Wann gelten Menschen als Brüder im Herrn?

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Christine
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Beitragvon Christine » 02.01.2012 18:02

Peter hat geschrieben:zuerst kommt die Bekenntnisprüfung und dann die Fruchtprüfung....

Wir alle kennen das Beispiel Jesu von dem Baum und seinen Früchten aus Matthäus 12,33-37. Dort ist klar zu sehen, dass Jesus mit der Frucht nicht Werke, sondern das Bekenntnis meint. Deutlich kommt aus aus dem Gesagten raus, dass der Mensch anhand seiner Rede beurteilt werden soll (an der Frucht wird der Baum erkannt, d.h. an dem, was er spricht). Das was er spricht, das ist er.

Wichtige Anmerkung: Frucht ist aber nicht immer als ein Bekenntnis zu verstehen. An anderen Stellen werden mit Frucht auch Werke gemeint.
Halle Peter,
bei dieser Aussage habe ich echt gestaunt, ich musste gleich mal nachlesen, ob sich das wirklich so verhält. Hier mal der Bibeltext:
Entweder pflanzt einen guten Baum, so wird die Frucht gut, oder pflanzt einen schlechten Baum, so wird die Frucht schlecht! Denn an der Frucht erkennt man den Baum.
Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor.
Ich sage euch aber, daß die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben. Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt, und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden!
Matthäus 1233-37; Schlachter 2000
Also ich lese hier etwas von Guten und Bösem, das aus dem Herzen hervorkommt, je nachdem wie das Herz beschaffen ist.
Der böse Mensch wird auch Böses reden, es kann nicht verborgen bleiben. Damit sind zum Beispiel Beschimpfungen, Lügen, Gotteslästerungen gemeint. Sein eigenes böses Reden wird ihn am Ende verurteilen, denn die Worte zeigen genau wie es im Herzen in Wahrheit aussieht.

Wenn das Herz gut ist, wird der Mensch auch Gutes reden, seine Worte werden freundlich, gütig, sanfmütig, versöhnend sein. Jesus sagt hier auch, dass der gute Mensch nach seinen Worten gerechtfertigt wird. Dich, Peter, habe ich oben so verstanden, dass das rechte Glaubens-Bekenntnis zur Rechtfertigung und zum Heil nötig ist. Doch das steht so nicht da. Jesus spricht von moralisch Gutem, welches geredet wird.
Darum werden auch Gläubige einmal vor dem Richterstuhl Christi nach ihren Worten und Werken beurteilt und belohnt werden.

Die Stelle bedeutet nach meiner Überzeugung dann auch nicht, dass ein Mensch immer Gutes reden muss und so kommt er am Ende in den Himmel. Das würde anderen Stellen widersprechen. Im Übrigen ist es auch möglich ein korrektes aber unaufrichtiges Bekenntnis abzulegen. Dass viele Bekenntnisse geheuchelt sind, kann man beim lauten Mitsprechen des Glaubensbekenntnis in den großen Kirchen leicht beobachten.

Ich bin persönlich sehr erstaunt, welch großen Wert in diesem Forum auf sorgfältigst zusammengestellte Glaubensbekenntnisse gelegt wird. Bisher bin ich mit der Bibel allein immer ausgekommen. Sie ist mein Glaubensbekenntnis, wenn man schon eins brauchen sollte. Ich möchte keinen Vers daraus streichen und keinen dazutun wollen.

Gruß Christine

lutz
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Beitragvon lutz » 02.01.2012 19:49

Christine hat geschrieben: Jesus sagt hier auch, dass der gute Mensch nach seinen Worten gerechtfertigt wird. Dich, Peter, habe ich oben so verstanden, dass das rechte Glaubens-Bekenntnis zur Rechtfertigung und zum Heil nötig ist. Doch das steht so nicht da. Jesus spricht von moralisch Gutem, welches geredet wird.
Hallo Christine,
ich hatte deine Beiträge zum "Gesetz" mit Interesse verfolgt (wie auch das gesamte Thema).
Wieso machst du jetzt eine Unterscheidung zwischen "moralisch gut" und "Glaubensbekenntnis"? Hat ein "Glaubensbekenntnis" nichts mit "moralisch gut" zu tun?

Gruß Lutz

PS: Glaubensbekenntnis ist doch letztlich nichts Anderes als das von der Schrift selbst geforderte: Wenn du bekennst, dass ... (in persönlicher Form).

Christine
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Beitragvon Christine » 02.01.2012 20:14

Lutz hat geschrieben:Hat ein "Glaubensbekenntnis" nichts mit "moralisch gut" zu tun?
Hallo Lutz,

so wie dieser Begriff hier im Forum gebraucht wird, hat ein Glaubensbekenntnis weniger mit Moral als mit Intellekt zu tun.
Es werden Schlussfolgerungen gezogen, Verbindungen hergestellt und alles in aberhunderten Artikeln zusammen gefügt zu einem logisch schlüssigen Gedankengebäude. Und am Ende dieser Kopf-Arbeit steht dann ein Glaubensbekenntnis.
Die Aussagen solch eines Lehrgebäudes entziehen sich nach meiner Meinung einer moralischen Bewertung, um gut oder böse geht es bei ihnen auch nicht, sondern um logisch richtig oder falsch.

Doch Jesus verbindet das Reden ja mit dem guten Schatz im Herzen. Wer im Herzen böse ist, der redet auch böse.
Wer im Herzen gut ist, der redet auch gutes. An den Worten erkennt man das Herz.

Ich finde, man müsste mal über die wahre Weisheit sprechen, wie die Bibel sie versteht. Damit ist nicht der menschliche Verstand gemeint, das ist die Weisheit der Welt. Die Bibel nennt es auch die Weisheit, die "die Griechen fordern". Das ist nicht gerade schmeichelhaft.
1.Korinther 1, 22


Gruß Christine

lutz
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Beitragvon lutz » 02.01.2012 21:21

Christine hat geschrieben: so wie dieser Begriff hier im Forum gebraucht wird, hat ein Glaubensbekenntnis weniger mit Moral als mit Intellekt zu tun.
Wie kommst du darauf? Erschließt sich mir nicht. Wenn ich meinen Glauben bekenne, dann bekenne ich Wahrheit oder Lüge. Dazwischen ist nichts. Wahrheit ist gut – Lüge ist böse. Wahrheit und Lüge sind keine neutralen Größen. Ein Bekenntnis geht nicht ohne Verstand. Intellekt ja oder nein – kann hier keine Rolle spielen.
Es werden Schlussfolgerungen gezogen, Verbindungen hergestellt und alles in aberhunderten Artikeln zusammen gefügt zu einem logisch schlüssigen Gedankengebäude. Und am Ende dieser Kopf-Arbeit steht dann ein Glaubensbekenntnis.
Kann es sein, dass du hier was verwechselst?
Ein Glaubensbekenntnis mit „aberhunderten Artikeln“ ist doch nicht das Glaubensbekenntnis dessen, der sich gerade erst bekehrt hat.
(Es sei denn du denkst an solche, die damit "groß" wurden, für die ist es natürlich keine Neuheit intellektuell gesehen.)
Es ist nützlich, wenn es eine Transparenz gibt: z. B., wenn ich wissen will was in einer Gemeinschaft gelehrt wird. Oder aber eine Gemeinschaft ist gehalten ihre Position zu verteidigen … Verantwortung tragen hier besonders die Ältesten oder Pastoren oder eben die, die lehren (wie man sie jetzt auch immer nennen mag).
Von einem Gläubigen wird nach seiner Bekehrung schon erwartet, dass er weiter in der Wahrheit lernt, an Erkenntnis zunimmt …
Also ich bin froh, wenn eine Gemeinde ein Glaubensbekenntnis hat. Meine Familie kann ich nicht jedwedem Verständnis von „Bibelversen“ als „Versuchskaninchen“ ausliefern. Hier weiß ich schon um meine ganz spezielle Verantwortung, ich werde Rechenschaft ablegen auch darüber, wie ich die mir anvertrauten Seelen „gehütet“ habe.
Die Aussagen solch eines Lehrgebäudes entziehen sich nach meiner Meinung einer moralischen Bewertung, um gut oder böse geht es bei ihnen auch nicht, sondern um logisch richtig oder falsch.
Nein, das entzieht sich der moralischen Bewertung keineswegs, wenn du daran denkst:
falsch geschlussfolgert ist Lüge ist böse und richtig geschlussfolgert ….
Doch Jesus verbindet das Reden ja mit dem guten Schatz im Herzen. Wer im Herzen böse ist, der redet auch böse.
Wer im Herzen gut ist, der redet auch gutes. An den Worten erkennt man das Herz.
Ja, aber nicht im allumfassenden Sinne, du kennst auch die Verleugnung des Petrus – du kennst Petrus und Paulus im Galaterbrief … Danach müsste Petrus im Herzen jeweils sehr böse gewesen sein oder aber dieses: „guter Schatz“ – „böse“ wechselt beständig …
Ich finde, man müsste mal über die wahre Weisheit sprechen, wie die Bibel sie versteht. Damit ist nicht der menschliche Verstand gemeint, das ist die Weisheit der Welt. Die Bibel nennt es auch die Weisheit, die "die Griechen fordern". Das ist nicht gerade schmeichelhaft.
1.Korinther 1, 22
Die Weisheit der Welt wird verworfen, was wir suchen ist die Weisheit Gottes. Hat die Weisheit Gottes nun nichts mit dem menschlichen Verstand zu tun? Kann man die Weisheit Gottes nicht verstehen? Lässt sich die Weisheit Gottes mit „unlogisch“ oder „unvernünftig“ beschreiben?

Gruß Lutz

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Peter01
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Re: Natürliche Zweige und Wilder Ölbaum

Beitragvon Peter01 » 03.01.2012 01:29

Christine hat geschrieben:Dich, Peter, habe ich oben so verstanden, dass das rechte Glaubens-Bekenntnis zur Rechtfertigung und zum Heil nötig ist. Doch das steht so nicht da. Jesus spricht von moralisch Gutem, welches geredet wird.
Darum werden auch Gläubige einmal vor dem Richterstuhl Christi nach ihren Worten und Werken beurteilt und belohnt werden.
Hallo Christine,

ich habe das Beispiel von dem Baum und seinen Früchten genommen um deutlich zu machen, dass der Mensch anhand seiner Rede beurteilt wird. Es stimmt zwar, dass der widergeborene Christ gute Werke haben wird (was auch unter anderem ein Erkennungszeichen sein kann), aber es gibt genügend Menschen, die nur vorgeben etwas zu sein und dem Anschein nach gute Werke bringen. Also, daraus habe ich auf Mt 12,33 ff gründend geschlossen: So wie der Böse Mensch, anhand seiner Bösen Rede als Böse beurteilt wird, so wird auch der Gottlose Mensch, anhand seinem Bekenntnis, seiner Rede, was er glaubt bzw. was er nicht glaubt usw. beurteilt werden. Das, was im Menschen drin ist, kommt nach außen und macht den ganzen Menschen aus.

Gruß

Peter

Christine
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Beitragvon Christine » 03.01.2012 14:23

Lutz hat geschrieben:Also ich bin froh, wenn eine Gemeinde ein Glaubensbekenntnis hat. Meine Familie kann ich nicht jedwedem Verständnis von „Bibelversen“ als „Versuchskaninchen“ ausliefern. Hier weiß ich schon um meine ganz spezielle Verantwortung, ich werde Rechenschaft ablegen auch darüber, wie ich die mir anvertrauten Seelen „gehütet“ habe.
Hallo Lutz,

meine Gemeinde hat keins und meine vorherigen Gemeinden hatten auch keins.
Ich war mal als Gast in einer baptistischen Gemeinde, dort wurde mir eins vorgelegt, sehr umfangreich war es, bestimmt 30 oder 40 Seiten im Umfang. Ich habe es mir dann auch durchgelesen, viele Punkte fand ich verbesserungswürdig, anderes überflüssig, anderes auch wirklich gut. Ich vermute, die Ältesten dieser Gemeinde werden ähnlich darüber gedacht haben, so wie die anderen Glieder auch.

Bist du mit dem Glaubensbekenntnis deiner Gemeinde 100%tig eins?

Ich stelle diese Frage aus einem speziellen Grund. Ich wüßte gerne, ob jemand hier Glaubensgeschwister hat, mit denen er sich in allen geistlichen Fragen absolut in Übereinstimmung befindet.

Es wird nämlich dann schwierig, wenn wir anfangen die unterschiedlichen Glaubensbekenntnisse moralisch zu bewerten in "gut=richtig geschlussfolgert=Wahrheit" und "böse=falsch geschlussfolgert=Lüge". Dann kann es passieren, dass wir ums ganz allein inmitten "böse Lügner" wähnen, so weit kann es kommen. (ähnlich erging es ja auch Elias). Ich habe auch Christen kennen gelernt, die so in ihrem Schwarz-Weiß-Denken verhaftet waren, dass sie nur noch ihre eigene Erkenntnis als wahr gesehen haben und alle Abweichungen als Werke Satans.

Gruß Christine

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 03.01.2012 17:54

Ich lese zurzeit das Buch: Biblisch Predigen von John MacArthur und anderen Theologen: http://www.cbuch.de/product_info.php?products_id=2608

Daraus habe ich heute eine ermutigende Aussage auf der Seite 126 gelesen, die auch hier zum Thema passt, und der man wirklich nur zustimmen kann:
Ein Mann Gottes ist davon durchgedrungen Soldat zu sein. Nicht dass er sich jede erdenkliche Mühe gibt, Menschen zu verärgern und sich zu Feinden zu machen, sondern er ist bereit, den Kampf für die Wahrheit aufzunehmen. Es ist sehr beunruhigend, in einer Zeit zu leben, die den Kampf für die Wahrheit als spalterisch und lieblos ansieht. Viel zu viele in der Gemeinde von heute sind bereit, theologische Kompromisse einzugehen, um Konflikte zu vermeiden und vergessen dabei die Ermahnung des Judas, "für den ein für allemal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen (Jud 3). Wie in Jud 3 steht auch im griechischem Text von 1Tim 6,12 der bestimmte Artikel vor dem Wort "Glauben". Paulus sagt: "Kämpfe für den Glauben", d.h. für den Inhalt des Wortes Gottes, die Gesamtsumme der christlichen Lehre.
Gruß

Peter

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 03.01.2012 18:22

Christine hat geschrieben:Es wird nämlich dann schwierig, wenn wir anfangen die unterschiedlichen Glaubensbekenntnisse moralisch zu bewerten in "gut=richtig geschlussfolgert=Wahrheit" und "böse=falsch geschlussfolgert=Lüge". Dann kann es passieren, dass wir ums ganz allein inmitten "böse Lügner" wähnen, so weit kann es kommen. (ähnlich erging es ja auch Elias). Ich habe auch Christen kennen gelernt, die so in ihrem Schwarz-Weiß-Denken verhaftet waren, dass sie nur noch ihre eigene Erkenntnis als wahr gesehen haben und alle Abweichungen als Werke Satans.
Die Gemeinden, die ich bis jetzt kennengelernt habe, hatten meistens kein schriftliches Glaubensbekenntnis. In einer Gemeinde konnte ich mir das Bekenntnis durchlesen, es bestand aus einigen sehr allgemeinen Erklärungen über die Gemeinde, im Text, danach einige kurze Abhandlungen mit Angabe von einigen Bibelstellen und zum Schluss gab es noch etliche Zitate von den verschiedensten Leuten. Nach dem Durchlesen des Textes, war ich genau so schlau wie davor.Es gibt aber ein Phänomen in einigen Gemeinden, das mir immer wieder begegnet ist, ich nenne es, "das mündliche Bekenntnis".In diesem Bekenntnis ist festgelegt ,was du zu glauben hast, wie du zu glauben hast und wie du dich genau als Christ zu verhalten hast, und wehe du verstößt dagegen.
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lutz
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Beitragvon lutz » 03.01.2012 19:32

Hallo Christine,
meine Gemeinde hat keins und meine vorherigen Gemeinden hatten auch keins.
Ich war mal als Gast in einer baptistischen Gemeinde, dort wurde mir eins vorgelegt, sehr umfangreich war es, bestimmt 30 oder 40 Seiten im Umfang. Ich habe es mir dann auch durchgelesen, viele Punkte fand ich verbesserungswürdig, anderes überflüssig, anderes auch wirklich gut. Ich vermute, die Ältesten dieser Gemeinde werden ähnlich darüber gedacht haben, so wie die anderen Glieder auch.
Bist du mit dem Glaubensbekenntnis deiner Gemeinde 100%tig eins?
Dazu sage ich mal soviel:
Engagiert war ich sowohl in einer Gemeinde mit Glaubensbekenntnis als auch in einer mit dem Slogan: Wir glauben, was in der Bibel steht!. Glaubensgeschwister habe ich hier wir dort.
Ich stelle diese Frage aus einem speziellen Grund. Ich wüßte gerne, ob jemand hier Glaubensgeschwister hat, mit denen er sich in allen geistlichen Fragen absolut in Übereinstimmung befindet.
Ja, ich habe Glaubensgeschwister, mit denen ich in allen mir zugängigen Lehren eins bin – Unterschiede ergeben sich in der jeweiligen praktischen Umsetzung.
Dann habe ich Glaubensgeschwister, mit denen ich in der Heilslehre eins bin (also wenn du so willst, die 5 Punkte des Calvinismus) – Unterschiede ergeben sich hier in der Tauffrage, in Fragen des Gesetzes bspw.
Es wird nämlich dann schwierig, wenn wir anfangen die unterschiedlichen Glaubensbekenntnisse moralisch zu bewerten in "gut=richtig geschlussfolgert=Wahrheit" und "böse=falsch geschlussfolgert=Lüge". Dann kann es passieren, dass wir ums ganz allein inmitten "böse Lügner" wähnen, so weit kann es kommen. (ähnlich erging es ja auch Elias). Ich habe auch Christen kennen gelernt, die so in ihrem Schwarz-Weiß-Denken verhaftet waren, dass sie nur noch ihre eigene Erkenntnis als wahr gesehen haben und alle Abweichungen als Werke Satans.
Das ändert rein gar nichts daran, dass Lüge und Wahrheit eine moralische Bedeutung haben.
Wir haben es uns angewöhnt solche milden Kategorien (richtig und falsch), die die Welt auch gern verwendet um „Sünde“ zu verschleiern … zu verwenden.
Die praktische Handhabung und Probleme damit können nicht verdecken, dass es Lüge ist, wenn über Gott …. (falsch) gesagt wird. Du kannst die Kette hypothetisch fortsetzen.

Dann wären wir wieder beim Thema (obwohl ich davon ausgehe, dass wir damit nicht großartig weiterkommen, die Fragen können durchaus rhetorisch so bleiben):
Wenn einer lügt – Bruder oder nicht? Wenn einer lügt und ist selbst fest überzeugt davon: das ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit! – Bruder oder nicht? Welche Lügen disqualifizieren, wenn man davon nicht lässt? Welche Lügen müssen geduldet werden? Gibt es Lügen, die man bei Lehrern … in der Gemeinde dulden darf? ….
Lügenfrei ist uns hier nicht verheißen, wie du wohl weißt.

Wenn es um Gemeinde geht, dann geht es nicht für alle nur um ein nettes Beisammensein und Plauderei … - schau dir mal die Weherufe im Alten Testament über die „falschen Hirten“ an – du wirst feststellen, dass hier viel mehr verlangt ist – als „schwarz – weiß“. Schau dir die Aufträge an, die die haben, die lehren … - hier sollte so wenig „schwarz“ wie nur irgend möglich sein.

Wenn die Gemeinde kein Glaubensbekenntnis hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit für „schwarz und weiß überall“ groß. Dann kannst du heute eine: „Ja-Rede“ hören und nächsten Sonntag eine: „Nein-Rede“ – je nachdem wer gerade dran ist. Was sagt der Herr der Gemeinde über „Ja-Nein – Reden“? Du weißt es.
In der Regel haben solche Gemeinden aber dennoch Lehren in denen sie sich einig sind. Die Tauffrage spielt hier bspw. eine unwahrscheinlich große Rolle. Du bist kein Kind Gottes, das wert wäre aufgenommen zu werden, wenn du an der Säuglingstaufe festhältst. Da lassen sich noch mehr Dinge aufzählen, die man haben oder leisten muss …

Wenn die Gemeinde ein sehr umfangreiches Glaubensbekenntnis hat, dann ergeben sich auch Probleme – Probleme damit, wann und ob jemand Mitglied werden darf.
So kann es durchaus sein, dass ich hier in Vielem übereinstimme – aber wegen der anderen Positionen dennoch nicht reinkomme. Das kann aber meine Freude über diese umfangreichen Glaubensbekenntnisse nicht trüben, denn hier sind Gläubige, die ihren Glauben sozusagen mit Wort und Tat bezeugen. Du kannst ein Schriftstück (Glaubensbekenntnis) ein Leben lang mit dir rum tragen und es hat einfach nur die Bedeutung eines Schriftstücks, weiter nichts.

Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es falsche Ausgrenzungen und falsche Aufnahmen mit und ohne Glaubensbekenntnis gibt.
Dieses wird letztlich für die Seinen erst in der Ewigkeit sein Ende finden.

Gruß Lutz

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 03.01.2012 19:40

Christine hat geschrieben:Ich bin persönlich sehr erstaunt, welch großen Wert in diesem Forum auf sorgfältigst zusammengestellte Glaubensbekenntnisse gelegt wird. Bisher bin ich mit der Bibel allein immer ausgekommen. Sie ist mein Glaubensbekenntnis, wenn man schon eins brauchen sollte. Ich möchte keinen Vers daraus streichen und keinen dazutun wollen.
Deinen Worte werden bestimmt viele zustimmen und ich hätte zu diesen Worten früher ein volles Ja gehabt.Ich stellte mir im Laufe der Jahre die Frage, warum viele Gemeinden, die ich kannte, Irrlehren und falsche Lehren, so gut wie nichts Substanzielles entgegenzusetzen haben.Der Befund war für mich so einfach wie ernüchternt, sie konnten oft ihren Glauben nicht richtig darlegen und belegen. Dadurch hatten sie z.B. gegen die Z.J. keine Chance, wie auch, diese argumentieren auf der gleichen Ebene, wie sie.
Ein Schreiber verkündigt: „Um zur Wahrheit zu gelangen, müssen wir uns von religiösen Vorurteilen trennen … Wir müssen Gott für sich selbst sprechen lassen … Um die Wahrheit zu finden, berufen wir uns auf die Bibel.“ Das Problem bei dieser Behauptung besteht allerdings darin, dass sie aus dem Buch Lass Gott die Wahrheit sein (“Let God be True”) stammt, das von den Zeugen Jehovas verlegt wird
Die Z.J. zerlegten oft anschließend ihren Glauben, denn darin waren die Z.J. sehr geschult. Da wo den Z.J. allerdings gezeigt wurde, dass sie die Bibelstellen verdrehen, in dem Sie nicht den Textzusammenhang beachten und man auch seinen eigenen Glauben erklären und belegen kann, tauchten sie in der Regel nicht mehr auf.
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 03.01.2012 20:23

Im Anschluss an Joschies Beitrag, dem ich zustimme, möchte ich ein Ausschnitt aus dem Artikel: "Ein Plädoyer für Bekenntisse" von Ron Hanko einfügen (Bitte beachten: nur auszugsweise):
Ron Hanko hat geschrieben:Um zu erkennen, dass der Gebrauch von Bekenntnissen biblisch ist, müssen wir uns die Herkunft des Wortes „Bekenntnis“ ansehen: Es hat seine Wurzeln in dem lateinischen Wort „credo“, was soviel bedeutet, wie „Ich glaube“. Das zeigt uns, was Bekenntnisse eigentlich sind. Sie sind ein Ausdruck des Glaubens, der in den Herzen von Gottes Volks lebt. In den Bekenntnissen bringen Gläubige (meist in Form einer Versammlung) dem Rest der Welt gegenüber zum Ausdruck, was das Wort Gottes ihrer Ansicht nach lehrt. Bekenntnisse existieren also nicht unabhängig von oder gar in Konkurrenz zur Schrift, sondern geben das wieder, was in der Schrift an Lehre zu finden ist. Und diese Lehren werden dann durch ein Bekenntnis ausformuliert und bekannt.
Somit ist das Formulieren von Bekenntnissen eigentlich nichts anderes, als einer Aufforderung der Schrift nachzukommen: Und zwar der Aufforderung, unseren Glauben zu bekennen. Deswegen kommt das Wort „Bekenntnis“ auch von „bekennen“. Das ist der erste biblische Grund, Bekenntnisse zu haben und zu verwenden.

Es gibt eine Vielzahl von Schriftstellen, die die Gläubigen dazu aufrufen, ihren Glauben zu bekennen. In Matthäus 10,32 macht dies Jesus mit den Worten deutlich: „Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel“ Römer 10,9.10 bringt das Bekenntnis zu Christus sogar mit der Errettung in Verbindung: „Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!«“

Wenn Gläubige ihren Glauben in Bekenntnissen zum Ausdruck bringen, tun sie eigentlich nichts anderes wie Nathanael, wenn er sagt: „ Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!“ (Johannes 1,49). Ebenso bekannte Petrus: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ (Matthäus 16,16). Wenn Gläubige also Bekenntnisse formulieren, tun sie damit nichts anderes, als die Schrift selbst, wenn sie uns die Bekenntnisse von Nathanael und Paulus überliefert.

Ebenso ist klar, dass Bekenntnisse keine Einzelmeinung, sondern der Ausdruck des Glaubens vieler Gläubigen wiedergeben sollen. In Römer 15,6 betet der Apostel Paulus, dass die Mitglieder der Gemeinde in Rom einmütig, mit einem Mund den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus loben. In 1. Korinther 1,10 werden die Gläubigen aufgefordert, einmütig zu sein in ihrem Reden. Aus dem Zusammenhang (Vers 2) wird deutlich, dass sie bekennen sollen „samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns“

Gerade diejenigen Gemeinden, die das Motto „Kein Bekenntnis – Nur die Schrift allein!“ haben, finden sich sehr bald in folgender Situation wieder: Dadurch, dass sie kein offizielles, ausformuliertes und niedergeschriebene Bekenntnis haben, müssen die Gläubigen nicht nur über Christus, sondern auch über sehr viele andere Dinge stillschweigend übereinstimmen. Entsprechend kommen sie leicht in Schwierigkeiten, wenn man sie z.B fragt: „Welchen Christus bekennt Ihr? Den Christus der Liberalen, der nur ein nachahmenswertes Beispiel für die Gläubigen ist und der sein Blut nicht für sie vergossen hat? Oder den Christus der Mormonen, der Juden oder der römisch-katholischen Kirche?“ Zum Glück enthalten ihre ungeschriebenen Bekenntnisse gesunde biblische Lehre bezüglich Christus und Sein Werk.

Auch kann man feststellen, dass ihr ungeschriebenes Bekenntnis oft wesentlich mehr umfasst als die Lehre von Christus. Obwohl sie offiziell keine schriftlichen Bekenntnisse haben und dem bereits genannten Motto „Kein Bekenntnis – Nur die Schrift allein!“ folgen, stimmen Theorie und Praxis bei ihnen nicht wirklich überein. Wenn man z.B. versucht, diesen Gläubigen die Lehre der Erwählung oder die der begrenzten Sühne nahe zu bringen, wird man freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass „man so etwas hier nicht glaubt“. Sprich: „Das passt nicht mit unserem Bekenntnis zusammen“. Wenn man gar um eine Kindertaufe bittet, wird man in den meisten dieser Gemeinden mit den Worten nach draußen begleitet: „Wir taufen hier keine Kinder.“
Der ganze Artikel: http://www.cprf.co.uk/languages/german_ ... creeds.htm

Gruß

Peter

Jose
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Unmündige, hin- und hergeworfen und umhergetrieben

Beitragvon Jose » 04.01.2012 12:43

Joschie hat geschrieben:
Christine hat geschrieben:Ich bin persönlich sehr erstaunt, welch großen Wert in diesem Forum auf sorgfältigst zusammengestellte Glaubensbekenntnisse gelegt wird. Bisher bin ich mit der Bibel allein immer ausgekommen. Sie ist mein Glaubensbekenntnis, wenn man schon eins brauchen sollte. Ich möchte keinen Vers daraus streichen und keinen dazutun wollen.
Deinen Worte werden bestimmt viele zustimmen und ich hätte zu diesen Worten früher ein volles Ja gehabt.Ich stellte mir im Laufe der Jahre die Frage, warum viele Gemeinden, die ich kannte, Irrlehren und falsche Lehren, so gut wie nichts Substanzielles entgegenzusetzen haben.Der Befund war für mich so einfach wie ernüchternt, sie konnten oft ihren Glauben nicht richtig darlegen und belegen. Dadurch hatten sie z.B. gegen die Z.J. keine Chance, wie auch, diese argumentieren auf der gleichen Ebene, wie sie.
Es ist in der Tat eine Not, dass viele Gläubige leider auch nach vielen Jahren ungefestigt sind und nicht mit der Bibel umgehen können. Da mögen Glaubensbekenntnisse eine Hilfe sein, aber letztlich müssen die Ältesten in den Gemeinden wirklich darum bemüht sein, dass die Gläubigen im Wort Gottes unterwiesen werden. Paulus schreibt an die Epheser, im Abschnitt über die sogenannte "Waffenrüstung Gottes": "Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort!" Eph 6,17.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass eine Gläubige von Zeugen Jehovas besucht wurde und sich auf ein Gespräch einließ. Leider konnte sie nicht viel erwidern, und in ihrer Not bat sie darum, den Psalm 23 vorlesen zu dürfen und fing auch gleich damit an. Dieses schlichte Zeugnis einer lebendigen Glaubenszuversicht und erlebten Geborgenheit in Jesus, dem guten Hirten, hatten die ZJ nichts entgegen zu setzen.


Joschie, bei deinen Worten oben über die Gemeinden die du so kanntest, wurde ich erinnert an diesem Beitrag von dir, vor gut einem Jahr:
Joschie hat geschrieben:Jose leider ist die Frage genau so gemeint wie ich sie gestellt habe.Meine Festellung bezieht sich natürlich auf die Gemeinden die ich kenne.Es wird noch gesagt die Bibel ist Gottes Wort aber oder sie enthält Gottes Wort.Ich kann mich nicht an eine Predigt erinnern die als Thema "die Bibel ist Gottes Wort" beinhaltet.Es wird oft nicht so direkt der Zweifel an Gottes Wort geäußert aber im Gespräch wird gesagt, so genau kann man es nicht sehen.Dieses ist mir bei einem Gespräch über das Thema in Sprachen singen passiert, als ich gesagt habe, dieses steht nirgends in der Bibel(ich wurde engstirnig genannt und das ist nicht das erstemal).

Den kompletten Beitrag siehe: hier
Es ist nach wie vor eine große Not und ein Glaubensbekenntnis mag hilfreich sein, löst aber nicht das eigentliche Problem, daher das Anliegen des Apostel Paulus: "Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum" Eph 4,14. Wenn ich die Worte lese: "listig ersonnenem Irrtum", so wird es mir umso wichtiger, meine Überzeugung einzig und alleine auf die Bibel zu gründen, auch wenn die ZJ und andere auch so argumentieren.

Gruß, José

Jose
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Ein Plädoyer für Bekenntnisse !?

Beitragvon Jose » 04.01.2012 12:47

Hallo Peter.
Bitte gestatte mir zunächst meine Verwunderung darüber zu äußern, dass du dich nun wohl sehr auf die Aussagen von Ron Hanko stützt. Ich bin etwas darüber irritiert, denn bislang hatte ich dich so verstanden, dass du es ablehnst, sich auf Aussagen von Menschen zu stützen. Hier hast du es aber wohl aus dem Grund gemacht, weil es dir im Zusammenhang mit den Glaubensbekenntnissen sinnvoll erschien.

Wenn wir aber nun über Bekenntnisse reden, dann möchte ich dich zu einem Punkt ganz persönlich fragen, welche Überzeugung du dazu hast und wie du diese Aussage von Ron Hanko bewertest:
Die Kindertaufe

Der Reformierte Glaube folgt der Praxis der Taufe der Kinder von Gläubigen. Diese ist die konsequente Praxis von Reformierten Gläubigen seit den Tagen von Johannes Calvin gewesen. Diese Taufe basiert auf die Wahrheit des Bundes Gottes – in der Linie der Generationen von Gläubigen aufgerichtet. Nicht alle getauften werden errettet (Esau, der das Zeichen der Beschneidung empfang, wurde nicht errettet—Rom. 9:13). Aber da Gott seinen Bund in der Linie der Generationen aufrichtet (I Mose 1:17; Apostlg. 2:39) empfangen die Kinder auch das Zeichen des Bundes und der Gerechtigkeit, die durch den Glauben ist. Dies entspricht auch der Praxis der Apostel, die Gläubigen und ihre Häuser tauften (Apg. 16:15; I Kor. 1:16; Apg. 11:14; 16:31).

Quelle: http://www.cprf.co.uk/languages/german_ ... dfaith.htm
Bitte berücksichtige dabei auch die nachfolgende Aussage aus dem Glaubensbekenntnis des Betreibers dieses Forums:
Die Schrift lehrt, dass der örtlichen Gemeinde zwei Verordnungen (symbolische Handlungen) anvertraut wurden: die Taufe und das Mahl des Herrn (Apg 2,38-42). Mit der christlichen Taufe durch Untertauchen (Apg 8,36-39) bezeugt ein neubekehrter Gläubiger, dass er an den gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Retter glaubt und mit ihm vereint ist im Kreuzestod für die Sünde und in der Auferstehung (Röm 6,1-11) und dadurch neues, göttliches, ewiges Leben empfangen hat. Diese Taufe ist auch ein Zeichen der Gemeinschaft und Identifizierung mit dem sichtbaren Leib Christi (Apg 2,41-42).

Quelle: http://www.betanien.de/verlag/info/glau ... nntnis.php, unter 5.2. Die Ortsgemeinde
Um Missverstände vorzubeugen möchte ich klarstellen, dass es mir nicht darum geht, denen die von der Kindertaufe überzeugt sind den Glauben abzusprechen, den es ist Gott, der unsere Herzen kennt. Allerdings wundere ich mich sehr, dass gerade die Lehre der Taufe, die für das Gemeindeleben so entscheidend ist, bis heute noch nicht richtig erkannt wurde.

Gruß, José

Christine
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Beitragvon Christine » 04.01.2012 17:00

Hallo,

ich bin gestern auf eine Stelle im Korintherbrief gestoßen, da musste ich sofort an die Diskussionen hier im Forum über die Zugehörigkeiten und Bedeutungen der verschiedenen Glaubensväter und Theologen denken.
Ich möchte die Stelle einfach ohne weiteren Kommentar zitieren.
Solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise? Denn wenn einer sagt: Ich gehöre zu Paulus! der andere aber: Ich zu Apollos! — seid ihr da nicht fleischlich?
Wer ist denn Paulus, und wer Apollos? Was sind sie anderes als Diener, durch die ihr gläubig geworden seid, und zwar, wie es der Herr jedem gegeben hat?
1. Korinther 3,3-5; Schlachter 2000
Gruß Christine

lutz
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Beitragvon lutz » 04.01.2012 19:39

Und bei mir ist es diese Stelle, die ich einfach unkommentiert hier stehen lassen will:

Epheser 4, 4 – 6 (Menge)
ein Leib und ein Geist, wie ihr ja auch bei eurer Berufung auf Grund einer Hoffnung berufen worden seid; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist (= waltet) über allen und durch alle (wirkt) und in allen (wohnt).

Lutz


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