Was ist die Taufe und wozu soll sie dienen?

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

Moderatoren: Der Pilgrim, Peter01, Anton

Jose
Beiträge: 953
Registriert: 29.05.2010 19:23

Was ist die Taufe und wozu soll sie dienen?

Beitragvon Jose » 20.01.2012 20:42

Über das Thema: Was ist die Taufe und wozu soll sie dienen?, wollte ich bereits vor etlichen Monaten einen Thread eröffnen, aber es kam nicht dazu. Betonen möchte ich aber, dass ich niemand, der von der Richtigkeit der Kindertaufe überzeugt ist, verletzen möchte.

Es gab über die Taufe schon viel Austausch in diesem Forum. Bedingt durch Calvins Institutio wurde mir das Thema aber wieder sehr wichtig. Es folgen nun nur wenige Auszüge aus dem Institutio, wie sie hier im Forum unter "Die Institutio in einem Jahr lesen" zu finden sind.
IV,15,1
Die Taufe ist ein Zeichen der Einweihung, durch das wir in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden, um in Christus eingeleibt und damit zu den Kindern Gottes gerechnet zu werden. Sie ist uns aber nun – wie das nach unserer obigen Darlegung bei allen Sakramenten der Fall ist – von Gott zu dem Zweck gegeben, daß sie zum ersten unserem Glauben vor ihm und zum zweiten unserem Bekenntnis vor den Menschen diene.

Den ganzen Beitrag siehe: hier
Wie Calvin es schafft, die obige Aussage selbst für die Taufe von Säuglingen gültig sein zu lassen, ist für mich nicht nachvollziehbar, auf jeden Fall hat er die Kindertaufe heftig verteidigt, wie wir aus seinem Tadel an die, welche für die Glaubenstaufe eintraten, entnehmen:
IV,16,1
Nun haben aber zu unserer Zeit gewisse krankhafte Geister wegen der Kindertaufe schwere Wirrnisse in der Kirche erregt, und sie lassen auch noch nicht davon ab, Aufruhr zu machen. Ich kann angesichts dieser Tatsache nicht umhin, hier einen Anhang folgen zu lassen, um das Wüten dieser Leute in Schranken zu weisen. Wenn dieser Anhang jemandem zu weitläufig vorkommt, so bitte ich, der Betreffende wolle bei sich erwägen, wie doch die Reinheit der Lehre bei einer so ausnehmend wichtigen Sache und wie ebenfalls der Friede der Kirche bei uns von solchem Wert sein müssen, daß man etwas, das zu ihrer Herbeiführung beitragen mag, ohne Widerwillen aufnehmen muß. Außerdem werde ich mich bemühen, diese Erörterung derartig einzurichten, daß sie nicht wenig dazu dienen wird, das Geheimnis der Taufe klarer zu erläutern.

Den ganzen Beitrag siehe: hier
Ich war sehr überrascht, als ich so einiges gelesen hatte, wie Calvin sich gründlich mit der Angelegenheit auseinander gesetzt hat und auch auf Argumente der Gegner der Kindertaufe einzugehen scheint. Aber wollte Calvin wirklich wissen, was Wahrheit ist vor Gott oder nur die Kindertaufe rechtfertigen? Eine Verbindung zu dem Bund der Beschneidung sehe ich nicht.
IV,16,3
Nun stand aber für das Volk Gottes vor Einrichtung der Taufe an deren Stelle die Beschneidung, und wir wollen also untersuchen, welcher Unterschied zwischen diesen beiden Zeichen besteht und in welchen gemeinsamen Eigenschaften sie übereinstimmen. Daraus soll dann auch deutlich werden, was vom einen zum anderen hinüberführt.

Den ganzen Beitrag siehe: hier
Ich möchte fragen, ob wir wirklich die Taufe in Verbindung mit dem Bund der Beschneidung bringen dürfen. Der Bund der Beschneidung galt dem Volk Israel, die Taufe aber gilt allen Gläubigen.

Die Argumentation Calvins hat mich nicht überzeugt, auch wenn er schreibt:
IV,16,8

Jetzt gibt es keinen mehr, der nicht einsähe, daß die Kindertaufe keineswegs „vom Menschen aus zusammengeschmiedet worden“ ist – sie stützt sich ja auf eine so kräftige Billigung der Schrift!

Den ganzen Beitrag siehe: hier
Was die Beschneidung anbetrifft, so lesen wir im neuen Bund: "Die Beschneidung ist nichts, und das Unbeschnittensein ist nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes" 1.Kor 7,19. Im neuen Bund gelten also diese äußeren Zeichen nichts mehr, wenn sie nicht in der Verbindung mit dem Glauben geschehen. Was ist ausschlaggebend für Kinder des neuen Bundes: "Denn weder Beschneidung noch Unbeschnittensein gilt etwas, sondern eine neue Schöpfung" Gal 6,15. Die neue Schöpfung ist das was zählt, die Wiedergeburt durch den Geist, wodurch wir zu Gotteskindern werden. Wenn jemand nun von neuem geboren ist, soll der alte Mensch begraben werden. Wenn wir lesen: "So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so werden auch wir in Neuheit des Lebens wandeln" Röm 6,4, dann ist das nichts, was ein Säugling macht, denn es geht darum, "in Neuheit des Lebens zu wandeln".

All das, was Calvin geschrieben hat, gerät nach meiner Überzeugung mit einer einzigen Bibelstelle ins Wanken: "Als sie aber auf dem Weg fortzogen, kamen sie an ein Wasser. Und der Kämmerer spricht: Siehe, da ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?" Apg 8,36. Das ist eine persönliche Entscheidung, die dem persönlichen Glauben folgt. Und dann passt die Reihenfolge auch: "Die nun sein Wort aufnahmen, ließen sich taufen; und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzugetan" Apg 2,41. Zur Gemeinde hinzugetan dürfen nur solche werden, welche gläubig sind. Etwas anderes erkenne ich in der Schrift nicht.

Gruß, José

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

Beitragvon Joseph28 » 21.01.2012 08:16

Hola, José...

„Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet“ (1.Mose 15,6; Römer 4,3; Galater 3,6; und Jakobus 2,23). Der Glaube ist der Schlüssel zum Verständnis des biblischen Begriffs der Beschneidung.

Zum Beispiel hatte die Beschneidung einen äußeren Aspekt, der die Entfernung der Vorhaut war. Als Abraham seine Vorhaut durch die Beschneidung entfernte, war das Ergebnis die Erfüllung der Verheißung an Abraham. Isaak wurde geboren, obgleich sowohl Sarah als auch Abraham sexuell tot waren (Römer 4,19 mit Hebräer 11,11) — das heißt, waren sie beide nicht in der Lage, Geschlechtsverkehr zu machen (ganz zu schweigen von Kinder zu haben). Der Glaube an Gottes Verheißung führte zur Entfernung des Todes, und damit war das Ergebnis das Leben: wurde der verheißene Samen (Isaak) geboren.

Es gab einen inneren Aspekt der Beschneidung, und das war Gerechtigkeit. Wenn jeder Israelit die gleichen Verheißungen Gottes an Abraham glaubte, empfing er auch Gerechtigkeit wie Abraham, und damit wurde sein Herz beschnitten. Jesus bracht in Wechselbeziehung diese innere Beschneidung mit Gerechtigkeit, als er das größte Gebot in der Bibel beschrieb:
Matthäus 22, 35-37; Schlachter 2000 hat geschrieben:und einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, stellte ihm eine Frage, um ihn zu versuchen, und sprach: Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«.
5. Mose 30, 5-6; Schlachter 2000 hat geschrieben:Und der Herr, dein Gott, wird dich in das Land zurückbringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es in Besitz nehmen, und er wird dir Gutes tun und dich mehren, mehr als deine Väter. Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, daß du den Herrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst.
So der echte Jude, der wahre Sohn Abrahams, war nicht derjenige, der beschnitten von Körper war, sondern einer, der beschnitten am Herzen ist (Römer 2,28-29 und Galater 3,6-8). Gerechtigkeit ist die Beschneidung des Herzens. Abraham war gerechtfertig, weil er an die Verheißungen Gottes glaubte. Da die Beschneidung des Herzens unsichtbar immer war, leider konnte man in dieser Hinsicht einen beschnittenen Körper mit einem unbeschnittenen Herzen auch haben.

