Dein Wort ist meines Fußes Leuchte (Ps. 119,105)

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Jose
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Dein Wort ist meines Fußes Leuchte (Ps. 119,105)

Beitragvon Jose » 02.04.2011 11:39

In einem anderen Thread fiel die Aussage:
Joschie hat geschrieben:Da es in der Bibel nun mal keine systematischen Abhandlungen über ein Thema, wie zum Beispiel Taufe oder Trinität gibt, wurde über das richtige Verständnis oft hart gerungen, als sich heute viele vorstellen.
Diese Behauptung hat mich etwas erschrocken, vielleicht weil sie so pauschal klingt und ich in Gesprächen mit Ungläubigen zuweilen schon den Vorwurf gehört habe: Es glaubt doch jeder was er will und alle berufen sich auf die Bibel.

Beim Suchen nach der rechten Erkenntnis ist unser Wille sehr mitbeteiligt, weil manche Auswirkungen des Gehorsams sehr weitreichend sind. Wo nach der Wahrheit des Evangeliums aufrichtig gesucht wird, versucht Satan auch Streit und Angst zu entfachen und dies führt oft dazu, dass man nicht wirklich vorbehaltlos sich mit dem Wort auseinandersetzt. Viele hören dabei auf viele Meinungen und werden oftmals verunsichert.

Gott hat uns in Seinem Wort, gerade wenn es um entscheidende Glaubensfragen geht, nicht im Unklaren gelassen. Der Psalmist sagt: "Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad" Ps 119,105, wenn wir uns mit Gottes Wort aufrichtig beschäftigen, so werden wir auch einen beleuchteten Weg vor uns sehen. Hier einige Bibelstellen:

Dann kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wehrte ihm und sprach: Ich habe nötig, von dir getauft zu werden. Und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt so sein! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Mt 3,13-15 | Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird gerettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden. Mk 16,15-16 | Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Apg 2,38 | Als sie aber auf dem Weg fortzogen, kamen sie an ein Wasser. Und der Kämmerer spricht: Siehe, da ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden? Apg 8,36 | Und nun, was zögerst du? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst! Apg 22,16

Wenn ich diese Worte lese, habe ich keine offenen Fragen, ob die Taufe von Säuglingen biblisch ist. Wir Menschen sind von Natur nicht aufrichtig, und besonders Themen die sehr einschneidend sind für unser Glaubensleben, umgehen wir lieber.

Ich will hier keine Diskussion über das Thema Taufe aufmachen, da gibt es bereits andere Threads, siehe: http://www.betanien.de/forum/viewtopic.php?t=895. Aber so eine Aussage, dass Gott uns im Unklaren über die Taufe lässt, ist nicht haltbar. Mit vielen anderen Fragen verhält es sich sicherlich leider ähnlich. Gott kann nur in dem Maße uns Seinen Willen offenbaren, wie wir auch bereit sind, gehorsam zu sein.

José

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 02.04.2011 13:17

[quote"Jose"]In einem anderen Thread fiel die Aussage:
Joschie hat geschrieben:Da es in der Bibel nun mal keine systematischen Abhandlungen über ein Thema, wie zum Beispiel Taufe oder Trinität gibt, wurde über das richtige Verständnis oft hart gerungen, als sich heute viele vorstellen.
Diese Behauptung hat mich etwas erschrocken, vielleicht weil sie so pauschal klingt und ich in Gesprächen mit Ungläubigen zuweilen schon den Vorwurf gehört habe: Es glaubt doch jeder was er will und alle berufen sich auf die Bibel.
[/quote]Jose, du mußt schon genau lesen was ich schreibe.Da steht: "keine systematischen Abhandlungen" , was du schreibst zum Thema Taufe, sind verschiedene Bibelstellen aus Mt,Mk,und Apg.Du hast sie zusammengestellt und damit eine Auswahl getroffen.Es gibt in der Bibel, bleiben wir beim Thema Taufe, keine systematische Abhandlung darüber!
Gott kann nur in dem Maße uns Seinen Willen offenbaren, wie wir auch bereit sind, gehorsam zu sein.


Jose hat geschrieben:Wenn ich diese Worte lese, habe ich keine offenen Fragen, ob die Taufe von Säuglingen biblisch ist. Wir Menschen sind von Natur nicht aufrichtig, und besonders Themen die sehr einschneidend sind für unser Glaubensleben, umgehen wir lieber.

Jose, du unterstellst indirekt anderen Geschwistern, das wenn sie nicht deine Sicht der Taufe vertreten, nicht aufrichtig sind und das sie das Thema umgehen wollen.
Deine nächsten Worte sind für mich der reinste Hohn.
Ich will hier keine Diskussion über das Thema Taufe aufmachen,

Du machst danach gleich diese Aussage:
Aber so eine Aussage, dass Gott uns im Unklaren über die Taufe lässt, ist nicht haltbar.

Jose, es geht nicht nur darum wann getauft wird, sondern auch welche Bedeutung die Taufe hat.

Jose hat geschrieben:Beim Suchen nach der rechten Erkenntnis ist unser Wille sehr mitbeteiligt, weil manche Auswirkungen des Gehorsams sehr weitreichend sind.
Gott kann nur in dem Maße uns Seinen Willen offenbaren, wie wir auch bereit sind, gehorsam zu sein.

Also liegt das richtige "Wollen und Verstehen" nicht bei Gott, sondern bei unserem Willen und Gehorsam? Sind die Geschwister, die Dinge anders sehen als du, alle ungehorsam oder bringen nicht den richtigen Willen auf?Nur so am Rande, Joschie vertritt die Glaubenstaufe.
Joschie
@Jose diesen Stil werde ich nicht mehr dulden
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jose
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Re: Aufrichtigkeit

Beitragvon Jose » 02.04.2011 16:54

Joschie,
ich wollte niemand verletzen. Sollte ich meine Gedanken unglücklich formuliert haben oder in einer Weise wie es in diesem Forum nicht gewünscht wird, so bitte ich alle dies zu entschuldigen.

Auf einen Punkt möchte ich noch eingehen.
Joschie hat geschrieben:Also liegt das richtige "Wollen und Verstehen" nicht bei Gott, sondern bei unserem Willen und Gehorsam?


Nein, so habe ich es doch nicht gesagt. Ohne Gott geht nichts: "Denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen" Phil 2,13. Und doch lesen wir auch im Vers davor: "Daher, meine Geliebten - wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit -, bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern!" Vers 12. Wir sind sehr wohl auch gefordert, Gott gehorsam zu sein.

Es gibt eine Aussage des Apostels Paulus, die für mich immer eine Ermahnung ist, mich zu prüfen. Paulus schreibt an die Philipper: "Denn ich habe keinen ihm Gleichgesinnten, der aufrichtig für das Eure besorgt sein wird; denn alle suchen das Ihre, nicht das, was Jesu Christi ist" Phil 2,20-21. Ich weiß nicht, wie andere diese Bibelstelle verstehen, aber Paulus hebt die besondere Hingabe des Timotheus hervor und erwähnt, keinen ihm gleichgesinnten zu haben. Diese Worte beschäftigen mich seit ich sie bewusst gelesen habe. Ich sehe hier die persönliche Verantwortung des einzelnen Christen, sich als Werkzeug und im Gehorsam wirklich ganz in Gottes Hand zu legen. Offenbar können wir, und ich betone "wir" denn zu keiner Zeit schließe ich mich aus, noch viel zu sehr das "eigene" suchen. Paulus schreibt ja, und meint die Gläubigen: "denn alle suchen das ihre, nicht das, was Jesu Christi ist".

Ich hoffe von Herzen, das weder du noch jemand anders meine Worte missversteht.

Gottes Segen,
José
Bibelzitate sind, wenn nicht anders angegeben, nach der rev. Elberfelder (PC-Ausgabe)


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