Alter Bund - neuer Bund - 1000jähriges Reich

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 07.01.2012 20:15

Christine hat geschrieben:Danke Lutz für die Links, ich bin schon ganz interessiert am lesen.
Ich freue mich, dass du interessiert liest und hoffe, dass die Link dir wirklich helfen deine Sicht zu überdenken.

Gruß

Peter

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Sanftwut
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Beitragvon Sanftwut » 07.01.2012 21:34

Peter01 hat geschrieben: Ok, wer gibt die grenze zwischen wörtlich und nicht wörtlich vor? Was wird wörtlich verstanden und was nicht? Ober gibst du dir die Grenze selbst vor? Die Zwei Tiere in Offenbarung 13: Verstehst du diese auch wörtlich? Bestimmt nicht oder? Nun warum dann das 1000-jährige Reich?
Hallo Peter,

immer dann wenn in der Schrift konkrete Zahlen mit einer Zeitangabe verbunden werden ist die Regel diese Angaben wörtlich zu nehmen.
So war der erste Tag der Schöpfung wirklich der erste Tag der aus 24 Stunden bestand. Die Zeit von der Ankündigung der Flut bis zur Flut waren echte 120 Jahre (1.Mose 6,3). Noah wurde wirklich 950 Jahre alt.
Die 42 Monate die das Tier in Offenbarung 13 seinen Einfluss ausübt sind echte 42 Monate oder 3 1/2 Jahre. Und genauso sind die 1000 Jahre in Offenbarung echte 1000 Jahre. Es gibt keinen Grund sie symbolisch zu sehen, bzw. kann es von der Schrift her nicht begründet werden.

Gruß
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Jose
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Die Offenbarung und das tausendjährige Friedensreich

Beitragvon Jose » 07.01.2012 22:59

Hallo Christine.
Zu dem Thema habe ich im Forum bereits etwas geschrieben:
Jose hat geschrieben:Wir leben noch im Zeitalter der Gemeinde, aber Jesus kommt bald. Wann Jesus kommt, wissen wir aber nicht. Die endgültigen Endgerichte Gottes über diese Welt werden dann kommen, wenn die Gemeinde Jesu entrückt sein wird. Nach den Gerichten wird das tausendjährige Friedensreich errichtet werden, in dem offenbar werden wird, wie herrlich es unter der Herrschaft Gottes hätte sein können. Der Friede bleibt in der Zeit aber nur erhalten, weil Satan gebunden ist: "Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden und wird hinausgehen, die Nationen zu verführen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und den Magog, um sie zum Krieg zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand des Meeres" Offb 20,7-8. Warum es das tausendjährige Friedensreich geben wird, dazu kann ich mich an keine Erklärung erinnern. Auf jeden Fall wird spätestens dann offenbar werden, wie gerecht Gottes Gericht über alle Ungerechtigkeit ist.

Den ganzen Beitrag siehe: hier
Herzlichen Gruß,
José

Jose
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Nachfrage an Leo

Beitragvon Jose » 07.01.2012 23:30

Leo_Sibbing hat geschrieben:Bei dem Thema geht es mir aber gar nicht so sehr um die Endzeitfrage, sondern mehr um Fragen wie:
Wer gehört zur Gemeinde und wer nicht? Wer hat den Heiligen Geist dauerhaft und wer nicht? Was war die Erwartung Gläubiger im At an den Messias?(Aufrichtung Israels oder Sühnung der persönlichen Schuld)
Hallo Leo.
Entschuldige bitte eine Nachfrage: ich persönlich finde die Themen, die du erwähnst, auch wichtig und einer gesonderten Betrachtung als separate Themen wert.

Wie siehst du es?

Gruß, José

Christine
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Beitragvon Christine » 08.01.2012 13:16

Hallo,

also ich habe mit Freuden feststellen können, dass die dispensionalistische Sichtweise, die hier im Forum (in den Links von Lutz) kritisch diskutiert worden ist, sehr fundiert ist und alles sauber mit der Bibel begründen kann.

Alles läuft letztlich darauf hinaus, ob es nach der Wiederkunft Jesu noch eine Zeit gibt, oder ob dann gleich darauf die ganze Schöpfung verbrennt werden wird. Wobei es auch Christen gibt, die darunter nicht das Universum verstehen, sondern nur einen oberflächlichen Flächen-Brand auf dem Planet Erde.

In jedem Fall ergibt sich aber die Schwierigkeit, die vielen Bibelstellen, die von einem zukünftigen Reich sprechen, historisch in die Vergangenheit zu verlagern. Alles, was darüber prophezeit wurde muss also schon stattgefunden haben. Damit werden viele Prophezeiungen nur sehr bildhaft und oberflächlich verstanden und in letzter Konsequenz verworfen. Gottes Wort kann nicht mehr wann immer möglich in einer einfachen Bedeutung verstanden werden.

Ich hab ein wenig geforscht und gefunden, dass auch Calvin sehr dafür einstand, die Bibel wann immer möglich, wörtlich zu verstehen. Er meinte, dass "der wahre Schriftsinn der natürlichen und offenkundigen Bedeutung entspricht. " Das meine ich auch.

"Wenn das Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn?" fragt Zinsendorf ein dem Lied "Herr, dein Wort, die edle Gabe". Und das ist der Punkt. Wenn ich nicht mehr glauben soll, was geschrieben steht, dann fördert das den Unglauben, der Glaube verliert seinen festen Halt.

Danke für den Link, José. Du hast damals keine Antworten auf deinen Beitrag erhalten, ich bin gespannt, was dieses mal passiert.

Gruß Christine

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 08.01.2012 13:38

Sanfwut hat geschrieben:immer dann wenn in der Schrift konkrete Zahlen mit einer Zeitangabe verbunden werden ist die Regel diese Angaben wörtlich zu nehmen. So war der erste Tag der Schöpfung wirklich der erste Tag der aus 24 Stunden bestand. Die Zeit von der Ankündigung der Flut bis zur Flut waren echte 120 Jahre (1.Mose 6,3). Noah wurde wirklich 950 Jahre alt.
Die 42 Monate die das Tier in Offenbarung 13 seinen Einfluss ausübt sind echte 42 Monate oder 3 1/2 Jahre. Und genauso sind die 1000 Jahre in Offenbarung echte 1000 Jahre. Es gibt keinen Grund sie symbolisch zu sehen, bzw. kann es von der Schrift her nicht begründet werden.
In den prophetischen Büchern gibt es ja einige Zeitangaben, woher nimmst du die Sicherheit, das die heutigen Angaben, wie lange ein Tag , ein Monat und ein Jahr ist, genau mit den Angaben in diesen Büchern identisch ist? Es gibt ja dann noch diese beiden Bibelstellen:
Ps 90,4 Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist, und wie eine Wache in der Nacht.
2. Petrus 3,8 Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass beim Herrn ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag.

Die 1000 Jahre könnten genau so eine Vollzahl sein, wie die 144.000 aus Offb 14,3.
Gruß Joschie
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Beitragvon Joschie » 08.01.2012 13:43

Christine hat geschrieben:also ich habe mit Freuden feststellen können, dass die dispensionalistische Sichtweise, die hier im Forum (in den Links von Lutz) kritisch diskutiert worden ist, sehr fundiert ist und alles sauber mit der Bibel begründen kann.
Laß uns an deinen Freuden teilhaben und nenne uns die klaren biblischen Belege.
Gruß Joschie
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Beitragvon Christine » 08.01.2012 14:00

Hallo Joschie,

zuerst müsste ich dazu wissen, was du nun glaubst.
Peter schrieb, dass er an das Reich Gottes glaubt, er hat aber leider nicht definiert, was er damit genau meint.

Wie ist das mit dir? Kannst du das Reich Gottes definieren? Was passiert auf bzw mit dieser Erde, wenn Jesus wiederkommt?

Gruß Christine

Jose
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Zeitabschnitte und Zeitangaben

Beitragvon Jose » 08.01.2012 14:02

Joschie hat geschrieben:
Sanfwut hat geschrieben:immer dann wenn in der Schrift konkrete Zahlen mit einer Zeitangabe verbunden werden ist die Regel diese Angaben wörtlich zu nehmen. So war der erste Tag der Schöpfung wirklich der erste Tag der aus 24 Stunden bestand. Die Zeit von der Ankündigung der Flut bis zur Flut waren echte 120 Jahre (1.Mose 6,3). Noah wurde wirklich 950 Jahre alt.
Die 42 Monate die das Tier in Offenbarung 13 seinen Einfluss ausübt sind echte 42 Monate oder 3 1/2 Jahre. Und genauso sind die 1000 Jahre in Offenbarung echte 1000 Jahre. Es gibt keinen Grund sie symbolisch zu sehen, bzw. kann es von der Schrift her nicht begründet werden.
In den prophetischen Büchern gibt es ja einige Zeitangaben, woher nimmst du die Sicherheit, das die heutigen Angaben, wie lange ein Tag , ein Monat und ein Jahr ist, genau mit den Angaben in diesen Büchern identisch ist? Es gibt ja dann noch diese beiden Bibelstellen:
Ps 90,4 Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist, und wie eine Wache in der Nacht.
2. Petrus 3,8 Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass beim Herrn ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag.

Die 1000 Jahre könnten genau so eine Vollzahl sein, wie die 144.000 aus Offb 14,3.
Wenn Gott von Zahlen redet, dann lasse ich es auch so stehen. Warum sollte ich mich auch unnötig damit belasten. Ich lasse auch die Zeitangaben bei der Erschaffung der Welt stehen. Irgendwo las ich mal, dass manche das auch anzweifeln und sogar die Evolutionstheorie mit der Schöpfungsgeschichte in Einklang zu bringen versuchen und dabei auch von sehr langen Zeitabschnitten reden.

Danke für die Bibelstelle aus Psalm 90,4, Joschie. Die Aussage ist mir persönlich auch sehr wichtig, zeigt sie uns doch, wie unfassbar Gott für uns ist, der außerhalb von Raum und Zeit lebt.

José

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Sanftwut
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Beitragvon Sanftwut » 08.01.2012 18:33

Joschie hat geschrieben:In den prophetischen Büchern gibt es ja einige Zeitangaben, woher nimmst du die Sicherheit, das die heutigen Angaben, wie lange ein Tag , ein Monat und ein Jahr ist, genau mit den Angaben in diesen Büchern identisch ist? Es gibt ja dann noch diese beiden Bibelstellen:
Ps 90,4 Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist, und wie eine Wache in der Nacht.
2. Petrus 3,8 Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass beim Herrn ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag.

Die 1000 Jahre könnten genau so eine Vollzahl sein, wie die 144.000 aus Offb 14,3.
Hallo Joschie,

bei den von dir zitierten Bibelversen handelt es sich um einen Vergleich und nicht um eine konkrete Zeitangabe. Es ist richtig dass für Gott, der nicht der Zeit unterworfen ist ein Tag wie 1000 Jahre sind. Wenn er aber eine konkrete Zeitangabe macht, dann können wir uns darauf verlassen, dass sie tatsächlich so zu verstehen ist. Warum sollte Gott in Offb.20 mehrfach von einer Regierung seines Sohnes reden die 1000 Jahre dauert, wenn sie nicht wörtlich zu verstehen wäre. Was wäre denn nach deiner meinung die echte Zeitdauer der Königshwerrschaft des Herrn und der Bindung des Teufels, bis er wieder freigelassen wird?

Gruß
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Beitragvon Peter01 » 08.01.2012 20:18

Sanftwut hat geschrieben:immer dann wenn in der Schrift konkrete Zahlen mit einer Zeitangabe verbunden werden ist die Regel diese Angaben wörtlich zu nehmen.
So war der erste Tag der Schöpfung wirklich der erste Tag der aus 24 Stunden bestand. Die Zeit von der Ankündigung der Flut bis zur Flut waren echte 120 Jahre (1.Mose 6,3). Noah wurde wirklich 950 Jahre alt.
Die 42 Monate die das Tier in Offenbarung 13 seinen Einfluss ausübt sind echte 42 Monate oder 3 1/2 Jahre. Und genauso sind die 1000 Jahre in Offenbarung echte 1000 Jahre. Es gibt keinen Grund sie symbolisch zu sehen, bzw. kann es von der Schrift her nicht begründet werden.
Sanftwut, du bringst etwas total durcheinander. Wahrscheinlich siehst du das wörtlich, was du wörtlich sehen willst, weil es eben in dein Gedankenschema rein passt. Du hast nur einige Zahlenbeispiele gebracht, die natürlich unter anderen wörtlich zu verstehen sind. Doch auf die von Joschie gerechtfertigte Anmerkung betreffs z.B. den 144 Tausend, gehst du überhaupt nicht ein. Denn deiner Meinung nach, so du konsequent bist, müsstest du diese Zahl auch wörtlich verstehen. Denn du sagst: "Wenn er aber eine konkrete Zeitangabe macht, dann können wir uns darauf verlassen, dass sie tatsächlich so zu verstehen ist." Das ganze Buch der Offenbarung spricht meistens symbolisch. Daher liegt die Beweislast, dass das 1000-jährige Reich wörtlich zu verstehen ist, bei dir.

Dazu ein Auszug aus einem Artikel von Jack van Deventer und Hans-Werner Deppe:
Jack van Deventer und Hans-Werner Deppe hat geschrieben:Überhaupt stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien Dispensationalisten entscheiden, was in der Offenbarung buchstäblich gemeint ist und was nicht. Wohl kaum werden sie die „Säule“ in Offb 3,12 so auslegen, dass Gläubige die Ewigkeit lang buchstäbliche Pfeiler in einem buchstäblichen Tempels sein werden. Ebenfall an die historische Gemeinde von Philadelphia ist geschrieben, dass der Herr sie "aus" oder "vor" der Versuchung bewahren wird, "die über den ganzen Erdkreis kommt" (3,10). Buchstäblich verstanden, muss man dies auf die tatsächliche Gemeinde von Philadelphia im 1. Jahrhundert beziehen. Dispensationalisten verstehen das aber üblicherweise als eine Botschaft speziell an jene Christen, die nur wenige Jahre vor der Wiederkunft Christi leben.
Und was ist mit dem „Schlüssel“ und der „Kette“, mit dem der Satan in Offb 20,1 gebunden werden? Dispensationalisten beharren auf einer buchstäblichen Auslegung dieser Schriftstelle, da die nur hier vorkommende 1000-jährige Herrschaft für ihr System elementar wichtig ist. Letztlich können sie nur willkürlich oder durch willkürliche „Regeln“ bestimmen, was buchstäblich und was bildhaft zu verstehen ist.
Du unterliegst dem gleichem Irrtum, wie schon andere viele Menschen vor dir, indem sie bildliche bzw. symbolische Dinge wörtlich genommen haben, wie im folgendem Zitat beschrieben ist:
Jack van Deventer und Hans-Werner Deppe hat geschrieben:Das Neue Testament ist voller Beispiele, wo Menschen irrten, weil sie nicht verstanden, dass der Herr Jesus in bildhafter Sprache redete. Als Jesus von einem Tempel sprach und seinen Leib meinte (Joh 2,21), meinten die Juden irrtümlicherweise, er rede vom buchstäblichen Tempel. Das warfen sie ihm sogar als Anklage bei seinem Verhör vor (Mt 26,61). Nikodemus’ buchstäbliche Auslegung ließ ihn verwundern, wie denn eine neue, abermalige Geburt aus dem Leib der Mutter heraus möglich sei (Joh 3,4). Als der Herr eine „Quelle lebendigen Wassers“ erwähnte, „die ins ewige Leben quillt“, missverstand die samaritische Frau dies als wortwörtliche Quelle (Joh 4,10-15). Kurz darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern dass er eine „Speise“ habe. Da die Jünger soeben Nahrung besorgt hatten, wunderten sie sich und verstanden zunächst nicht, dass er dies bildhaft meinte (Joh 4,32-34). Als er sie vor dem „Sauerteig der Pharisäer“ warnte (Mt 16,6ff), erlagen sie demselben Irrtum. Diese Beispiele, die fortgesetzt werden könnten, zeigen bereits, dass eine konsequent literalistische Verstehensweise zu falschen Schlüssen führen kann.
Die 2 Auszüge wurden vom folgenden Artikel entnommen: http://betanien.de/verlag/material/material.php?id=108
Sanftwut hat geschrieben:Was wäre denn nach deiner meinung die echte Zeitdauer der Königshwerrschaft des Herrn und der Bindung des Teufels, bis er wieder freigelassen wird?
Die Position des Amillenialismus, zu der ich mich hiermit hinzuzähle, wurde schon zur Genüge beschrieben, so dass ich zur Info auf den folgenden Artikel von Pfr. Angus Stewart verweisen möchte, der auf deine Frage eingeht:

http://www.cprf.co.uk/languages/german_revelation20.htm

Gruß

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Beitragvon Joschie » 08.01.2012 21:59

Jose hat geschrieben:Danke für die Bibelstelle aus Psalm 90,4, Joschie. Die Aussage ist mir persönlich auch sehr wichtig, zeigt sie uns doch, wie unfassbar Gott für uns ist, der außerhalb von Raum und Zeit lebt.
Meine persönliche Meinung ist, das gerade bei der Auslegung aus den prophetischen Büchern, Nüchternheit und Zurückhaltung für uns geboten ist.
Sanftmut hat geschrieben:bei den von dir zitierten Bibelversen handelt es sich um einen Vergleich und nicht um eine konkrete Zeitangabe. Es ist richtig dass für Gott, der nicht der Zeit unterworfen ist ein Tag wie 1000 Jahre sind. Wenn er aber eine konkrete Zeitangabe macht, dann können wir uns darauf verlassen, dass sie tatsächlich so zu verstehen ist. Warum sollte Gott in Offb.20 mehrfach von einer Regierung seines Sohnes reden die 1000 Jahre dauert, wenn sie nicht wörtlich zu verstehen wäre. Was wäre denn nach deiner meinung die echte Zeitdauer der Königshwerrschaft des Herrn und der Bindung des Teufels, bis er wieder freigelassen wird?
Es ist richtig, es steht 1000 Jahre, es steht nirgends in der Bibel, wie viel Tage genau ein Jahr hat.Ich mache mir keine besonderen Gedanken über eschatologische Fragestellungen, wie die 3 1/2 Jahre im Buch Daniel oder die Zeitdauer über die Bindung des Teufels und wann er wieder freigelassen wird. Es gab und gibt sehr viele Zahlenspiele und Spekulationen in diesem eschatologischen Bereich und das ist nicht nur bei den Z.J. so gewesen, sondern diese Dinge gab/gibt es auch so im christlichen Bereich. Dafür sind nach meiner Beobachtung besonders Christen anfällig, die eine dispensationalistische Sicht der Eschatologie haben. Für mich persönlich ist diese ständige Beschäftigung mit der Eschatologie, eine unnötige Vergeudung von Kraft und Ressourcen.Für mich persönlich ist dieses Thema hier beendet!
Ich strebe nur eines entgegen und freue mich darauf, dieses ist die Wiederkunft des HRNN Jesus Christie! Maranatha!!
Gruß und Segen von Joschie
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Sanftwut
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Beitragvon Sanftwut » 08.01.2012 22:20

Peter01 hat geschrieben: Sanftwut, du bringst etwas total durcheinander. Wahrscheinlich siehst du das wörtlich, was du wörtlich sehen willst, weil es eben in dein Gedankenschema rein passt. Du hast nur einige Zahlenbeispiele gebracht, die natürlich unter anderen wörtlich zu verstehen sind. Doch auf die von Joschie gerechtfertigte Anmerkung betreffs z.B. den 144 Tausend, gehst du überhaupt nicht ein. Denn deiner Meinung nach, so du konsequent bist, müsstest du diese Zahl auch wörtlich verstehen. Denn du sagst: "Wenn er aber eine konkrete Zeitangabe macht, dann können wir uns darauf verlassen, dass sie tatsächlich so zu verstehen ist." Das ganze Buch der Offenbarung spricht meistens symbolisch. Daher liegt die Beweislast, dass das 1000-jährige Reich wörtlich zu verstehen ist, bei dir.
Hallo Peter,

die 144000 in Offenbarung sind sicher eine symbolische Zahl. Aber es handelt sich hier auch nicht um eine Zeitangabe. on Anfang an ist in der Bibel eine konkrete Zahl in Verbindung mit einer Zeitangabe, immer wörtlich zu verstehen.
Ansonsten ist mir die Position des Amilleniaismus bekannt, ich halte sie nur nicht für biblisch.
Auch die erste Auferstehung, die in Offenbarung 20 beschrieben wird, ist eine echte Auferstehung wie sie auch in 1. Kor. 15, 23ff von Paulus erklärt wird.

Gruß
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lutz
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Beitragvon lutz » 08.01.2012 23:13

Hallo,

ich stelle mal dieses hier rein:
http://www.bibelcenter.de/bibel/studien/d-std119.php
bezogen auf Offb. 20, 3 – 8
Ist hier von einem "Tausendjährigen Reich" die Rede, in welchem Christus auf Erden als politischer Herrscher regieren wird? Sind diese Aussagen nicht Teil einer Vision, die sich gar nicht auf Erden abspielte sondern vielmehr von einem Geschehen im Himmel handelt? Es finden sich zudem viele figurative Ausdrucksweisen in diesem Abschnitt, und es erscheint doch eher so, als sollte man besser nicht ein theologisches Konzept auf nur diese eine Stelle aufbauen, besonders auch deshalb, weil einige andere Stellen in der Schrift einer solchen Vorstellung eines irdischen Reiches mit Jesus als Weltherrscher zu widersprechen scheinen. Sind nicht alle die Details, die von bestimmten theologischen Schulen in diesen Abschnitt hineingelesen werden, eher Einbildung als das, was da geschrieben steht?
Was ist wörtlich, was ist bildlich? – ist für mich auch immer wieder eine Herausforderung.
Was ich aber verstehen kann ist: „nur auf diese eine Stelle gebaut“!
Was ich aber verstehen kann ist, dass Christus sagt: Mein Reich ist nicht von dieser Welt!
Was ich aber verstehen kann ist, dass Christus sagte: „Als er aber von den Pharisäern aufs Neue gefragt wurde, wann das Reich Gottes käme, gab er ihnen zur Antwort: „Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichem Gebaren (= unter augenfälligen Erscheinungen); man wird auch nicht sagen können: „Siehe, hier ist es!“ oder „dort ist es!“ Denn wisset wohl: Das Reich Gottes ist (bereits) mitten unter euch“. (Lukas 17, 20. 21 / Menge)

Also wie passt es? Ist es nicht so, dass ich hier anfangen muss „Spezialexperte“ in Sachen „Reich“ zu werden, weil bestimmte theologische Schulen raffinierte Unterscheidungen in Sachen „Reich“ machen müssen, damit es passt?
In der ganzen „Sache“ wäre ich auch ganz gern der einfache „Laie“, der mehr fragt als er erklären kann.

Lutz

Jose
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Wann beginnt das tausendjährige Friedensreich?

Beitragvon Jose » 08.01.2012 23:27

Joschie hat geschrieben:Ich strebe nur eines entgegen und freue mich darauf, dieses ist die Wiederkunft des HRNN Jesus Christie! Maranatha!!
Ja, das ist das allerwichtigste, und dass der Herr uns wachend und wirkend für Ihn findet.

Wie sieht es eigentlich aus mit der Reihenfolge der Ereignisse? Ohne alles im Detail deuten zu wollen, so sehe ich die Ereignisse doch als chronologisch, ausgehend von den Siegel, daraus die Posaunen und dann die Zornesschalen. Das tausendjährige Friedensreich ist erst danach. Die Gemeinde Jesu, die nicht für den Zorn bestimmt ist, sehe ich im Kapitel 7 bereits bei dem Herrn (Off. 7,9), während Israel versiegelt wird, um vor den Gerichten bewahrt zu bleiben (Off. 7,3).

Die Frage nach dem Zeitpunkt des tausendjährigen Friedensreiches ist mir insofern wichtig, um Klarheit darüber zu haben und Irrlehren begegnen zu können. Gibt es eine These die behauptet, wir befänden uns bereits darin? Ich meine so etwas irgendwo gelesen zu haben.

Persönlich verstehe ich z.B. Jesaja 11 als einen Hinweis auf dieses tausendjährige Friedensreich hier auf Erden, siehe auch meinen Beitrag: hier. Auf welche Zeit sollte es auch sonst hinweisen?


Hallo Sanftwut
Sanftwut hat geschrieben:Auch die erste Auferstehung, die in Offenbarung 20 beschrieben wird, ist eine echte Auferstehung wie sie auch in 1. Kor. 15, 23ff von Paulus erklärt wird.
Damit habe ich mich auch mal beschäftigt und mir wurde die Frage wichtig, wie diese in Offenbarung 20,5 erwähnte 1. Auferstehung wohl zu verstehen ist, auch hinsichtlich der Zählung. Mit der Gemeinde Jesu kann es nicht zusammenhängen, denn die Gemeinde ist nach meinem Verständnis bereits bei dem Herrn, mitsamt denen in Christo Entschlafenen vor dem Kommen des Herrn.

José


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