„Das Blut Abels“

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

Moderatoren: Der Pilgrim, Peter01, Anton

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

„Das Blut Abels“

Beitragvon Joseph28 » 30.11.2011 21:09

Hello, alle miteinander...

„Die Liebe Gottes“ kann zwei Bedeutungen haben: im objektiven Sinne, man liebt Gott. Daher kann die Liebe zu Gott beschrieben werden als die Liebe, die man für Gott hat. Dies ist objektiv, denn Gott ist das Objekt (oder Gegenstand der Liebe). Im subjektiven Sinne, jedoch kann der Begriff beziehen auf die Liebe, die Gott für andere hat. (Zum Beispiel, „Denn also hat Gott die Welt geliebt...“) In diesem Sinne, beschreibt „die Liebe Gottes“ auf die Liebe, die Gott für andere hat. Das ist subjektiv, weil Gott das Subjekt ist.

Im Hebräerbrief liest man auf „das Blut Abels“.
Hebräer 12, 23-25 (Schlachter 2000) hat geschrieben:zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als [das Blut] Abels.
Was ist eure Meinung? Ist das der subjektive Genitiv hier? Das heißt, war dies das Blut, das in den Venen des Körpers von Abel flosst, das von Kain in den Erdboden vergossen wurde? Oder ist dies hier der objective Genitiv, das bezieht auf das Blut von Tieren, das Abel zu Gott geopfert hatte?

Oder anders gesagt, im objectiven Sinne stellte der Schreiber des Hebräerbriefes das Blut des Alten Bundes (Opfertiere) gegenüber dem neuen Bund (Opferlamm Gottes)? Oder, im subjectiven Sinne sieht man hier einen Kontrast zwischen dem vergossenen Blut Abels, das von dem Erdboden nach Rache schrie, und dem Blut Christi, das von dem Kreuz nach Frieden und Versöhnung schrie? Oder vielleicht eine dritte Wahl: ist es möglich in dieser Hinsicht, dass der Schreiber des Hebräerbriefes zweideutig absichtlich bewusst war?

Was/wie meint ihr darum?

Liebe Grüße,
Joseph
„Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ (1.Johannes 1,4)

Christine
Beiträge: 143
Registriert: 09.11.2011 17:59

Beitragvon Christine » 01.12.2011 14:28

Joseph hat geschrieben:Was ist eure Meinung? Ist das der subjektive Genitiv hier? Das heißt, war dies das Blut, das in den Venen des Körpers von Abel flosst, das von Kain in den Erdboden vergossen wurde? Oder ist dies hier der objective Genitiv, das bezieht auf das Blut von Tieren, das Abel zu Gott geopfert hatte?
Hallo Joseph

ich weiß es leider nicht. Ich bezog diese Stelle bisher auf das Blut Abels und nicht auf das Blut der Opfertiere.

Die Parallelstelle zu dem besseren Opfer Jesu Christi ist vielleicht diese:
So ist es also notwendig, daß die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese.
Hebräer 9,23
Wie wurden im alten Bund die Dinge gereinigt? Mit dem Blut von Tieren.
Wir werden die himmlischen Dinge gereinigt? Durch bessere Opfer. Welche?

Steht das Wort "Opfer" jetzt in der Einzahl? Dann würde sich das allein auf das Opfer Jesus beziehen.
Oder steht es in der Mehrzahl? Dann habe ich ein Problem.
Denn offenbar redet das Blut Abels ja irgendwie im himmlischen Bereich?
Oder verstehe ich das falsch?

Gruß Christine

Jose
Beiträge: 953
Registriert: 29.05.2010 19:23

Re: „Das Blut Abels“

Beitragvon Jose » 02.12.2011 04:15

Hallo Joseph!

Wir lesen in Hinblick auf den alten Bund: "Da aber dies so eingerichtet ist, gehen zwar in das vordere Zelt die Priester allezeit hinein und verrichten die Dienste,
in das zweite aber einmal im Jahr allein der Hohepriester, nicht ohne Blut, das er darbringt für sich selbst und für die Verirrungen des Volkes
" Hebr 9,6.7, dann aber: "Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt - das nicht mit Händen gemacht, das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist - und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und hat uns eine ewige Erlösung erworben" Hebr 9,11.12. Im alten Bund das Blut der Tiere, im neuen Bund das Blut Jesu.
Joseph28 hat geschrieben:Oder anders gesagt, im objectiven Sinne stellte der Schreiber des Hebräerbriefes das Blut des Alten Bundes (Opfertiere) gegenüber dem neuen Bund (Opferlamm Gottes)?
Diese Frage war m.E. vor Hebräer 12 bereits beantwortet, denn wir lesen: "Darum spricht er, als er in die Welt kommt: »Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt, einen Leib aber hast du mir bereitet" Hebräer 10,5, und auch in Vers 8: "Vorher sagt er: »Schlachtopfer und Opfergaben und Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, auch kein Wohlgefallen daran gefunden« - die doch nach dem Gesetz dargebracht werden". Das heißt, das Blut der Tiere war bereits als "der Vergangenheit", dem Bund zugehörig, abgetan. Außerdem hätten wir ansonsten ein Problem, denn warum sollte Gott das Blut der Opfertiere mit dem Blut Abels vergleichen.

Ich verwende übrigens die Rev. Elberfelder und dort lautet Hebräer 12,24: "und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes; und zum Blut der Besprengung, das besser redet als das Blut Abels". In meiner Bibelausgabe finde ich hier einen Verweis auf 1. Petrus 1,2 wo es heißt: "nach Vorkenntnis Gottes, des Vaters, in der Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi: Gnade und Friede werde euch immer reichlicher zuteil!". Somit würde ich sagen, dass mit dem Blut der Besprengung das Blut Jesu gemeint ist. Siehe auch Hebräer 12,22.24 am Anfang: "… sondern ihr seid gekommen … und zu Jesus …"

Von dem Blut Abels lesen wir: "Und der HERR sprach zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Und er sagte: Ich weiß nicht. Bin ich meines Bruders Hüter? Und er sprach: Was hast du getan! Horch! Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden her" 1.Mose 4,9-10. Gott nimmt Bezug auf das Blut Abels, weil er der erste Gerechte war, der durch die Hand eines Ungerechten getötet wurde, wie es Jesus zu den Schriftgelehrten und Pharisäern sagte: "damit über euch komme alles gerechte Blut, das auf der Erde vergossen wurde, von dem Blut Abels, des Gerechten, bis zu dem Blut Secharjas, des Sohnes Berechjas, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar ermordet habt" Mt 23,35.

Was aber das Blut Abels anbetrifft, so habe ich eine Frage an dich: Warum schreibst du, dass das Blut Abels nach Rache schrie?
Joseph28 hat geschrieben:Oder, im subjectiven Sinne sieht man hier einen Kontrast zwischen dem vergossenen Blut Abels, das von dem Erdboden nach Rache schrie, und dem Blut Christi, das von dem Kreuz nach Frieden und Versöhnung schrie? Oder vielleicht eine dritte Wahl: ist es möglich in dieser Hinsicht, dass der Schreiber des Hebräerbriefes zweideutig absichtlich bewusst war?
Gruß, José

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

Re: „Das Blut Abels“

Beitragvon Joseph28 » 04.12.2011 02:32

Hola, José...
José hat geschrieben:Außerdem hätten wir ansonsten ein Problem, denn warum sollte Gott das Blut der Opfertiere mit dem Blut Abels vergleichen.
Das Blut der Opfertiere im Alten Testament vertrat das Leben Gottes. Oder anders gesagt, das Lamm Gottes war das Ewige Leben, dessen Blut die Sühne der Sünde der Welt war.

Lass mich mit Abraham zuerst beginnen, um zu erklären.

Abraham erhielt die Verheißung Gottes, dass alle Völker der Welt durch seinen Samen, nämlich Jesus Christus, gesegnet würden (Galater 3,16). Jesus starb am Kreuz wegen der Sünde der Welt und damit alle Gläubigen durch ihren Erretter Jesus Christus daher gesegnet sind...

Im Alten Testament, verlangte Gott von Abraham, seinen Samen (Isaak seinen Sohn) zu opfern. Als Abraham an Gott gehorchte, war das Ergebnis Gerechtigkeit (Römer 4,3 mit Jakobus 2,21-22). Bis zu diesem Zeitpunkt im Alten Testament, wurde der Tod des Opfertieres nicht entsprochen mit dem verheißenen Samen Evas, der den Kopf der Schlange zermalmen würde. Als Abraham gesagt wurde, Isaak zu opfern, sieht man hier die Wechselbeziehung und Verknüpfung zwischen dem verheißenen Samen Evas und dem Opfer des Blutes. Im Alten Testament, vertraten die Tieropfer daher das Leben des verheißenen Samens. Auf diese Weise ging Gott Sünden vorüber („Passover“) durch das Blut von Stieren, Ziegen und Lämmer, u.s.w. Dieses Blut vertrat das Leben Gottes, der der Testamentmacher war. Zum Beispiel...
Hebräer 9, 16-18 (Schlachter 2000) hat geschrieben:Denn wo ein Testament ist, da muß notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat; denn ein Testament tritt auf den Todesfall hin in Kraft, da es keine Gültigkeit hat, solange derjenige lebt, der das Testament gemacht hat. Daher wurde auch der erste [Bund] nicht ohne Blut eingeweiht.
Als Abel die Tiere zu Gott geopfert hat, erhielt er Gerechtigkeit, weil das Blut der Tiere vertrat das Leben des Samens, den zu Eva versprochen wurde. (Der Samen würde zertreten den Kopf der Schlange, deren Macht war der Tod.) Obwohl Abel war nicht bewusst, dass dieses Tierblut das Blut Jesu Christi vertrat, er dennoch glaubte, dass das Blut Opfers ihn zu Gott versöhnte. Auf der anderen Seite, hat Kain Gerechtigkeit nicht erhalten, weil sein Opfer keine Wechselbeziehung zu dem Leben des verheißenen Samens hatte. Der Punkt hier ist, dass Kain glaubte nicht an Evas verheißenen Samen, der gesegnet war, sondern an den Samen von der Pflanze des Erdbodens, den (Erdboden) verflucht war.
Hebräer 11, 4; (Schlachter 2000) hat geschrieben:Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain; durch ihn erhielt er das Zeugnis, daß er gerecht sei, indem Gott über seine Gaben Zeugnis ablegte, und durch ihn redet er noch, obwohl er gestorben ist.
Als Ergebnis waren Abels Taten gerecht, weil er im Glauben gehandelt hat. (Abrahams Opferung des Isaak war gerecht, weil er im Glauben gehandelt hat laut Jakobus 2,21-22). Weil Kain im Glauben gehorchte nicht, handelte er zur Ungerechtigkeit. Wegen seiner Ungerechtigkeit brachte er seinen Bruder um. Zum Beispiel...
1. Johannes 3, 11-13; (Schlachter 2000) hat geschrieben:Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, daß wir einander lieben sollen; nicht wie Kain, der aus dem Bösen war und seinen Bruder erschlug. Und warum erschlug er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht. Verwundert euch nicht, meine Brüder, wenn euch die Welt haßt!
Im Rahmen des (1. Johannes 3,11-13) (oben), Kain war der Samen der verfluchten Schlange („der Böse“). Er tötete den gerechtfertigen Samen der Frau, der Abel war. Seth war später geboren, um Evas verheißener Samen zu werden, durch den der verheißene Samen Jesus Christus (das Opferlamm Gottes) schließlich da geboren werden würde.
Jose hat geschrieben:Was aber das Blut Abels anbetrifft, so habe ich eine Frage an dich: Warum schreibst du, dass das Blut Abels nach Rache schrie?
Jesus spielte auf die Schikanierung des gerechten Abel an (Matthäus 23,35), und Moses auch eine Anspielung auf das Vergießen von Blut auf dem Erdboden durch Mord als eine moralische Entweihung (3.Mose 35,33).

Liebe Grüße,
Joseph
„Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ (1.Johannes 1,4)

Gast

Re: „Das Blut Abels“

Beitragvon Gast » 04.12.2011 07:33

Joseph28 hat geschrieben:
Hebräer 12, 23-25 (Schlachter 2000) hat geschrieben:zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als [das Blut] Abels.
Was ist eure Meinung? Ist das der subjektive Genitiv hier? Das heißt, war dies das Blut, das in den Venen des Körpers von Abel flosst, das von Kain in den Erdboden vergossen wurde? Oder ist dies hier der objective Genitiv, das bezieht auf das Blut von Tieren, das Abel zu Gott geopfert hatte?
Hallo Joseph,
Hier geht es um alles Blut von Opfertieren des Alten Bundes welches als Sühneopfer gebracht wurde - denn dieses steht im Zusammenhang mit Christus.
Abels eigenes Blut kommt nur zum tragen, was die Erde (Boden) betrifft und steht nicht im Zusammenhang mit Sühnung.
Joseph28 hat geschrieben:Im Rahmen des (1. Johannes 3,11-13) (oben), Kain war der Samen der verfluchten Schlange („der Böse“). Er tötete den gerechtfertigen Samen der Frau, der Abel war. Seth war später geboren, um Evas verheißener Samen zu werden, durch den der verheißene Samen Jesus Christus (das Opferlamm Gottes) schließlich da geboren werden würde.
Hier würde ich gerne nochmal Abels "Gerechtfertigung durch sein Opfer" - das Blut (u.im Blut ist das Leben, welches Gott gehört) - betonen.
Abel wird oft als "der Bessere" verstanden, doch waren beide, Kain u.Abel, gleichermaßen durch die Schlange (das Böse) verdorben...beide durch die Sünde unvollkommen geboren - also BEIDE der Same der Schlange.
Erst Abels rechtes Handeln durch Glauben: OpferBLUT = Leben, hat ihn gereinigt.
Bis zu diesem Zeitpunkt im Alten Testament, wurde der Tod des Opfertieres nicht entsprochen mit dem verheißenen Samen Evas, der den Kopf der Schlange zermalmen würde. Als Abraham gesagt wurde, Isaak zu opfern, sieht man hier die Wechselbeziehung und Verknüpfung zwischen dem verheißenen Samen Evas und dem Opfer des Blutes.
Ich finde es wichtig, dass Abraham erst durch Melchisedek gesegnet werden musste, um den verheißenen Samen Evas hervor zu bringen - dann der "Gehorsam aus Glaube" zur Opferung Isaaks.
An dieser Stelle finde ich interessant, welchen Handel der König von Sodom, Abraham vorschlug...nachdem dieser Melchisedeks Segen erhalten hatte (Schlange?).
Grüße,Doris

Gast

Beitragvon Gast » 04.12.2011 07:59

Christine hat geschrieben:Die Parallelstelle zu dem besseren Opfer Jesu Christi ist vielleicht diese:
So ist es also notwendig, daß die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese.
Hebräer 9,23
Oder steht es in der Mehrzahl? Dann habe ich ein Problem.
Hallo Christine,
ich denke "die Opfer" = Mehrzahl, bezieht sich auf die, im Ausdruck "Mehrzahl" bezogenen himmlichen Dinge...von denen gibt es ja Unzählige (die wir auch noch schauen dürfen) im neuen Heiligtum - nicht von Menschen gemacht und auf der neuen Erde.
Jesus Opfer zur Sündenvergebung bedarf es ja nur einmal.
Liebe Grüße
Edit: Hier wird von anderen Opfern gesprochen, nicht von dem HERRN selbst. Denn im Himmel brauchen wir kein Opfer zur Sündenvergebung mehr. Ich denke, es werden Opfer zur Anbetung, Huldigung usw sein.
Sorry, ich drücke mich mal wieder unklar aus. $:(

Christine
Beiträge: 143
Registriert: 09.11.2011 17:59

Beitragvon Christine » 04.12.2011 11:13

Hallo,

das ist sehr interessant.
Gibt es wirklich unterschiedliche Menschen von Anfang an, weil sie entweder vom Samen der Schlange oder vom Samen der Frau abstammen?

Martha verstehe ich so, dass sie glaubt, dass sowohl Abel als auch Kain vom Samen der Schlange waren. Erst der Glaube machte Abel später gerecht.

Joseph verstehe ich so, dass er nach 1.Johannes 3, 11-13 nur Kain als Samen der Schlange ansieht. Durch seine Glaubenstat beweist Abel später, aus welchem Samen er von Anfang an stammte, nämlich dem Samen der Frau.

Zu dem Thema las ich letztens auch etwas von Peter:
Peter hat geschrieben:Wir lesen z.B. von Judas, dass er ein Sohn des Verderbens ist (Joh. 17,12). Jesus spricht in seinem Gleichnis vom Unkraut, dass dies die Kinder des Bösen (Mt. 13,38) sind. Pharao wurde dazu erweckt (das heißt geboren und bestimmt), damit er sich verstockt und Gott sich verherrlicht hat (Röm. 9,17). Johannes spricht in seinem ersten Briief, dass es Kinder Gottes und Kinder des Teufels gibt (1 Joh. 3,9-10). Gott spricht schon am Anfang, dass es den Samen der Frau (das sind die Kinder Gottes) und den Samen der Schlange (das sind die Kinder des Teufels) gibt und dass zwischen ihnen eine Feindschaft besteht (weil sie unterscheidlichen Naturen angehören (vgl. 1 Mose. 3,15).
Gruß Christine

Jose
Beiträge: 953
Registriert: 29.05.2010 19:23

Gott machte aus einem jede Nation der Menschen

Beitragvon Jose » 04.12.2011 13:47

Christine hat geschrieben:Gibt es wirklich unterschiedliche Menschen von Anfang an, weil sie entweder vom Samen der Schlange oder vom Samen der Frau abstammen?
Hallo Christine. Ich halte die Überlegungen für nicht ungefährlich. Man kann alles Mögliche in das Wort Gottes hineinlesen, dabei sich aber auch in die große Gefahr begeben, wichtiges zu überlesen.
Joseph28 hat geschrieben:Im Rahmen des (1. Johannes 3,11-13) (oben), Kain war der Samen der verfluchten Schlange („der Böse“). Er tötete den gerechtfertigen Samen der Frau, der Abel war. Seth war später geboren, um Evas verheißener Samen zu werden, durch den der verheißene Samen Jesus Christus (das Opferlamm Gottes) schließlich da geboren werden würde.
Ich gehe davon aus, dass Joseph hier lediglich meint, dass Kain geistlich gesehen vom Bösen stammte, so wie Jesus auch mal den Juden vorhielt: "Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel" Joh 8,44a, aber ich möchte auf eine konkrete Verführung hinweisen.

Ich wurde vor Jahren mit Anhängern Branhams konfrontiert, die mir versuchten zu erklären, ausgehend von der obenerwähnten Stelle, dass Kain wortwörtlich von der Schlange gezeugt worden war. Damals war ich erst einige Jahre auf dem Weg, aber ich konnte so etwas nicht annehmen und danke Gott von Herzen für die damalige Bewahrung.

Im 1. Buch Mose lesen wir: "Und der Mensch erkannte seine Frau Eva, und sie wurde schwanger und gebar Kain; und sie sagte: Ich habe einen Mann hervorgebracht mit dem HERRN. Und sie gebar noch einmal, und zwar seinen Bruder, den Abel. Und Abel wurde ein Schafhirt, Kain aber wurde ein Ackerbauer" 1.Mose 4,1-2. Wir lesen außerdem im neuen Testament: "Und er hat aus einem jede Nation der Menschen gemacht, dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, wobei er festgesetzte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat" Apg 17,26, somit besteht kein Zweifel, dass wir alle von Adam, allerdings vom gefallenen Adam, abstammen.

Gruß, José

Jose
Beiträge: 953
Registriert: 29.05.2010 19:23

Abels Opfer

Beitragvon Jose » 04.12.2011 16:23

Olá Joseph!
Joseph28 hat geschrieben:Das Blut der Opfertiere im Alten Testament vertrat das Leben Gottes. Oder anders gesagt, das Lamm Gottes war das Ewige Leben, dessen Blut die Sühne der Sünde der Welt war.
Es ist gut, uns darüber auszutauschen. So wird uns Gottes Wort umso kostbarer und wir merken, wie unterschiedlich wir zuweilen Gottes Wort verstehen.

Das Blut der Opfertiere sehe ich nicht im Zusammenhang mit dem "Leben Gottes" sondern im Zusammenhang mit Reinigung und Schuldvergebung, denn wir lesen: "Aber auch das Zelt und alle Gefäße des Dienstes besprengte er ebenso mit dem Blut; und fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung" Hebr 9,21-22. Während aber die Millionen von Tieren, die geopfert wurden, keine wirkliche und endgültige Vergebung gebracht haben, lesen wir ja: "Doch in jenen Opfern ist alljährlich ein Erinnern an die Sünden; denn unmöglich kann Blut von Stieren und Böcken Sünden wegnehmen" Hebr 10,3-4, lesen wir von Jesus: "Dieser aber hat ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht und sich für immer gesetzt zur Rechten Gottes" Hebr 10,12,


Was mich überrascht hat, war die Erwähnung von Abraham und die Opferung Isaaks in Zusammenhang mit den Opfern zur Reinigung von unseren Sünden. Wir lesen: "Und es geschah nach diesen Dingen, da prüfte Gott den Abraham" 1.Mose 22,1a. Abraham wurde von Gott geprüft, aber er war Gott gehorsam und sogar bereit, Gott den Sohn der Verheißung zu opfern. Er hielt nichts zurück und wurde dadurch zum Vorbild für alle, die an Gott glauben würden.


Hallo Martha! Dein Hinweis auf "Abels eigenes Blut" ermutigt mich weiter darüber nachzudenken, ob hier wirklich "Abels eigenes Blut" gemeint ist.
Martha hat geschrieben:Hier geht es um alles Blut von Opfertieren des Alten Bundes welches als Sühneopfer gebracht wurde - denn dieses steht im Zusammenhang mit Christus.
Abels eigenes Blut kommt nur zum tragen, was die Erde (Boden) betrifft und steht nicht im Zusammenhang mit Sühnung.
Was aber die Opfer anbetrifft, welche nach dem Gesetz gebracht wurden, in Hebräer 12,18 lesen wir: "Denn ihr seid nicht gekommen zu etwas, das betastet werden konnte…" Hebr 12,18a. Hier wir m.E. Bezug genommen zu dem alten Bund. Dann lesen wir ab Vers 22: "sondern ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem; und zu Myriaden von Engeln, einer Festversammlung; und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind; und zu Gott, dem Richter aller; und zu den Geistern der vollendeten Gerechten" Hebr 12,22.23. Das ist die Gemeinde im neuen Bund. Wenn ich dann im Vers 24 lese: "und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes; und zum Blut der Besprengung, das besser redet als das Blut Abels", dann kann ich persönlich hier nicht das Blut der Opfertiere sehen, den im neuen Bund haben wir mit den Opfertieren nichts mehr zu tun.


Beim Nachdenken fange ich erst jetzt an zu verstehen, warum Joseph die Frage brachte:
Joseph28 hat geschrieben:Was ist eure Meinung? Ist das der subjektive Genitiv hier? Das heißt, war dies das Blut, das in den Venen des Körpers von Abel flosst, das von Kain in den Erdboden vergossen wurde? Oder ist dies hier der objective Genitiv, das bezieht auf das Blut von Tieren, das Abel zu Gott geopfert hatte?
Im Hebräerbrief lesen wir: "Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain, durch welchen Glauben er das Zeugnis erhielt, gerecht zu sein, indem Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben; und durch diesen Glauben redet er noch, obgleich er gestorben ist" Hebr 11,4. Abel redet noch, durch das Zeugnis welches er von Gott erhielt, auf sein Opfer hin. Ich bin fast so weit es so zu sehen, dass mit dem "Blut Abels" nicht sein eigenes Blut gemeint ist, sondern das Blut des von Abel geopferten Tieres. Ich will es aber noch weiter im Herzen und vor allem vor Gott bewegen.

Liebe Grüße,
José

Gast

Re: Abels Opfer

Beitragvon Gast » 04.12.2011 17:22

Jose hat geschrieben:Es ist gut, uns darüber auszutauschen. So wird uns Gottes Wort umso kostbarer und wir merken, wie unterschiedlich wir zuweilen Gottes Wort verstehen.
Hallo José,
Dem möchte ich mich anschließen und betonen, dass ich hier bin um zu lernen - nicht zum streiten. Ich bin dankbar, für jede Richtigstellung einer falsch verstandenen Bibelstelle.

Erst vor wenigen Tagen las ich das erste Mal von Branhams Theorie und finde diese doch sehr abstoßend.
Der HERR selbst riet Kain "Gutes zu TUN und über die Sünde zu herrschen, 1.Mo.4,7. Somit kann er nicht leibhaftiges Kind des Teufels gewesen sein:
Markus 3,26 Schl.2000 hat geschrieben:Und wenn der Satan gegen sich selbst auftritt und entzweit ist, so kann er nicht bestehen, sondern er nimmt ein Ende.
Besser ausgedrückt: Beide, Kain u. Abel tragen den Samen der Schlange (durch den "Sündenfall") und Kain ließ die Saat aufgehen. Matth.13,24-25 : Das Gleichnis vom Unkraut und dem Weizen
1.Mos.4,11 Elb. hat geschrieben: Und nun, verflucht seiest du von dem Erdboden hinweg, der seinen Mund aufgetan hat, das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen!
Diese Stelle bezog ich bisher auf die Mühseligkeit des Ackerbauers.
Hier habe ich eine Erklärung für Hebr.12, 18-24 gefunden zu "Abels Blut"
http://www.bibelstudium.de/index.php?ar ... cher+Segen und hoffe, dass ich ihn einstellen durfte.
Man kann es prüfen und für mich sehr aufschlussreich.
Grüße, Doris

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5652
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 04.12.2011 17:39

Martha hat geschrieben:Hier habe ich eine Erklärung für Hebr.12, 18-24 gefunden zu "Abels Blut"
http://www.bibelstudium.de/index.php?ar ... cher+Segen und hoffe, dass ich ihn einstellen durfte.
Man kann es prüfen und für mich sehr aufschlussreich.
Es ist in Ordnung so :!:
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

Beitragvon Joseph28 » 05.12.2011 03:55

Hallo, alle miteinander...

Kain war der biologische Sohn von Adam und Eva. (Er und Abel waren somit leibliche Brüder.) Der Unterschied zwischen ihnen war, dass einer von ihnen Gerechtigkeit durch den Glauben erhielt (Hebräer 11,4): hier setzte Abel seinen Glauben auf die Offenbarung Gottes, das heißt, das Opfer des Tierlebens Gott gefallen würde. (Natürlich Blut ist die Grundlage des Lebens.) Das Leben Gottes würde letztlich kommen aus dem Samen, der die Macht des Todes (oder den Kopf der Schlange) zertreten würde.

Kain aber nicht setzte seinen Glauben an das Wort Gottes. Er setzte sein Vertrauen auf den Samen des Erdbodens, den verflucht war. Die Schlange wurde auch zum Erdboden verflucht, und damit Kain war mit der Schlange ausgerichtet. Kain teilte Selbstgerechtigkeit mit der Schlange, da sein Opfer war etwas, was er selbst mit seiner Hände aus dem Tode erstellt hatte. Damit brachte er seinen Bruder um, wie die Schlange mit seiner „Früchte“ den geistlichen Tod in den Garten Eden brachte.

Abels Opfer auf der anderen Seite war Blut, das auf Leben beruhte. Dieses Leben ist der Samen Gottes, den von Gott versprochen war, um den „Totenkopf“ der Schlange zu zerquetschen. Wir wissen nicht, ob Abel den Tod des Tieres in Wechselbeziehung mit dem Leben des verheißenen Samens von Eva brachte, jedoch erhielt er Gerechtigkeit, weil er auf das Wort Gottes glaubte und gehorchte. Es war nicht bis zu Abraham, dass man den versprochenen Samen in Wechselbeziehung mit dem Blut des Opferlammes in der Bibel sieht. Wir sehen dieses Bild schon wieder, als Moses das Passahlamm geopfert hat, so dass das Volk Israels aus Ägypten entkommen könnte (1. Korinther 5,7). Der Samen Gottes ist das Blut, das die Macht des Totenkopfs zerschlägt, um uns in das Gelobte Land Himmels zu bringen.

Wenn man glaubt, dass Jesus (das Blut Gottes Passahlammes) wegen der Sünde der Welt starb und dass er auferstanden ist (um den Totenkopf zu zerquetschen), dann wird man Gerechtigkeit bekommen. Im Neuen Bund, ergibt sich diese Gerechtigkeit in ewiges Leben, das ein Geschenk Gottes ist (Römer 6,23).

Liebe Grüße,
Joseph
„Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ (1.Johannes 1,4)

Christine
Beiträge: 143
Registriert: 09.11.2011 17:59

Beitragvon Christine » 05.12.2011 19:17

Hallo,

ich glaube an die Erwählung Gottes, aber kann mit der Unterscheidung in die zwei unterschiedlichen Naturen von Anfang an auch wenig anfangen. Das wirft mehr Probleme auf, als dass es Fragen beantwortet.
Das Thema ist ungemein komplex.

So gibt es außer Kain und Abel ja noch mehr Brüderpaare, die sich gegenseitig verfolgten und umbringen wollten. Immer ging es doch darum, dass der Jüngere bevorzugt wurde und der Ältere es ihm neidete.
Man denke zum Beispiel an Esau und Jakob, oder an Juda und die Brüder, die den Joseph fast umbrachten. Von den Söhnen Abrahams, Ismael und Isaac heißt es, dass der eine gemäß dem Fleisch, der andere kraft der Verheißung geboren wurde.
Hierzu steht in der Bibel wortwörtlich, dass das einen bildlichen Sinn hatte.
Galater 4,22-24, Schlachter 2000
Ein wichtiger Hinweis finde ich.

Wir waren auch einst fern, feindlich gesinnt, Finsternis, entfremdet, unnütz und haben Gott nicht geglaubt, haben unsere Glieder in den Dienst der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit gestellt, jetzt aber sind wir nahe, Licht im Herrn, versöhnt, begnadigt, nützlich und im Dienst der Gerechtigkeit zur Heiligung.

So kann man auch sagen, vorher Unkraut, nun aber Weizen. Vorher Samen der Schlange, doch nunmehr Gottes Kinder.

Gruß Christine

Jose
Beiträge: 953
Registriert: 29.05.2010 19:23

Leibröcke aus Fell

Beitragvon Jose » 05.12.2011 22:10

Joseph28 hat geschrieben:Wir wissen nicht, ob Abel den Tod des Tieres in Wechselbeziehung mit dem Leben des verheißenen Samens von Eva brachte, jedoch erhielt er Gerechtigkeit, weil er auf das Wort Gottes glaubte und gehorchte.
In 1. Mose lesen wir: "Und Gott, der HERR, machte Adam und seiner Frau Leibröcke aus Fell und bekleidete sie" 1. Mose 3,21, und ich persönlich denke, dass die Kinder von Adam und Eva später alles erzählt bekamen und Abel hier die Wechselbeziehung zwischen der Sünde seiner Eltern und des ersten Tieropfers erkannt hat. Allerdings haben sowohl Kain als auch Abel von dem gegeben was sie hatten, so dass ich es nicht an dem "Opfer" ausmachen möchte, warum Kains Opfer Gott nicht gefallen hatte.

Eine sehr schöne Auslegung zu diesem "mit Fellen bekleidet werden" findet sich m.E. hier bei auftanken.de:
Die Menschen hatten sich selbst Schürzen aus Feigenblättern gemacht (V. 7). Gott aber »macht Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an«. Das Geschenk dieser Bekleidung ist auf dem Hintergrund des Todes entstanden. Denn Fellkleidung setzt die Tötung von Tieren voraus. Nicht der Mensch musste am Tag des Ungehorsams sterben, sondern Tiere mussten ihr Leben lassen, damit die Menschen bekleidet werden konnten.
----
Christine hat geschrieben:ich glaube an die Erwählung Gottes, aber kann mit der Unterscheidung in die zwei unterschiedlichen Naturen von Anfang an auch wenig anfangen. Das wirft mehr Probleme auf, als dass es Fragen beantwortet.
Wir müssen nicht alles verstehen und eine der Bibelstellen, die mich sehr dazu ermahnt, ist diese: "Das Verborgene steht bei dem HERRN, unserm Gott; aber das Offenbare gilt uns und unsern Kindern für ewig, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun" 5.Mose 29,28.

Was aber Kain anbetrifft, so lesen wir das Zeugnis Evas über die Geburt ihres ersten Kindes: "Ich habe einen Mann hervorgebracht mit dem HERRN" 1.Mose 4,1b. Auch möchte ich noch an 1.Joh 3,12 erinnern: "Nicht wie Kain sollen wir sein, der aus dem Bösen war und seinen Bruder ermordete. Und weshalb ermordete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht". Wir sehen hier das Urteil Gottes über Kain im Zusammenhang mit seinen Werken. Aber auch wir werden ermahnt: Nicht wie Kain sollen wir sein.

Gruß, José

Gast

Re: Abels Opfer

Beitragvon Gast » 06.12.2011 09:32

Martha hat geschrieben:Der HERR selbst riet Kain "Gutes zu TUN und über die Sünde zu herrschen, 1.Mo.4,7.
Ich las gerade das baptistische Glaubensbekenntnis von 1689, Pkt. 9.4, eingestellt von Leo Sibbing am 3.12.2011 :
9.4. Wenn Gott einen Sünder bekehrt und ihn in den Stand der Gnade versetzt, befreit er ihn von der natürlichen Knechtschaft unter die Sünde9 und macht ihn allein durch seine Gnade dazu fähig, frei das zu wollen und zu tun, was geistlich gut ist;10 jedoch so, dass er wegen seiner bleibenden Verdorbenheit weder vollkommen noch ausschließlich das will, was gut ist, sondern er auch das will, was böse ist.11

Kain hätte also die Möglichkeit gehabt, Gutes zu tun.
Wie sonst könnte Gott Kain raten, Gutes zu tun und über die Sünde zu herrschen, wenn ER Kain zuvor nicht die Gnade dazu erwiesen hätte?

Gruß,Doris


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste