Was bedeutet "HEILIG"

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Gast

Was bedeutet "HEILIG"

Beitragvon Gast » 08.12.2011 08:05

Hallo,

in einem Vortrag von Paul Washer hörte ich folgende Erklärung der "Heiligkeit" und "geheiligt werden" :

Man stelle sich vor, man sei eine Karotte.
Die Hausfrau beginnt, Scheibe für Scheibe, daran abzuschneiden.
Irgendwann liegt ein Häufchen Karottenscheiben vor ihr...und...sie schiebt diese zur Seite....sondert sie also von der übrigen Karotte ab.
So sei es auch mit dem Geheiligt werden...Scheibe für Scheibe werden wir von der Welt abgesondert, bis die ganze Karotte geschnitten und vom Stapel der übrigen Möhren abgesondert ist.

Seither verstehe ich auch GOTTES Heiligkeit so - für den menschlichen Verstand total unbegreiflich.
Drei mal Heilig ! Drei mal mehr abgesondert!
Könnten wir da jemals Gottes Vollkommenheit begreifen?

Grüße, Doris

lutz
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Beitragvon lutz » 08.12.2011 18:43

Den Vortrag von Paul Washer kenne ich nicht, deshalb weiß ich auch nicht unter welcher Thematik er diese Aussage machte. Aber ich nehme mal an, dass er sich auf das bezieht, was so umgangssprachlich mit „persönlicher Heiligung“ gemeint ist.

Das beträfe bspw. so Stellen wie:
1. Petrus 1 (Menge):
15 sondern werdet nach dem Vorbild des Heiligen, der euch berufen hat, gleichfalls in eurem ganzen Wandel heilig, 16 weil ja doch geschrieben steht (3.Mose 11,44; 19,2): »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!«

oder
1. Thess. 4
3 Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr die Unzucht meidet, 4 daß ein jeder von euch wisse, sein eigenes Gefäß (d.h. wohl: Weib) sich zu erwerben (oder: zu besitzen) in Heiligkeit und Ehrbarkeit, 5 nicht in leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen, 6 daß niemand sich Übergriffe zuschulden kommen lasse und in Geschäften seinen Bruder übervorteile; denn ein Rächer ist der Herr über (oder: für) alle solche Verfehlungen, wie wir es euch schon früher gesagt und nachdrücklich bezeugt haben; 7 Gott hat uns ja nicht zur Unsittlichkeit berufen, sondern zur Heiligung. 8 Mithin wer (diese Weisungen) mißachtet, der mißachtet damit nicht einen Menschen, sondern Gott, denselben, der euch auch seinen heiligen Geist ins Herz gibt (oder: gegeben hat).

Die Schrift weist aber noch auf eine Bedeutung hin, die mit „Prozess“ nicht richtig beschrieben wäre. Hier wäre das Bild von „scheibchenweise Möhre“ nicht passend.
Das beträfe bspw. Stellen wie:
Hebräer 10, 10. 14
10 und auf Grund dieses Willens (Gottes) sind wir durch die Darbringung (= Opfergabe) des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt.
14 Denn durch eine einzige Darbringung (V.10) hat er die, welche sich (von ihm) heiligen lassen (wollen), für immer ans Ziel (= zur Vollendung) gebracht.


oder
1. Korinther 6
11 Und Leute solcher Art sind manche (von euch früher) gewesen. Doch ihr habt euch (in der Taufe) reinwaschen lassen, seid geheiligt worden, habt die Rechtfertigung erlangt durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unsers Gottes.

Lutz

PS:
Seither verstehe ich auch GOTTES Heiligkeit so - für den menschlichen Verstand total unbegreiflich.
Der Mensch (endlich, beschränkt …) kann Gott (unendlich, …) nie so „begreifen“, dass er sagen könnte: Jetzt habe ich „Gott“ ganz aufgeschlüsselt – so wie unter einem Mikroskop …
Deswegen ist es ja so unbegreiflich erstaunlich, dass sich Gott in Gnade herabgelassen hat sich seinen endlichen Geschöpfen zum Heil begreiflich zu offenbaren. Da kann man nur in Anbetung niederfallen …
Drei mal Heilig ! Drei mal mehr abgesondert!
Hier weiß ich überhaupt nicht, was du damit aussagen möchtest.

Gast

Beitragvon Gast » 09.12.2011 05:04

Hallo Lutz,

vielen Dank für die Erklärung und die Mühe, es hat mich zu einigen Gedanken angeregt.
Washer erklärte in dem Video (gibt ja leider sonst nix) die "persönliche Heiligung" und ich verstand es so, dass Gott uns hilft, uns nach und nach (Scheibchen), von der Welt absondert und "bildlich" auf die andere Seite des Tisches schiebt...weg von dem Weltlichen.
Washer betont in seinen Predigten ja immer, dass der Mensch - ohne Gott, selbst absolut nichts Gutes hervorbringt bzw. tun kann.
Gut, dass du dir die Mühe gemacht hast Verse raus zu suchen, die den Unterschied von :
"werdet" - zu
"in Jesu Leib sind wir" (vollbracht), herausstellen.
Das zeigt doch, dass wir trotz Erwählung in IHM, uns auch im Wandeln/Haltung aus Glauben und Gehorsam, heiligen sollen.
Oder vielleicht besser ausgedrückt, in IHM, in Jesus Christus, und durch IHN, wächst unser Streben im geheiligt werden, mehr und mehr (Scheibchenweise).
Nochmals zu meinem besseren Verständnis: wir sind in Jesus Christus vollkommen und doch treibt ER uns zu mehr und mehr und mehr an...
Ja, das gibt mir auch ein Erkennen, wie "endlich und beschränkt" mein Verständnis zu dem "ICH BIN",ist.

Weißt du Lutz, ich möchte Gott auch gar nicht völlig begreifen - geschweige etwa aufschlüsseln wollen, das endet nach meiner Auffassung letztendlich in unwürdigen Gedanken, bis hin zur Lästerung.
Ich möchte, auch in der Ewigkeit, immer diesen allmächtigen liebenden,herrlichen Vater haben, den ich mit Leib und Seele bewundern und anbeten darf ! ER soll immer vollkommener und heiliger sein als Alles und ich möchte ewiglich von IHM und seiner Liebe abhängig sein.

Mit dreimal heilig dachte ich an
Jesaja 6,3 Schl2000 hat geschrieben:Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen; die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit!
Gruß,Doris

lutz
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Beitragvon lutz » 09.12.2011 20:17

Hallo Doris,
Das zeigt doch, dass wir trotz Erwählung in IHM, uns auch im Wandeln/Haltung aus Glauben und Gehorsam, heiligen sollen.
Oder vielleicht besser ausgedrückt, in IHM, in Jesus Christus, und durch IHN, wächst unser Streben im geheiligt werden, mehr und mehr (Scheibchenweise).

Nochmals zu meinem besseren Verständnis: wir sind in Jesus Christus vollkommen und doch treibt ER uns zu mehr und mehr und mehr an...
Ja, das gibt mir auch ein Erkennen, wie "endlich und beschränkt" mein Verständnis zu dem "ICH BIN",ist.
Dazu formuliere ich mal so:
Das, was der „Ich bin“ für mich getan hat, sollte sich so konform wie möglich in meinem Leben (Wandel) niederschlagen, seinen Ausdruck finden …
Das setzt natürlich voraus, dass ich mich immer wieder damit auseinandersetze, was für mich getan wurde, wird und …
Ohne Verständnis ist es nicht möglich einen bewusst konformen Wandel zu führen (auch wenn der oft hinter dem herhinkt, wie er sein sollte – oft korrekturbedürftig ist und und und …).

Ohne dieses Verständnis ist auch eine Reue, Buße und entsprechende Frucht nicht zu erwarten, weil ich ja letztlich gar nicht begreife, in welcher Weise ich mich von etwas abwenden soll und noch weniger in welche Richtung ich jetzt zu gehen habe …
(Ich favorisiere keine Buße, die nicht weiß worum es geht und wohin es geht …)

Wie sich das jetzt konkret am Beispiel „Erwählung“ fassen ließe, zeigt Jakobus sehr gut: Jakobus 2, 1 – 5. Diese Vorgehensweise ließe sich prinzipiell auf jeden Bereich unseres Lebens anwenden.
Man könnte das Ganze dann unter folgendes Motto stellen:
Philipper 1 (Menge)
27 Nur verwaltet die Gemeinde (oder: führt euer Gemeinschaftsleben) so, wie es der Heilsbotschaft Christi (oder: von Christus) würdig ist; …
oder
Epheser 4
1 So ermahne ich euch denn, ich, der Gefangene im Herrn (oder: um des Herrn willen): Wandelt würdig der Berufung, die an euch ergangen ist, …
oder
1. Thess. 2
12 ermahnt und euch zugeredet und euch beschworen haben, ihr möchtet würdig des Gottes wandeln, der euch zu seinem (oder: für sein) Reich und zu seiner Herrlichkeit beruft.
oder
Epheser 5
1 Folgt also dem Vorbild Gottes nach als (von ihm) geliebte Kinder 2 und wandelt in der Liebe, wie auch Christus euch geliebt und sich selbst für uns als Weihegabe und Opfer dargebracht hat, Gott zu einem lieblichen Wohlgeruch.

Insofern würde sich eine Absonderung „Stück für Stück“ vollziehen.
Nur was „Absonderung“ anbetrifft, gebe ich auch Folgendes zu bedenken:
Es kann nicht in jedem Fall eine Absonderung von Menschen (sich von ihnen zurückziehen) gemeint sein (der Gedanke ist durchaus schnell gemacht und in die Tat umgesetzt):
1. Korinther 7
12 Den übrigen aber sage ich von mir aus, nicht der Herr: Wenn ein (christlicher) Bruder eine Ungläubige (= Nichtchristin) zur Frau hat und diese einverstanden ist, mit ihm weiterzuleben, so soll er sie nicht entlassen. 13 Ebenso, wenn eine (gläubige) Frau einen ungläubigen (= nichtchristlichen) Mann hat und dieser einverstanden ist, mit ihr weiterzuleben, so soll sie ihren Mann nicht entlassen. 14 Denn der ungläubige Mann ist durch seine Frau geweiht (= geheiligt), und die ungläubige Frau ist durch den (gläubigen) Bruder geweiht (= geheiligt); sonst wären ja auch eure Kinder unrein, und sie sind doch in Wirklichkeit geweiht (= heilig)
oder
24 Ein jeder, liebe Brüder, möge in dem Stande, in dem er berufen worden ist, bei Gott verbleiben!



Gruß Lutz

Jose
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Re: Was bedeutet "HEILIG"

Beitragvon Jose » 09.12.2011 22:09

Hallo Doris.
Gott ist heilig! und ich denke, wollten wir genau verstehen, was "HEILIG" bedeutet, müssten wir Gott verstehen. Das können wir nicht, aber wir wissen, dass "HEILIG" mit Sündlosigkeit zu tun hat, wenn wir an den Sündenfall und die Austreibung aus dem Paradies denken.

Johannes schreibt, "dass Gott Licht ist, und gar keine Finsternis in ihm ist" 1.Joh 1,5, und Paulus, dass Gott "ein unzugängliches Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen hat, auch nicht sehen kann" 1.Tim 6,16. Als Mose zu Gott sprach: "Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen!" 2.Mose 33,18, antwortet Gott: "Du kannst es nicht ertragen, mein Angesicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben" 2.Mose 33,20.

Obwohl wir also nicht wirklich erfassen können, was "HEILIG" bedeutet, so lesen wir doch oft Aussagen wie diese: "Und ihr sollt mir heilig sein, denn ich bin heilig, ich, der HERR. Und ich habe euch von den Völkern ausgesondert, um mein zu sein" 3.Mose 20,26. Ich denke, in diesem Vers befindet sich eine schöne Erklärung, was heilig sein bedeutet: Von Gott für IHN ausgesondert sein, um IHM zu gehören. Nun sind wir gefordert, im Gebet und Bibellesen, im besuchen der Versammlungen und Gemeinschaft pflegen mit Glaubensgeschwister, in unserem Alltag, Gott Raum zu geben, dass ER Seine Heiligkeit in uns und durch uns offenbaren kann.


Eine Begebenheit im alten Bund erschüttert mich, wenn ich daran denke:

Fremdes Feuer
"Und die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder sein Feuerbecken und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer vor dem HERRN dar, das er ihnen nicht geboten hatte. Da ging Feuer vom HERRN aus und verzehrte sie. Und sie starben vor dem HERRN" 3. Mose 10,1-2. Mose sagt dann zu Aaron: "Dies ist es, was der HERR geredet hat: Bei denen, die mir nahen, will ich geheiligt und vor dem ganzen Volk will ich verherrlicht werden" 3. Mose 10,1-3. An dieser Stelle sehe ich mich persönlich auch angesprochen, denn in Jesus dürfen auch wir uns Gott nahen. Sind wir uns bewusst, dass Gott durch uns geheiligt werden möchte? Unser Leben soll bezeugen, dass es IHM gehört. Wie oft beten es viele im sogenannten Vaterunser, das Gebet, dass uns zeigt, wie wir beten sollen: "Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name" Mt 6,9. Diese Bitte steht an erster Stelle und so soll Gott auch an erster Stelle in unserem Leben stehen.


Liebe Doris, ich hoffe, dass ich einigermaßen erklären konnte, was ich unter "HEILIG" verstehe:
  • - Gott ist heilig, in einer für uns unvorstellbaren Weise.
    - Gott hat uns geheiligt, durch Jesus Christus.
    - Gott will durch uns geheiligt werden.
Welch ein Segen liegt auf einem Leben, selbst wenn es durch sehr schwere Prüfungen geht, die Gott zu unserer Zubereitung und zu Seiner Verherrlichung zulässt. Als Hiob seine Kinder auf einem Schlag verlor, da sagte er: "Nackt bin ich aus meiner Mutter Leib gekommen, und nackt kehre ich dahin zurück. Der HERR hat gegeben, und der HERR hat genommen, der Name des HERRN sei gepriesen!" Hiob 1,21. Sein Leben, mit allem was er hatte, war dem Herrn geweiht, war heilig dem Herrn.


Sicherlich ist das Lied: Wenn Friede mit Gott, vielen oder allen bekannt:
  • 1. Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt,
    ob Stürme auch drohen von fern,
    mein Herze im Glauben doch allezeit singt:
    Mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn!
    Mir ist wohl - in dem Herrn,
    mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn.

    2. Wenn Satan mir nachstellt und bange mir macht,
    so leuchtet dies Wort mir als Stern:
    Mein Jesus hat alles für mich schon vollbracht;
    ich bin rein durch das Blut meines Herrn.
    Mir ist wohl ...

    3. Die Last meiner Sünde trug Jesus, das Lamm,
    und warf sie weit weg in die Fern;
    Er starb ja für mich auch am blutigen Stamm;
    meine Seele, lobpreise den Herrn!
    Mir ist wohl ...

    4. Nun leb ich in Christo, für Christum allein;
    sein Wort ist mein leitender Stern.
    In ihm hab ich Fried und Erlösung von Pein,
    meine Seele ist selig im Herrn.
    Mir ist wohl ...

    Quelle: http://www.christliche-gedichte.de/?pg=4302
Dieses Lied entstand vor einem tragischen Hintergrund:
Als erfolgreicher Anwalt in Chicago wusste Horatio Spafford von friedlichen und glücklichen Tagen. Er war der Vater von vier Töchtern, ein aktives Mitglied der presbyterianischen Kirche, ein loyaler Freund und Unterstützer von D.L.Moody und anderen evangelikalen Führern seiner Zeit. 1871 begann mit dem großen Standtbrand in Chicago eine Serie des Unheils, als zunächst die beträchtlichen Immobilienanlagen der Familie einfach weggewischt wurden. Als Mr.Moody und seine Musikmitarbeiterin Ira Sankey für eine evangelistische Kampagne von USA nach Großbritannien fuhren, entschied sich Spafford, das Gemüt seiner Familie etwas zu heben, indem er ihnen einen Urlaub nach Europa spendieren wollte. Auch plante er, dort den Moody-Sankey Versammlungen beizustehen.
Im November 1873 wurde Spafford durch ein dringendes Geschäft aufgehalten, aber er sandte seine Frau und seine vier Töchter wie geplant mit der S.S.Ville du Harve los, um ihnen so bald wie möglich zu folgen. Auf halber Strecke wurde das Schiff im Atlantik von einem englischen Motorschiff angefahren und sank innerhalb von 12 Minuten. Alle vier Spafford Töchter - Tanetta, Maggie, Annie und Bessie - waren unter den 226 Ertrunkenen. Mrs.Spafford war unter den wenigen, die wie durch ein Wunder gerettet wurden.
Horatio Spafford stand stundenlang an Deck des Schiffs, dass ihn zu seiner besorgten Frau nach Cardiff, Wales bringen sollte. Als das Schiff die ungefähre Stelle passierte, wo seine geliebten Töchter ertrunken waren, empfing Spafford anhaltenden Trost von Gott, der es ihm das Schreiben des Textes ermöglichte: "ob Stürme auch drohen von fern ... mir ist wohl in dem Herrn."
Quelle: http://www.impactev.de/?main=hilfreiches/SusdH_toc.html
Gruß, José

Gast

Beitragvon Gast » 10.12.2011 06:55

Hallo Lutz, Hallo José,

erstmal ganz herzlichen Dank! Ich weiß Eure Zeit und Mühe zu schätzen.
lutz hat geschrieben:Das setzt natürlich voraus, dass ich mich immer wieder damit auseinandersetze, was für mich getan wurde, wird und …
Ohne Verständnis ist es nicht möglich einen bewusst konformen Wandel zu führen (auch wenn der oft hinter dem herhinkt, wie er sein sollte – oft korrekturbedürftig ist und und und …).

Ohne dieses Verständnis ist auch eine Reue, Buße und entsprechende Frucht nicht zu erwarten, weil ich ja letztlich gar nicht begreife, in welcher Weise ich mich von etwas abwenden soll und noch weniger in welche Richtung ich jetzt zu gehen habe …
(Ich favorisiere keine Buße, die nicht weiß worum es geht und wohin es geht …)
Dem schließe ich mich ganz an. Doch der Hunger, die Freude und Lust - der Antrieb zum aktiven Wandel, der kommt von IHM.
Dann setze ich mich auch bewusst damit auseinander und schaue täglich an mir herunter - auf das Gewand das ich auf Erden trage.
Wichtig - so verstehe ich dich, ist die Lehre !, um das richtige Verständnis aufzubauen, damit mein Wandel auch mit Gottes Wille konform geht.
(In dieser Reihenfolge wirkte Gott an mir - also nur subjektive Sicht - und ich lief anfangs Gefahr, mir an einigen, für mich unangenehmen Stellen der Schrift, mir mein eigenes Heil zu basteln."Ein offiz.Danke an Christine,die mich richtig zurecht wies!")
O ja Lutz, du drückst es so treffend aus: "ohne dieses Verständnis, keine Frucht aus Reue u.Buße!"
Eine sog."Bekehrung und Wiedergeburt" wird leider oft im "Drive in" Verfahren bestätigt - ohne die gesunde Lehre.
Ich freue mich, dass ich in diesem Forum Geschwister mit ernsthafter Verantwortung und Ehrfurcht vor Gott antreffe.

Lieber José,
du hast mir heute morgen eine wunderschöne Predigt beschert!
Vieles würde ich jetzt gerne zitieren und kommentieren, doch ich möchte deine Antwort mit der Zitatfunktion nicht zerpflücken.

Ja, HEILIG ist Sündlosigkeit und "ausgesondert" ( treffender als mein "abgesondert/abgeschnitten)- damit behaupte ich nicht, dass wir Sündlosigkeit auf Erden erreichen
2.Mose33,20
"Du kannst es nicht ertragen, mein Angesicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben"

Ich verstehe es so, dass unser Gott Vater uns nur IN seinem Sohn Jesus, ansehen kann. Ist der Mensch nicht IN Jesus Christus, wird der Blick Gottes ihn verbrennen.
So hast du es auch beschrieben: " An dieser Stelle sehe ich mich persönlich auch angesprochen, denn in Jesus dürfen auch wir uns Gott nahen."

Du schreibst: "Welch ein Segen liegt auf einem Leben, selbst wenn es durch sehr schwere Prüfungen geht, die Gott zu unserer Zubereitung und zu Seiner Verherrlichung zulässt."

Hier liegt leider das Unverständnis vieler Christen und ist eine Bestätigung zu Lutz' obiger Aussage, dass das (richtige) Verständnis vorhanden sein muss. Wenn man dies verstanden hat, dann hat man Gottes Ratsschluss und Ordnung verstanden und ruht im Vertrauen und Frieden unseres HERRN.
Und noch ruht seine Gnade auf den Ungerechten, wie auch auf den Gerechten... noch.
Welch eine Gnade, dass wir dies erfassen dürfen!

Herzliche Grüße an Euch alle,
Doris


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