Was ist bibeltreu?

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

Moderatoren: Der Pilgrim, Peter01, Anton

Bibel lover
Beiträge: 166
Registriert: 15.02.2009 17:05
Wohnort: In Deutschland
Kontaktdaten:

Was ist bibeltreu?

Beitragvon Bibel lover » 20.10.2011 17:40

Hi Leute,
ich hab mir die Frage gestellt wie man "bibeltreu" genau definieren kann.
Was ist bibeltreu?
Das man die Inspiration der Bibel anerkennt, Bekehrung und Wiedergeburt lehrt...
Welche Lehrmeinungen zählen dazu, was sind Ausschlusskriterien?

Was ist da eure Meinung?

LG Johannes
Mein Blog: Gedanken über Gott und die Welt
http://blogofjohannes.wordpress.com

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5674
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 25.10.2011 17:57

Hallo Johannes!
Ich erlebe es immer wieder, das Bezeichnungen wie "Fundamentalismus, Evangelikal oder Bibeltreu" als Kampfbegriffe eingesetzt werden, um andere Geschwister den Glauben abzusprechen oder um sie zu diffamieren. Hinzu kommt, dass diese Begriffe in einem geradezu inflationieren Ausmaß heute gebraucht werden, ohne das genau gesagt wird, was man unter diesem Begriff versteht.Beim Verstehen was mit vom"Fundamentalismus" und "Evangelikal" genau gemeint ist,ist es hilfreich die Kirchengeschichte zu betrachten.

:arrow: Das Fundament - die Bibel
Der Begriff "Fundamentalist" taucht Anfang des 20. Jahrhunderts in kirchlichen Kreisen in den USA auf. Als dort in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts biblische Lehren, wie die Gottessohnschaft Jesu Christi, sein Sühnetod und seine leibliche Auferstehung, in Zweifel gezogen wurden, protestierten konservative Theologen aus unterschiedlichen Konfessionen gegen die "liberalen" Überzeugungen. Auf Konferenzen ("Niagara-Bibelkonferenzen") kämpfte man für die historische Glaubwürdigkeit der Bibel und publizierte von 1910 an eine Buchreihe mit dem Titel "The Fundamentals" (die Fundamente). Darin wurde der Begriff "fundamentals" für Elemente der traditionellen christlichen Lehre verwendet, wie sie in allen Kirchen seit den Zeiten der Apostel akzeptiert sind:
-Die Bibel gilt als unfehlbare und wahrhaftige Wort Gottes;
-Jesus Christus ist der alleinige Erlöser;
-Jesus Christus ist leiblich auferstanden;
-Jesus Christus wird sichtbar und leiblich wiederkommen;
-der Mensch wird allein aus Gnaden gerettet;
-alle Menschen werden auferstehen - entweder zum ewigen Leben oder zur ewigen Verdammnis;
-Gott wird die Welt durch die Neuschöpfung des Universums vollenden.
Ganz besonders setzten sich die "fundamentals" für die Glaubwürdigkeit und Irrtumslosigkeit der Bibel ein: Wenn Gott in diesem Buch geredet hat, dann muß es zuverlässig und wahr sein; denn Gott verbreitet keine Irrtümer. Bis heute ist genau dies das Kennzeichen christlicher "Fundamentalisten".
Sie halten an folgendem fest:
1. Die Bibel ist das irrtumslose Wort Gottes.
2. Auch naturkundliche und geschichtliche Aussagen der Bibel sind zuverlässig.
3. Eine Bibelkritik ist generell abzulehnen.
4. Die Bibel ist heilsgeschichtlich auszulegen, d.h. das Alte Testament wird vom Neuen Testament überboten.

Unabhängig von der US-amerikanischen "Fundamentalismusbewegung" gab es auch in Europa seit dem 19. Jahrhundert christliche Kreise, die für die Wahrheit der Bibel eintraten. Überkonfessionelle Bewegungen wie der 1894 von lutherischen Theologen gegründete "Bibelbund" kämpfen seit mehr als hundert Jahren für die Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift. Nach dein Zweiten Weltkrieg kamen sich die kontinentaleuropäischen und die nordamerikanischen christlichen "Fundamentalisten" näher und erarbeiteten Dokumente wie die Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel, die bis heute Bekenntnisgrundlage zahlreicher theologischer Ausbildungsstätten in Deutschland und der Schweiz ist.
Der ganze Beitrag

:arrow: Das Wort "evangelikal" ist als relativ junger Ausdruck mittlerweile in der Öffentlichkeit zu einem fest etablierten Begriff geworden. Das deutsche Wort "evangelisch" wurde im 18. Jahrhundert parallel zu "pietistisch" oder "erwecklich" für einen ganzheitlich gelebten Glauben aus dem Evangelium gebraucht, damals im Gegenüber zum dogmatisch-kognitiv erscheinenden Glauben der Orthodoxie. Erst mit den Diskussionen um die Vereinigung von Reformierten und Lutheranern in der preußischen Union wurde "evangelisch" im 19. Jahrhundert mehr und mehr als verbindender Ausdruck für die sich auf die Reformation gründenden Kirchen verwendet und diente zur Unterscheidung von den konfessionalistisch denkenden Reformierten und Lutheranern. Heute wird "evangelisch" überwiegend als Gegenbegriff zu "römisch-katholisch" gebraucht.Zumindest innerhalb des deutschsprachigen Raumes ist "evangelisch" insofern zu einem Synonym für "protestantisch" geworden. Auch andere protestantische Kirchen nennen sich heute evangelisch - z.B. bezeichnen sich Methodisten, Baptisten, Pfingstler u.a. als "evangelische Freikirchen".
Für seine ursprüngliche Bedeutung "erwecklich, bibelgemäß" wurde das Wort "evangelisch" allerdings aus zwei Gründen untauglich:
Zum einen wurde es mehr und mehr eine Bezeichnung für die "evangelischen" Landeskirchen. Zum anderen wurde das Wort "evangelisch" im 20. Jahrhundert zunehmend mit dem Pluralismus und der glaubensmäßigen Beliebigkeit der Landeskirchen in Verbindung gebracht. "Evangelisch" bezeichnet daher heute in der Art eines Verwaltungsbegriffs jeden, der als Baby getauft wurde und Kirchensteuer zahlt. Über den persönlichen Glauben sagt das Wort indessen nichts mehr aus - es gibt in den Landeskirchen viele "evangelische" Agnostiker und Atheisten.
Infolge dieser zweifachen Bedeutungsverschiebung des Wortes "evangelisch" mußte für die biblischen Erweckungsbewegungen und gelebtes Christentum ein neuer Begriff gefunden werden. Adaptiert wurde dafür im 20. Jahrhundert mehr und mehr der Begriff "evangelikal".
Quelle

:arrow:Der Begriff bibeltreu lässt sich nicht so einfach an geschichtlichen Daten festmachen. Als wichtigstes würde ich die Aussage über die Inspiration und Autorität der Bibel sehen. Auch das der Mensch allein durch Gottes Gnade gerettet wird,ist ein entscheidender Punkt. Fragen zur Eschatologie sind für mich kein entscheidendes Kriterium. Es gibt Überschneidungen bei dem was bibeltreu, Fundamentalismus und evangelikal ist. Ich frage mich, ob nicht diese Begriffe mehr Verwirrung anrichten, anstatt Menschen im Glauben weiter zu helfen :?:
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5674
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 28.10.2011 16:05

Johannes hat geschrieben:Was ist bibeltreu?
Diese Frage wird auch indirekt in den folgenden Beitrag gestellt.Wie ist eure persönliche Meinung zu diesem Beitrag.
Wie glaubwürdig ist Gottes Wort?

Bleibt Gottes Wort ewig bestehen? Provokativ stellt Ludwig Schneider den Leser der November Ausgabe von israel heute diese Frage. Unter den Artikel mit der Überschrift "Wie glaubwürdig ist Gottes Wort?" listet er einige Bibelverse mit Gottes Verheißungen an das jüdische Volk. Der
Leser wird aufgefordert anzukreuzen, ob das zitierte Wort für ihn heute noch gültig ist oder nicht.

Schneider äußert sich vor dem Hintergrund des Antrags der Palästinenser in der UN-Vollversammlung vom 20. bis 23. September auf einen eigenen Staat. Viele Christen seien ins Straucheln gekommen. Nun bekamen die Völker "bis Ende 2012 eine Gnadenfrist, um sich für oder gegen Israel zu entscheiden. Dieses Datum wurde vom Nahost-Quartett (UNO, USA, EU, Russland) festgesetzt. Auch wenn sich Israel und die Palästinenser in der Grenz- und Siedlerfrage einigen, bleibt die Jerusalemfrage immer noch der Brennpunkt, denn da gibt es weder bei Juden noch bei Moslems einen Kompromissspielraum."


Lesen Sie die Bibelverse zum Thema (hier in der Schlachter Übersetzung). Wie verstehen wir sie? Haben sie noch Gültigkeit? Für wen?
"Da sprach Gott: Nein, sondern Sarah, deine Frau, soll dir einen Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen; denn ich will mit ihm einen Bund aufrichten als einen ewigen Bund für seinen Samen nach ihm. Wegen Ismael (Araber) aber habe ich dich auch erhört. Siehe, ich habe ihn reichlich gesegnet und will ihn fruchtbar machen und sehr mehren. Er wird zwölf Fürsten zeugen, und ich will ihn zu einem großen Volk machen. Meinen Bund aber will ich mit Isaak (Israel) aufrichten, den dir Sarah um diese bestimmte Zeit im nächsten Jahr gebären soll!" (1. Mose 17:19-21)

"Und ich will euch in das Land bringen, um dessentwillen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, daß ich es Abraham, Isaak und Jakob (Israel) gebe. Das will ich euch zum Besitz geben, ich, der Herr." (2. Mose 6:8)

"Ich, der Herr, bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euch das Land Kanaan zu geben und euer Gott zu sein." (3. Mose 25:38)

"Und der Herr sprach zu Mose: Steige auf dieses Bergland Abarim und sieh dir das Land an, das ich den Kindern Israels gegeben habe! ... und dieses Land soll euer Besitztum werden vor dem Herrn!" (4. Mose 27:12 und 32:22)

"Denn ein heiliges Volk bist du für den Herrn, deinen Gott; dich hat der Herr, dein Gott, aus allen Völkern erwählt, die auf Erden sind, damit du ein Volk des Eigentums für ihn seist. Nicht deshalb, weil ihr zahlreicher wärt als alle Völker, hat der Herr sein Herz euch zugewandt und euch erwählt — denn ihr seid das geringste unter allen Völkern —, sondern weil der Herr euch liebte und weil er den Eid halten wollte, den er euren Vätern geschworen hatte, darum hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten." (5. Mose 7:6-8)

"Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und euch in das Land gebracht, das ich euren Vätern zugeschworen habe; und ich sagte: Ich will meinen Bund mit euch nicht aufheben ewiglich!" (Richter 2:1)

"Meinen Bund will ich nicht ungültig machen und nicht ändern, was über meine Lippen gekommen ist." (Psalm 89:35)

"Denn der Herr wird sich über Jakob erbarmen und Israel wieder erwählen und sie zur Ruhe bringen in ihrem Land." (Jesaja 14:1)

"Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht beseitigt werden können, spricht der Herr, dann soll auch der Same Israels aufhören, allezeit ein Volk vor meinem Angesicht zu sein! So spricht der Herr: Wenn man den Himmel droben messen kann und die Grundfesten der Erde drunten zu erforschen vermag, so will ich auch den ganzen Samen Israels verwerfen wegen all dessen, was sie getan haben, spricht der Herr." (Jeremia 31:36-37)

"Denn ich will euch aus den Heidenvölkern herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen." (Hesekiel 36:24)

"Und ich will das Geschick meines Volkes Israel wenden, und sie werden die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und deren Wein trinken, Gärten anlegen und deren Früchte genießen. Und ich werde sie einpflanzen in ihr Land; und sie sollen aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, nicht mehr herausgerissen werden! spricht der Herr, dein Gott." (Amos 9:14-15)

"Wenn auch etliche untreu waren, hebt etwa ihre Untreue die Treue Gottes auf?" (Römer 3:3) Quelle
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jose
Beiträge: 959
Registriert: 29.05.2010 19:23

Re: Was ist bibeltreu?

Beitragvon Jose » 01.11.2011 18:16

Bibel lover hat geschrieben: Was ist bibeltreu?
Das man die Inspiration der Bibel anerkennt, Bekehrung und Wiedergeburt lehrt...
Welche Lehrmeinungen zählen dazu, was sind Ausschlusskriterien?
Als ich heute Vormittag, nach langer Zeit, mal wieder in den Forum hineinschaute und dieses Thema sah, dachte ich an die vielen Beiträge, die hier in diesem Forum bereits zu finden sind. Auch die Antwort auf deine Frage, lieber Johannes, ist im Forum sicherlich mehrfach diskutiert. Dass die Frage "Was ist bibeltreu" hier dennoch aufgeworfen wird spricht mir einerseits sehr aus dem Herzen, andererseits ist die Frage für mich im Grunde theoretisch längst beantwortet, nämlich zuerst die Treue zu Gott selbst, wie es uns Jesus vorgelebt hat, dessen Speise es war, den Willen dessen zu tun, der Ihn gesandt hatte, und Sein Werk zu vollbringen (Joh 4,34). Zweitens, auch für uns gilt es, die klaren Anweisungen der Schrift zu befolgen und "für den ein für alle Mal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen", wie wir es in Judas 3 lesen. Was der Glaube alles umfasst, weicht leider in manchen Glaubensüberzeugungen voneinander ab, aber zumindest über das wesentliche sollten wir uns einig sein.

Was ist wichtig?
Eines wird mir zunehmend wichtiger: Alle Erkenntnis genügt nicht, alles Befolgen von schriftgemäßen Anweisungen genügt auch nicht, wenn nicht die Liebe Gottes in uns die tiefe Triebfeder ist. Wer sich aber dem Wirken und Ziehen Gottes öffnet, der uns Sein Wort - die Bibel - gegeben hat, sich wirklich von Herzen bekehrt und das Heil in Jesus annimmt, wird eine neue Schöpfung, nämlich ein Gotteskind. Der sollte dann auch so wandeln wie wir es im 1. Petrusbrief lesen: "und seid wie neugeborene Kinder, begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch - damit ihr durch sie wachset zur Rettung" 1. Petrus 2,2. Das ist nach meiner Erfahrung die Voraussetzung, um in der Bibeltreue zu wandeln und dabei zu bleiben. Zu "Was ist bibeltreu?" gehört für mich unbedingt, wie es in dem Wort aus dem Petrusbrief so wunderbar heißt, dass wir nach der vernünftigen, unverfälschten Milch begierig sind. Es gehört also eine aufrichtige Gesinnung dazu, die letztlich nur Gott schenken kann, wenn wir in Demut zu Ihm kommen.

Die große Not in unserer Zeit ist, dass in den Kirchen, und leider auch in vielen Freikirchen, leider nicht deutlich genug gelehrt wird, dass wir verantwortlich sind vor Gott. Wie ernst sind z.B. solche Ermahnungen aus dem Wort Gottes: "Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut und weißt nicht, dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet? Nach deiner Störrigkeit und deinem unbußfertigen Herzen aber häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes" Röm 2,4-5. Wer bibeltreu sein will, muss die Botschaft der Bibel so leben und verkündigen, wie wir sie in der Bibel finden. In der erwähnten Bibelstelle werden Menschen angesprochen, die störrig und unbußfertig sind und Gottes Güte verachten. Es muss uns ein Anliegen sein, wenn wir solche Menschen kennen, für sie zu beten und nach Möglichkeit sie ernstlich zu ermahnen, damit sie am Ende nicht verloren gehen durch ihre eigene Torheit und wir zur Rechenschaft gezogen werden.


Der Blick in die Kirchengeschichte kann sehr hilfreich sein, um auf die Aussage von Joschie Bezug zu nehmen, aber als ich Jesus fand, wusste ich nichts von Kirchengeschichte, außer meine eigene Geschichte innerhalb der katholischen Kirche. Aber Gott, der in Jesus den Blinden die Augen auftat, ER öffnet auch heute die Augen der geistlich Blinden. Jesus sagt: "Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir" Joh 10,27. Das ist entscheidend, das wir solche Schafe sind, welche die Stimme des guten Hirten unterscheiden von den vielen Stimmen in uns und um uns. Und wir haben die Ermahnung und zugleich Verheißung Jesu: "Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme" Joh 18,37. Das ist die Erfahrung aller Gotteskinder und auch meine Erfahrung, durch Gottes Gnade, wobei ich noch viel besser lernen muss, auf die Stimme meines Heilandes zu hören und IHM von Herzen zu vertrauen.


In der gestrigen Andacht im Büchlein "Der Herr ist nahe" ist zu lesen:
Georg Spalatin war der Hofkaplan Friedrichs des Weisen, des Kurfürsten von Sachsen, und eine Freund Martin Luthers. Einmal fragte er Luther in einem Brief, auf welche Weise die Heilige Schrift am besten studiert werden könne. Mir Brief vom 18 Januar 1518 antwortete Luther ihm:

"Bisher hast du, trefflicher Spalatin, nur über Dinge, die in meiner Macht sind, angefragt. Aber dich bei dem Studium der Heiligen Schrift anzuleiten, übersteigt meine Kraft. … Willst du aber durchaus mein Verfahren kennen lernen, so will ich es dir nicht verheimlichen.
Es ist vor allem gewiss, dass man die Heilige Schrift weder durch Studium noch durch den Verstand begreifen kann; deshalb musst du zuerst mit dem Gebet beginnen. Bitte zum Herrn, Er möge dir in seiner großen Barmherzigkeit das wahre Verständnis seines Wortes geben.
Der einzige Ausleger des göttlichen Wortes ist der Urheber des Wortes selbst, wie Er spricht: "Sie werden alle von Gott gelehrt sein"(Johannes 6,45). Hoffe nichts von deiner Arbeit, nichts von deinem Verstande, vertraue allein auf Gott und den Einfluss des Geistes. Glaube meiner Erfahrung."

Bibeltreue fängt an und hört auf mit der Treue zu Gott und Seinem Wort und dem aufrichtigen Verlangen, sich wirklich nach der Bibel zu richten und sich dabei, durch Gottes Wort und durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes, in Jesu Bild gestalten zu lassen. Niemand hat alles erkannt, was die Schrift uns lehrt, aber wenn wir aufrichtig sind und uns von Herzen bekehrt haben, wird der Herr uns weiterführen. Anderen hat Gott vieles gezeigt, aber sie lehnen es ab, sich zu bekehren, leider. Jeder sollte aber bedenken, dass Gottes Güte nicht unendlich ist.


Was den Beitrag zu Israel anbetrifft, so gibt es leider zu viele Meinungen über das Handeln Gottes mit Seinem auserwählten Volk Israel. Ich selber tue mich sehr schwer, mit allen möglichen Auslegungen dazu. Bei Bedarf würde ich aber vorschlagen, das Thema getrennt zu behandeln. Dass Gottes Wort zuverlässig und glaubwürdig ist, steht außer Frage. Ob wir aber Gottes Wort immer richtig verstehen, das ist das Problem. Gerade bezüglich Israel sollte man m.E. vorsichtig sein. Ich zweifle nicht daran, dass Israel das auserwählte Volk Gottes ist, aber wir lesen auch: "Nicht aber als ob das Wort Gottes hinfällig geworden wäre; denn nicht alle, die aus Israel sind, die sind Israeliten" Röm 9,6. Gottes Wort wird sich erfüllen, es ist nicht hinfällig. Möge Sein Wille auch in unserem Leben Erfüllung finden.


José

lutz
Beiträge: 1052
Registriert: 02.12.2005 21:37
Kontaktdaten:

Re: Was ist bibeltreu?

Beitragvon lutz » 10.11.2011 20:05

Bibel lover hat geschrieben:Hi Leute,
ich hab mir die Frage gestellt wie man "bibeltreu" genau definieren kann.
Was ist bibeltreu?
Das man die Inspiration der Bibel anerkennt, Bekehrung und Wiedergeburt lehrt...
Welche Lehrmeinungen zählen dazu, was sind Ausschlusskriterien?

Was ist da eure Meinung?

LG Johannes
Also ich denke, dass der Begriff „bibeltreu“ viele Facetten hat. Das macht das Ganze nicht unbedingt einfacher – zumal es eine allgemeingültige Definition nicht gibt.
Aber vielleicht findet man auch in der Schrift selbst ein Wort, eine Wortgruppe oder … - das oder die den Inhalt von „Bibeltreue“ (Treue zum Wort Gottes) transportiert. (Dazu habe ich noch nicht „recherchiert“).

Prinzipiell würde ich zwischen den zwei Fragen unterscheiden:
Was ist bibeltreu? und Wer ist bibeltreu?

Ganz naiv würde ich sagen: „bibeltreu“ setzt sich aus „Bibel“ und „Treue“ zusammen und soll auch einen entsprechenden Inhalt vermitteln. Es geht also nicht um „betrügerisch mit der Bibel“, „untreu zur Bibel“ „entstellend“ … - schlicht und einfach geht es um: „konform der Bibel“.
Aussagen lassen sich prüfen und beurteilen. Es ist möglich zu sagen: „Jesus ist nicht Gott. – das ist keine bibeltreue Aussage.“ Dabei ist jetzt egal welches Thema es ist, ob Inspiration, ob Bekehrung, ob Wiedergeburt … - es ist feststellbar zu den Themen, die die Bibel behandelt auch zu einem Urteil zu kommen.

Wer ist „bibeltreu“? bzw. „Wann ist man bibeltreu?“ ist schon schwieriger. Kann man eine Person, die eine oder … nicht bibeltreue Positionen vertritt, pauschal als „bibeluntreu“ bezeichnen (denken wir an die Auseinandersetzung Paulus-Petrus im Galaterbrief bspw.)?
Kann man eine „Person“, die bibeltreuen Positionen zustimmt, pauschal als „bibeltreu“ bezeichnen (denken wir hier an den Jakobusbrief, was „Dämonen“ und „Teufel“ bekennen)?

Wenn man jetzt „bibeltreu“ eng an „gläubig“ bindet, dann wäre „bibeltreu“ derjenige, der auch ein Gläubiger ist. Dann wäre die Frage bspw.: Bin ich ein Gläubiger?
Mitunter ändert das aber wieder nichts am Problemkreis: Ich will keine bibeluntreuen Positionen vertreten! – aber ich habe welche in den Augen der Anderen … Was nun? Ja, bei Paulus contra Petrus wissen wir wie es ausging. ..

B. Kaiser hat mal kurz direkt dazu geschrieben: http://www.bernhard-kaiser.homepage.t-o ... ltreue.pdf
Er sieht zwei Seiten – einmal die „formale Übereinstimmung mit der Schrift“. Damit ist nichts anderes gemeint, als dass eine Aussage der Bibel über allen anderen steht. Es geht also um die Autorität, die Gottes Wort hat.
Die andere Seite bezeichnet er als „Vertrauen auf die Aussagen der Schrift“.

Er formuliert das so: Rechte Bibeltreue hört deshalb beim Bekenntnis zur biblischen Irrtumslosigkeit nicht auf, sondern vertraut auch der Schrift. Umgekehrt gibt es keine Bibeltreue, die zwar den Anspruch erhebt, „gläubig“ zu sein, aber sich dem Bekenntnis zur Irrtumslosigkeit versagt. Beides geht Hand in Hand. (S. 2)

Unter 3. thematisiert er auch Schwierigkeiten, die wir sicher gut kennen:

Das biblische Wort, das man eigentlich als Maßstab haben will, wird mit den unterschiedlichen Auslegungen relativiert. Die Folge ist, daß man nur der Idee nach eine normative Schrift hat. In Wirklichkeit kann der eine behaupten, die Rechtfertigung des Sünders sei ein Urteil Gottes, der andere, sie sei die reale Gerechtmachung des Menschen in der Wiedergeburt. Der eine lehrt die Erwählung und die freie Gnade, der andere macht das Heil von der Entscheidung des Menschen abhängig. Der eine kann sagen, Kinder können getauft werden, der andere behauptet, sie dürften es in keinem Fall. (S. 7)

LG Lutz

PS: B. Kaiser hat auch „Bibeltreue“ unter dem Aspekt „Bibeltreue und Christustreue“ in einem Kommentar behandelt: http://www.irt-ggmbh.de/downloads/bibel ... streue.pdf

Jose
Beiträge: 959
Registriert: 29.05.2010 19:23

Lehrmeinungen und Ausschlusskriterien

Beitragvon Jose » 12.11.2011 15:54

Bibel lover hat geschrieben:Was ist bibeltreu?
Das man die Inspiration der Bibel anerkennt, Bekehrung und Wiedergeburt lehrt...
Ich denke, du hast das wichtigste schon erwähnt, Johannes. Bibeltreue kann nur auf der Grundlage entstehen, dass die Bibel Gottes Wort ist und absolut verbindlich ist (2. Tim. 3,16.17). Im BROCKHAUS wird Treue so erklärt: "eine durch Beständigkeit und Ausschließlichkeit gekennzeichnete Haltung Ideen, Dingen, Personen und auch sich selbst gegenüber". Wenn diese Haltung gegenüber der Bibel praktiziert wird, dann ist es eine große Sache, wenn dabei aber viel falsches Bibelverständnis vorhanden ist, dann ist Treue in diesem Fall nicht unbedingt hilfreich.
Welche Lehrmeinungen zählen dazu, was sind Ausschlusskriterien?
Verschiedene Lehrmeinungen zeugen entweder von fehlende Erkenntnis oder mangelnde Treue zum Wort. Wir sind alle noch am Lernen, daher sollte die fehlende Erkenntnis mit dem geistlichen Wachstum ausgeglichen werden. Da aber verschiedene Lehrmeinungen an fehlende Treue zum Wort liegen können, sollte man sich prüfen oder sich ermahnen lassen, nicht umsonst lesen wir: "Ich ermahne euch aber, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig redet und nicht Spaltungen unter euch seien, sondern dass ihr in demselben Sinn und in derselben Meinung völlig zusammengefügt seiet" 1.Kor 1,10. Das muss auch für uns ein ernstes Anliegen sein.

Zu den Ausschlusskriterien zähle ich auf jeden Fall all die Lehren, in denen die alleinige Gültigkeit der Bibel und die Notwendigkeit der Bekehrung und der Wiedergeburt zum Erlangen des Heils abgelehnt werden. Wo außerdem neben Jesus noch andere Wege zur Erlösung aufgezeigt werden, kann ein bibeltreuer Christ nach meiner Überzeugung nicht mitmachen. Wer darum: "Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen" Apg 4,12, oder "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich" Joh 14,6, in Frage stellt, mit ihnen ist keine geistliche Gemeinschaft möglich.

José

Jose
Beiträge: 959
Registriert: 29.05.2010 19:23

Tatsächlich bibeltreu? Prüfen Sie selbst!

Beitragvon Jose » 28.11.2011 11:32

Vorhin habe ich diese interessante Webseite im Internet gefunden: Bibel-Hilfen - kaum bekannt. Dort fand ich auch eine Seite, die mir hilfreich erschien: Tatsächlich bibeltreu? Prüfen Sie selbst!

José

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5674
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 03.12.2011 18:02

Hallo Jose!
Ich habe mir mal die Webseite in Ruhe durchgelesen, dort werden ja eine ganze Reihe von Thesen aufgestellt. Ich habe leider nicht herausgefunden, wer oder was genau hinter dieser Webseite steht, ist dir Genaueres bekannt?
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jose
Beiträge: 959
Registriert: 29.05.2010 19:23

www.die-bibel-spricht.de

Beitragvon Jose » 03.12.2011 22:27

Joschie hat geschrieben:Ich habe leider nicht herausgefunden, wer oder was genau hinter dieser Webseite steht, ist dir Genaueres bekannt?
Hallo Joschie.
Ich leider auch nicht. Auf dem Impressum steht der Name des Verantwortlichen für den Inhalt: Christian Rahn. Es gibt eine Ausarbeitung bzw. möglicherweise eine Zusammenstellung des Inhaltes der Website: Biblische Logik, vom 16. Januar 2011.

Es ist nicht mein Anliegen, für die-bibel-spricht.de Werbung zu machen, aber bislang habe ich nichts gelesen, weswegen ich zur Beschäftigung mit der Website abraten müsste.

Gruß, José

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5674
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 07.12.2011 20:10

Hallo Jose!
Auf dieser Webseite stehen ja eine ganze Reihe von Beiträgen zu verschiedenen Themen, in diesen stellt der Autor eine Reihe von Behauptungen auf, ohne für den Leser direkt nachprüfbare Quellen oder Links zu nennen. Dazu folgende Beispiele:
5. 1.Ist jemand ein Sektierer, weil er den Vätern des Glaubens widerspricht? Definition (c): er hat es gewagt, den Vätern des Glaubens zu widersprechen - er ist ein Sektierer!
2.Nun: Luther hat den Landesherren einst empfohlen, bekehrungsunwilligen Juden das Dach über dem Kopf anzuzünden und ihre Gebetbücher zu verbrennen (Genaueres siehe in der Broschüre Biblische Logik Seite 1). Der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, der mitverantwortlich für die Reichskristallnacht und die Bücherverbrennung war, hat sich auf Luther berufen!!! Julius Streicher, der Herausgeber des antisemitischen Hetzblatts »Der Stürmer« sagte in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen am 29. April 1946:»Wenn Martin Luther heute lebte, dann säße er hier an meiner Stelle als Angeklagter.« Müssen Christen heute Luther in allem glauben, was er sagte?
3.Lutheraner und Calvinisten haben in ihren Friedensvertrag mit den Katholiken die baptistischen Glaubensgeschwister nicht aufgenommen. Sie haben auf dem zweiten Reichstag zu Speyer 1529 ihrer Verfolgung zugestimmt. Art. 1 der dort beschlossenen Konstitution lautet: "Wer wiedertauft oder sich der Wiedertaufe unterzogen hat, ob Mann oder Frau, ist mit dem Tode zu bestrafen, ohne dass vorher noch ein geistliches Inquisitionsgerichts tätig zu werden braucht."
Vor kurzem - gut ein halbes Jahrtausend später - haben Lutheraner mennonitische Baptisten um Vergebung für das gebeten, was ihre Glaubensväter getan hatten.
Besser spät als nie! Quellen:
Lutheraner entschuldigen sich bei Mennoniten
LWB-Vollversammlung bittet Mennoniten um Vergebung
War das falsch?
4.Ja, die Gemeinde hat sogar Paulus verbessert, der den Sklaven gebot, sich ihren Herren unterzuordnen (Kol 3,22), um aus ihrer Situation zu damaliger Zeit das Bestmögliche zu machen.
Erst Mitte des 18.Jahrhunderts entstand in England aus der protestantischen Erweckungsbewegung der organisierte Widerstand gegen die Sklaverei 1774 war man so weit, daß jeder Quäker aus der „Gesellschaft der Freunde“ ausgeschlossen wurde, der sich am Sklavenhandel beteiligte. Die Aufhebung der Sklaverei ist besonders den Christen John Wesley und William Wilberforce zu verdanken, die sich aber nur darauf berufen konnten, dass die mit Sklavenjagd und Sklavenhandel verbundene Unmenschlichkeit mit dem Gebot, den Nächsten zu lieben unvereinbar waren.
Quelle
zu1.Der Autor schreibt nicht wer oder was für ihn die Väter des Glaubens sind, er nennt nur Martin Luther, aus welchem Grund auch immer.

zu2.Die Weimarer Ausgabe von Martin Luthers Werke besteht aus 120 Bde. u. 4 Begleith.Bei dieser Menge an Schriften zu fragen:Müssen Christen heute Luther in allem glauben, was er sagte?Die Frage zeigt das der Autor, sich mit Martin Luther nur marginal befast hat, oder es geht ihn einfach nur um Polemik.Das Lutherbild hat sich in der Geschichte immer wieder geändert, so auch in der ehemaligen DDR vom verachteten Fürstenknecht undBauernverräter zum frühbürgerlichen Humanisten und Revolutionär, für jedes Bild gab es auch die passenden Lutherzitate oder anders ausgedrückt wir machen uns den Luther wie er uns gefällt.

zu3.1529 gab es keinen Friedensvertrag mit den Katholiken.Am 19. April 1529 trafen sich auf dem Reichstag zu Speyer sechs Fürsten und vierzehn Freie Reichsstädte als Vertreter der protestantischen Minderheit gegen die Verhängung der Reichsacht über Martin Luther sowie die Ächtung seiner Schriften und Lehre, um die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens zu fordern.Am 25. April trafen sich die Räte der evangelischen Fürsten und die Bevollmächtigten der 14 evangelischen Städte und verfassten ein Instrumentum Appellationis, in dem Beschwerden gegen diesen Reichsabschied noch einmal zusammengefasst wurden.
Die protestantischen Fürsten wollten sich aber nicht damit abfinden, durch Mehrheitsbeschluss zur katholischen Konfession gezwungen zu werden Dieses Schreiben wurde dem Kaiser durch eine Gesandtschaft überbracht. Seit diesem Reichstag nannte man die Anhänger der reformatorischen Bewegung „Protestanten. Johannes Calvin erwarb 1528 den Titel „Magister artium“.Danach ging er nach Orléans um dort Römisches Recht zu studieren, so konnte es 1529 noch keine Calvinisten geben.Das Wiedertäufermandat ist einer der dunkelsten Flecke der Reformation, ohne Wenn und Aber.Es gab zu dieser Zeit Täufer/Wiedertäufer aber keine Baptisten, so wie wir sie heute verstehen.Die deutschen Baptisten unter Onken, wurden stark von dem Calvinismus beeinflusst, als von den Täufern, dazu ihr erstes Gaubensbekenntnis. Die Mennoniten stehen geschichtlich gesehen in täuferischer Tradition.Dieses sind einige Beispiele, wo der Autor geschichtliche Fakten verdreht, umbiegt oder einfach leugnet.Dieses ist um so mehr erstaunlich, da man die meisten Angaben durch ein gutes Lexikon oder Wikipedia nachprüfen kann.

zu4.Bis jetzt waren es ja Sachverhalte aus der Kirchengeschichte, aber nun springt der Autor von den Täufern, zu der Frage der Sklavenhaltung.Wie er diese verschiedenen Sachverhalte zusammenbringt, ist mir schleierhaft.Aber mit der Aussage "Ja, die Gemeinde hat sogar Paulus verbessert, der den Sklaven gebot, sich ihren Herren unterzuordnen" (Kol 3,22), um aus ihrer Situation zu damaliger Zeit das Bestmögliche zu machen",stellt er sich selbst ins Abseits und solche Aussagen sind für mich nicht mit "Bibeltreue" vereinbar.
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Christine
Beiträge: 143
Registriert: 09.11.2011 17:59

Beitragvon Christine » 08.12.2011 08:30

Hallo Joschie,

ich bin auch dem Link gefolgt und fand diese Prüfungsliste zur Bibeltreue interessant.
Bei einigen Punkten war ich nicht ganz einverstanden gewesen.
Anderen konnte ich zustimmen.
Um mehr geht es doch auch gar nicht, oder?

Den Autor kenne ich nicht, er ist mit Sicherheit nicht unfehlbar, so wenig wie wir alle. Er wird auch gehalten vom Herrn, denn Er vermag die Seinen aufrecht zu halten.

Gruß Christine


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste