen des Fleisches, auch nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind" Joh 1,12-13. Es geht aber natürlich dann darum, das Heil festzuhalten.

José
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