Im Neuen Testament ist die Beschneidung des Herzens noch Gerechtigkeit durch Glauben, und damit wird der Gläubiger im Neuen Testament ein Sohn Abrahams laut Römer 2,28-29 und Galater 3,6-8. (Der Neue Bund daher ist die Fortsetzung des abrahamischen Bundes.) Allerdings ist das Zeichen der Beschneidung des Herzens nicht mehr die Entfernung von gestorben Fleisches, sondern die Beseitigung von gestorben Geistes zum Leben (Kolosser 2,11-12). Im Neuen Testament, wenn man Gottes Gerechtigkeit empfängt, wird der Tod des menschlichen Geistes entfernt, und das Ergebnis ist das ewige Leben: so ist man hier „wiedergeboren“.

In der Bibel ist Gott immer der Gegenstand des Glaubens; der Gehalt Glaubens ist also immer das Wort Gottes. Also wenn man Gerechtigkeit durch den Glauben an das Wort Gottes empfängt, entfernt das Wort Gottes den geistigen Tod. Man ist mit dem ewigen Leben Jesu Christi vereint, weil der Heilige Geist vereint einen mit dem Leben Jesu Christi, der „das Wort Gottes“ ist. Der Fachausdruck für diese Vereinigung ist Taufe. Die Taufe ist die Umwandlung vom Tod zum Leben, und so hat man den Begriff der Reue — das heißt, das Drehen vom Tod zum Leben. Oder anders gesagt, das lebendige „Wasser“ des ewigen Lebens Jesu Christi „wäscht“ den Schmutz des geistlichen Todes von uns weg (Epheser 5,26 und Titus 3,5).

Da der Heilige Geist führt einen in Einheit mit dem ewigen Leben Jesu Christi, wird man daher „durch Wasser und Geist“ wiedergeboren laut Johannes 3,5. (Das Wasser ist das ewige Leben, das Jesus zu der Frau am Brunnen in Johannes 4,9-11 angeboten hatte.) So Wassertaufe ist das Zeichen für einen, der wiedergeboren ist. Es lohnt sich auch hier zu wiederholen: die Wassertaufe kann auftreten, auch wenn man in der Tat ein unbeschnittenes Herz hat. Deshalb kann Wassertaufe einen nicht mehr gerechtfertigen, als die äußere Beschneidung im Alten Testament Gerechtigkeit dem alttestamentlichen Jude gewährleistete. Man muß Gottes Gerechtigkeit durch glauben an Gottes Wort haben, um ein beschnittenes Herz im sowohl alten Testament als auch Neuen Testament zu haben (Römer 2,28-29 und Galater 3,6-8).

Liebe Grüße,
Joseph
„Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ (1.Johannes 1,4)

Jose
Beiträge: 953
Registriert: 29.05.2010 19:23

Bund der Beschneidung oder Bund des guten Gewissens?

Beitragvon Jose » 21.01.2012 17:24

Joseph28 hat geschrieben:„Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet“ (1.Mose 15,6; Römer 4,3; Galater 3,6; und Jakobus 2,23). Der Glaube ist der Schlüssel zum Verständnis des biblischen Begriffs der Beschneidung.
Olá Joseph. Danke zunächst für deine ausführliche Antwort. Leider könnte ich aber deine Aussage: "Der Glaube ist der Schlüssel zum Verständnis des biblischen Begriffs der Beschneidung" noch nicht nachvollziehen.

Was den Bund der Beschneidung anbetrifft, so lesen wir: "Dies ist mein Bund, den ihr halten sollt, zwischen mir und euch und deinen Nachkommen nach dir: Alles, was männlich ist, soll bei euch beschnitten werden; und zwar sollt ihr am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden! Das wird das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch" 1.Mose 17,10-11. Das war also ein äußeres Zeichen, ein Gebot Gottes an Israel.

Du erwähnst Römer 4,3, aber um was ging es Paulus: Wollte er damit den Bund der Beschneidung rechtfertigen oder wollte er darauf hinweisen, worauf es ankommt? Wenn wir lesen: "Denn wir sagen, dass der Glaube dem Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet worden ist. Wie wurde er ihm denn zugerechnet? Als er beschnitten oder unbeschnitten war? Nicht in der Beschneidung, sondern in dem Unbeschnittensein" Röm 4,9-10. Nach meinem Verständnis ging es Paulus darum zu zeigen, dass das äußere Zeichen letztlich nicht das entscheidende war, ja nicht einmal das Halten des Gesetzes, lesen wir doch: "Denn nicht durchs Gesetz wurde Abraham oder seiner Nachkommenschaft die Verheißung zuteil, dass er der Welt Erbe sein sollte, sondern durch Glaubensgerechtigkeit " Röm 4,13.
Joseph28 hat geschrieben:So Wassertaufe ist das Zeichen für einen, der wiedergeboren ist. Es lohnt sich auch hier zu wiederholen: die Wassertaufe kann auftreten, auch wenn man in der Tat ein unbeschnittenes Herz hat. Deshalb kann Wassertaufe einen nicht mehr gerechtfertigen, als die äußere Beschneidung im Alten Testament Gerechtigkeit dem alttestamentlichen Jude gewährleistete. Man muß Gottes Gerechtigkeit durch glauben an Gottes Wort haben, um ein beschnittenes Herz im sowohl alten Testament als auch Neuen Testament zu haben (Römer 2,28-29 und Galater 3,6-8).

Ist die Taufe nun für den gläubigen und wiedergeborenen oder auch für den mit einem unbeschnittenen Herzen, d.h. auch für Ungläubige und somit auch für Säuglinge? Ich weiß von keiner Bibelstelle, in der die zweite Argumentation eine Begründung hätte. Der Hinweis auf den Bund der Beschneidung würde die Kinder mit einbeziehen, aber ist die Taufe im neuen Bund das korrespondierende zum Bund der Beschneidung?

Joseph, deine Antwort habe ich nun mehrmals gelesen. Ich hoffe, nichts überlesen zu haben. Mir fehlt immer noch die Begründung für den Übergang von "Bund der Beschneidung" zum "Bund des guten Gewissens in der Taufe", wie wir lesen: "Das Abbild davon errettet jetzt auch euch, das ist die Taufe - nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches, sondern die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen - durch die Auferstehung Jesu Christi" 1.Petr 3,21. Das ist für mich ein großer Unterschied zum Bund der Beschneidung, der nur äußerlich war.

Liebe Grüße,
José

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5646
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 21.01.2012 17:44

@Jose, hier im Forum gab es schon mehre Threads, wo sich über das Thema Taufe ausgetauscht wurde. Es gab auch schon den Austausch über die Bundestheologie hier im Forum, aus diesem Grund erschließt sich mir nicht, warum du diesen Thread hier wieder eröffnet hast.
Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

Beitragvon Joseph28 » 21.01.2012 20:44

Hola, José...

Gottes Bund mit Abraham war nicht auf das sichtbare Zeichen der Beschneidung beschränkt, sondern gehörte auch auf Glaubensgerechtigkeit, die das unsichtbare Zeichen der Beschneidung des Herzens ist.

Zum Beispiel...
Römer 4, 10-11; Schlachter 2000 hat geschrieben:Wie wurde er ihm nun angerechnet? Als er beschnitten oder als er noch unbeschnitten war? Nicht als er beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war! Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er schon im unbeschnittenen Zustand hatte, damit er ein Vater aller unbeschnittenen Gläubigen sei, damit auch ihnen die Gerechtigkeit angerechnet werde;
Da Abrahams äußere sichtbare Beschneidung war ein „Siegel“ für die innere unsichtbare Beschneidung des Herzens, die Glaubensgerechtigkeit war.

Der Neue Bund ist die Erweiterung des Bundes mit Abraham, da Gottes Rechtfertigung nur durch Glauben noch immer kommt. „Abraham glaubte Gott, und Gott rechnete sein Glaube als Gerechtigkeit zu ihm.“ Im Neuen Bund empfängt man auch die Vergebung der Sünden hier. (Bitte klicke hier für eine Übersicht des Neuen Bundes.) Die folgenden Verse zeigen, dass unser Gewissen durch die Vergebung der Sünden gereinigt ist.
2. Korinther 7, 10; Schlachter 2000 hat geschrieben:Denn die gottgewollte Betrübnis bewirkt eine Buße zum Heil, die man nicht bereuen muß; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod.
1. Johannes 3, 21; Schlachter 2000 hat geschrieben:Geliebte, wenn unser Herz uns nicht verurteilt, dann haben wir Freimütigkeit zu Gott;
Im Hebräerbrief umfasst diese Reinigung nicht nur das Gewissen, sondern auch die ganze Person laut Hebräer 10,22. (Zum Beispiel, wenn die Prostituierte die Füße Jesu mit ihren Tränen und Haar wusch, gab es keinen Zweifel daran, dass Jesus sowohl ihr Gewissen als auch ihren Körper durch sein Wort gereinigt hatte gemäß Lukas 7,36-39.) Wenn wir unsere Kinder auf die gleiche Weise taufen, dass die Juden ihre männlichen Kinder nach der Geburt beschnitten, dann haben wir einen Ausgangspunkt, von dem wir unsere Kinder über die unsichtbare Beschneidung des Herzens lehren können, das die Wiedergeburt „durch Wasser und Geist“ ist.

Zum Beispiel...
Titus 3, 5; Schlachter 2000 hat geschrieben:da hat er uns — nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit — errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes,
Dieses „Waschen“ kommt durch Glaubensgerechtigkeit, und daher haben wir die Wassertaufe, die das sichtbare „ Siegel“ (wie Abrahams Beschneidung) in dem Neuen Testament jetzt ist. Die unsichtbare Taufe dann ist das „Siegel“ des Heiligen Geistes (Hebräer 11,11; Epheser 1,13; und Epheser 4,30). Damit ist das unsichtbare Siegel des Heiligen Geistes die Bestätigung („Firmung“ oder „Konfirmation“) des sichtbaren Siegels der Wassertaufe.

Liebe Grüße,
Joseph
„Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ (1.Johannes 1,4)

Jose
Beiträge: 953
Registriert: 29.05.2010 19:23

"Firmung" und "Konfirmation" ?

Beitragvon Jose » 09.03.2012 19:54

Joseph28 hat geschrieben:Dieses „Waschen“ kommt durch Glaubensgerechtigkeit, und daher haben wir die Wassertaufe, die das sichtbare „ Siegel“ (wie Abrahams Beschneidung) in dem Neuen Testament jetzt ist. Die unsichtbare Taufe dann ist das „Siegel“ des Heiligen Geistes (Hebräer 11,11; Epheser 1,13; und Epheser 4,30). Damit ist das unsichtbare Siegel des Heiligen Geistes die Bestätigung („Firmung“ oder „Konfirmation“) des sichtbaren Siegels der Wassertaufe.
Hallo Joseph.
Tut mir Leid, dass ich mich erst jetzt zu dem Thema wieder melde. Ich hatte nun lange Zeit darüber nachzudenken.

Mit "unsichtbare Taufe" meinst du wohl den Empfang des Heiligen Geistes, bestätigt in der "Firmung" oder "Konfirmation". Ich komme aus dem Katholizismus und tue mich sehr schwer mit dem Brauch der Firmung, da ich im Katholizismus überhaupt keine echte biblische Grundlage und Belehrung erkenne, welche auf die Notwendigkeit der Bekehrung hinweisen.

Vielleicht verstehe ich deine Aussagen aber nicht richtig, vielleicht meinst du mit katholisch nicht die röm. katholische Kirche. Darf ich dich fragen, wie du zur katholischen Kirche stehst?

Danke und Gruß,
José


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste