Eunuchen sind reserviert für das Reich Gottes

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

Moderatoren: Der Pilgrim, Peter01, Anton

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

Eunuchen sind reserviert für das Reich Gottes

Beitragvon Joseph28 » 05.05.2012 15:39

Hallo, Brüder (Geschwister)...

Ich öffne ein neues Thema mit viel Beben, aber mit der Hoffnung, dass das Wort Gottes kann uns leiten, um auch sehr unbequeme Wahrheiten besser zu verstehen.

Wir alle kennen Menschen, die sich am homosexuellen Lebensstil beteiligt sind. Solche Menschen sind meistens sehr sympathisch und manchmal scheinen wie sehr erfreuliche Leute. (Auf Englisch bedeutet das Wort „Gay“ eigentlich „fröhlich.“) Ich persönlich kenne zwei Homosexuellen, die HIV haben. Hier habe ich Mitgefühl für sie als meine natürliche Reaktion wie ein Gläubiger an Christus.......

Was sagt Jesus über Homosexuellen? Es gibt eine Stelle in Matthäus, die scheint auf Homosexuellen hinzuweisen. In dem Zusammenhang, muß der Leser zuerst akzeptieren, dass in der Antike einige sogenannten Verschnittene (Eunuchen) bekannt waren, Homosexualität zu praktizieren. Damit kann man den Vers (unten) in einem weiteren Sinne verstehen.
Matthäus 19, 11-12 (Schlachter 2000) hat geschrieben:Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es!
Jesus sagt, dass (a) einige Menschen geboren werden, deren sexuelle Orientierung und/oder Geschlechtsorgane „von Mutterleib“ unnatürlich geformt/befallen waren; (b) andere geboren werden, deren sexuelle Orientierung und/oder Geschlechtsorgane „von Menschen“ unnatürlich geformt/befallen waren; und schließlich gibt es (c) andere, die vollkommene sexuelle Enthaltsamkeit wählen —abgesehen von der Beschaffenheit ihrer Geschlechtsorgane und/oder sexuellen Orientierung— so dass sie sich auf das Reich Gottes widmen würden. In der Tat spricht der Apostel Paulus über diese vollkommene sexuelle Enthaltsamkeit für die gleichen Ziele in (1. Korinther 7, 6-8).

Wenn wir davon ausgehen können, dass Jesus in einem weiteren Sinne zur Homosexualität (Verse, oben) bezeichnet hat, dann sind einige Homosexuellen so geboren; und natürlich sind andere Homosexuellen so, weil sie in diesem Lebensstil von anderen eingeführt wurden. Unabhängig ist der Abschluss das gleiche: diejenigen, die Homosexuellen sind, können die vollkommene sexuelle Enthaltsamkeit (wie jede „straight“ Person) für das Reich Gottes wählen... mit anderen Worten, sagt Jesus hier, dass solche Eunuchen für das Reich Gottes reserviert seien. Lass mich schließen und sagen, dass Zölibat die Wahl für die meisten Homosexuellen nicht ist. Die Verse in Römer 1, 24-32 sind offensichtliche die Folgen, wenn man von Gott in dieser Hinsicht getrennt bleibt.

Was sind eure biblischen Gedanken in Bezug auf diese Auslegung?

Wenn man mit dieser Schlussfolgerung nicht einverstanden ist, dann muß man sich auch mit den genauen Worten Jesu in dem Zusammenhang dieser Verse befassen: „Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist.... Wer es fassen kann, der fasse es!“

Liebe Grüße,
Joseph

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5652
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 05.05.2012 19:33

Hallo Joseph!
Zuerst mal zum besseren verständnis den Text Math.19.1-12
1 Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, verließ er Galiläa und kam in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan. 2 Und es folgte ihm eine große Volksmenge nach, und er heilte sie dort. 3 Da traten die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn und fragten ihn: Ist es einem Mann erlaubt, aus irgend einem Grund seine Frau zu entlassen? 4 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf 5 und sprach: »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; und die zwei werden ein Fleisch sein«? 6 So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! 7 Da sprachen sie zu ihm: Warum hat denn Mose befohlen, ihr einen Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen? 8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch wegen der Härtigkeit eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen. 9 Ich sage euch aber: Wer seine Frau entläßt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe. 10 Da sprechen seine Jünger zu ihm: Wenn ein Mann solche Pflichten gegen seine Frau hat, so ist es nicht gut, zu heiraten! 11 Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist. 12 Denn es gibt Verschnittene2, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es!
In diesem Textabschnitt geht es um die Ehescheidung und die Ehelosigkeit.
Die Pharisäern fragten, ob Scheidung aus jedem Grund gesetzmäßig sei. Ganz gleich, wie er antworten würde, er würde auf jeden Fall einen Teil der Juden erzürnen. Eine Richtung hatte eine sehr liberale Einstellung zur Scheidung, die andere war dagegen sehr streng.Die Pharisäer dachten, sie hätten den Herrn nun bei einem Widerspruch zum AT entdeckt. Hatte nicht Mose Gesetze bezüglich der Scheidung erlassen? Ein Mann konnte seiner Frau einfach eine schriftliche Bescheinigung über die Scheidung ausstellen und sie dann aus seinem Haus verweisen (5. Mose 24,1-4).
Jesus stimmte zu, daß Mose die Scheidung erlaubt habe,allerdings war das nicht das Beste, was Gott mit der Menschheit vorhatte, sondern hatte seine Ursache in der abtrünnigen Haltung Israels: »Mose hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen.« Gottes eigentliche Absicht war es, daß es keine Scheidung geben sollte. Den einzigste Grund den Jesus für die Scheidung benennt ist "Unsucht".Als die Jünger die Lehre des Herrn über die Scheidung gehört hatten, zeigten sie,daß sie selbst nur in Extremen denken konnten,indem sie die absurde Meinung vertraten,wenn man sich nur aus einem Grunde scheiden lassen könne, wäre es besser, gar nicht zu heiraten, als verheiratet zu sündigen.Aber das würde sie nicht davor bewahren,als Ledige zu sündigen.So erinnerte sie der Herr daran,daß der Stand der Ehelosigkeit nicht die Regel sei. Nur diejenigen, denen in dieser Hinsicht eine besondere Gnadengabe gegeben sei, könnten sich der Ehe enthalten.Der Ausdruck »Nicht alle fassen dieses Wort, sondern denen es gegeben ist«bedeutet nicht, daß nicht alle das folgende verstehen können, sondern daß sie kein enthaltsames Leben führen können,wenn sie nicht dazu berufen sind. Der Herr Jesus erklärte, daß es drei Kategorien von »Verschnittenen« gibt. Einige Männer sind verschnitten, weil sie ohne Zeugungsfähigkeit geboren werden. Andere sind verschnitten, weil sie als Männer kastriert wurden.Aber Jesus hatte besonders diejenigen im Sinn, »die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen«. Diese Männer könnten verheiratet sein und keinen körperlichen Mangel tragen.Doch in der Hingabe an den König und sein Reich würden sie willentlich die Ehe aufgeben, um sich ganz und ohne Ablenkung der Sache Christi widmen zu können. Wie Paulus später schrieb: »Der Unverheiratete ist für die[Sache] des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefallen möge« (1. Kor 7,32). Ihre Ehelosigkeit ist nicht körperlich bedingt, sondern durch freiwillige Enthaltsamkeit. Nicht alle Menschen können so leben, sondern nur die, die durch Gott die Kraft dazu erhalten.
Im Judentum gab es ja die Beschneidung als Bundeszeichen. Körperliche Verstümmelungen wurden im Judentum abgelehnt, weil sie ein Zeichen für heidnische Götzendienste waren (z.B. Baalspriester). Es gab auch männliche Tempelprostituierte in verschiedene heidnische Kulte diese waren meistens Zwangs kastriert.
Joseph hat geschrieben:Wenn wir davon ausgehen können, dass Jesus in einem weiteren Sinne zur Homosexualität (Verse, oben) bezeichnet hat, dann sind einige Homosexuellen so geboren; und natürlich sind andere Homosexuellen so, weil sie in diesem Lebensstil von anderen eingeführt wurden. Unabhängig ist der Abschluss das gleiche: diejenigen, die Homosexuellen sind, können die vollkommene sexuelle Enthaltsamkeit (wie jede „straight“ Person) für das Reich Gottes wählen... mit anderen Worten, sagt Jesus hier, dass solche Eunuchen für das Reich Gottes reserviert seien. Lass mich schließen und sagen, dass Zölibat die Wahl für die meisten Homosexuellen nicht ist. Die Verse in Römer 1, 24-32 sind offensichtliche die Folgen, wenn man von Gott in dieser Hinsicht getrennt bleibt.
Was sind eure biblischen Gedanken in Bezug auf diese Auslegung?
Joseph deine Auslegung dieses Textes ist ganz schlicht und einfach ein Paradebeispiel von Eisexegese um es noch ganz freundlich zusagen. :motz: :motz: :motz:
Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

Beitragvon Joseph28 » 06.05.2012 03:01

Ach, Bruder Joschie…

Im Alten Testament findet man ein Beispiel einer Person, die mit physiologischen Mißbildungen geboren wurde.
1. Chronik 20,6 (Schlachter 2000) hat geschrieben:Und es kam wiederum zum Kampf bei Gat; dort war ein Mann von großer Länge, der hatte je sechs Finger und je sechs Zehen, im ganzen 24. Auch er stammte von Rapha ab.
Deformationen unter Menschen sind nicht an den Fingern und Zehen begrenzt. Wenn eine Person mit deformierten sexuellen Genitalien geboren ist, ist eine solche Person bezeichnet laut der Begriffsklärung in Medizin als ein Zwitter (oder besser ein Hermaphrodit). Manchmal sind diese Fehlbildungen so schwerwiegend, dass die sexuelle Identität solcher Person nicht erkennbar ist, und deshalb ist nicht entwickelt. Die sexuelle Identität ist daher verzerrt, wie solche(r) altert. Meiner Meinung nach wies Jesus auf solche Menschen hin, die mit solchen Mißbildungen geboren wurden. Es gibt Menschen, die im wörtlichen Sinne geschlechtslos (das heißt, ohne eine genaue sexuelle Identität) sind, und so sind sie geboren „Eunuchen.“

Dann gibt es andere Menschen wie der äthiopische Eunuch, zu dem Philip übermittelte die Heilsbotschaft des Evangeliums laut (Apg 8, 27-40). Anmerke, bitte: das griechische Wort hier in dieser Textstelle von der Apostelgeschichte ist nicht „οἰκονόμος“ (Kämmerer), sondern „εὐνοῦχος“ (Eunuch oder Kastrat). Solche Leute sind geschlechtslos gemacht durch die Hände der Menschen. Das heißt, ein Eunuch war der Verwalter des Harems des Königs, und als ein Mann stellte er keine Bedrohung für den Harem. Solche Eunuchen waren möglicherweise „normal“ geboren, die jedoch später kastriert wurden, um dem Harem eines Königs zu dienen. Es gibt genügende außerbiblischen Hinweise darauf, dass solche Eunuchen verzerrte sexuellen Identitäten hatten, und daher sie auch wie Homosexuellen im Leben sich beschäftigten.

In beiden Fällen oben, ist jede sexuelle Aktivität eine Folge einer verzerrten sexuellen Identität.

Schließlich gibt es diejenigen, die freiwillig aus jeder sexuellen Aktivität ganz zu verzichten, und sind diese Eunuchen für das Reich Gottes. Diese wiedergeborenen Gläubigen sind wie der Apostel Paulus, die die Interessen Christi über alles dienen.

Menschen, die sich als homosexuellen identifizieren, geben an, dass sie entweder auf diese Weise geboren wurden, oder wurden auf diese Weise gemacht durch den Einfluss von anderen Menschen. (Zum Beispiel waren einige früher Opfer von sexuellem Missbrauch.) Während Homosexualität eine Sünde ist, scheint die Antwort für die Homosexuellen in der Gemeinschaft des Glaubens sexuelle Enthaltsamkeit zu sein. Das heißt, der Homosexuelle, der sowohl Gerechtigkeit durch den Glauben als auch das Geschenk des ewigen Lebens empfängt, wird daher herausgerufen, um „ein Eunuch“ wie der Apostel Paulus für das Reich Gottes zu sein. Auf der anderen Seite, wenn es der gestattende Wille Gottes ist, um ausreichende Gnade zu schenken, dann könnte solche Person auch die Segnungen Gottes empfangen durch die Ehe mit einer Person des anderen Geschlechts.

Liebe Grüße,
Joseph

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5652
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 06.05.2012 16:24

Joseph hat geschrieben: um auch sehr unbequeme Wahrheiten besser zu verstehen.
Joseph, welche unbequeme Wahrheit meinst du konkret?
Worum geht es dir eigentlich in diesem Thread oder anders ausgedrückt, was genau willst du uns damit sagen?
Joseph hat geschrieben:Was sagt Jesus über Homosexuellen? Es gibt eine Stelle in Matthäus, die scheint auf Homosexuellen hinzuweisen. In dem Zusammenhang, muß der Leser zuerst akzeptieren, dass in der Antike einige sogenannten Verschnittene (Eunuchen) bekannt waren, Homosexualität zu praktizieren. Damit kann man den Vers (unten) in einem weiteren Sinne verstehen.
In seinem Evangelium will Matthäus zeigen, dass Jesus der lang erwartete Messias Israels ist, der einzige rechtmäßige Thronfolger Davids. Das Matthäusevangelium richtete sich primär zuerst an die Juden. Das Volk, das Jesus in Math.19.1-12 folgte, waren in der Mehrheit Juden, genau wie seine Jünger auch Juden waren.Diese waren in der Mehrheit ganz einfache Menschen, die sich bestimmt nicht in den Gewohnheiten und Sitten ihrer Nachbarländer auskannten. Du schreibst, der Leser muss akzeptieren ......, wenn der Leser nicht dieses Vorwissen hat oder es nicht akzeptieren will, ist er dadurch unfähig diesen Text richtig zu verstehen?Joseph, was du schreibst sind in meinen Augen Zirkelschlüsse, um die Bibelstellen irgendwie in deine persönliche Ansichten reinzupressen. Du schreibst von dem Text, der im weiteren Sinn zu verstehen ist, gibt es denn noch einen engeren Sinn und vielleicht auch noch einen Sinn hinter dem Sinn?
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

Beitragvon Joseph28 » 07.05.2012 00:42

Bruder Joschie…

Meine Beiträge und Diskussionen zu diesem sehr schwierigen Thema sollten nicht komisch zu sein. Halte ich das Studium des Wortes Gottes nicht wie eine Zirkusnummer, sondern eine sehr ernste Verwahrung, um Beratung und Unterstützung für biblische Seelsorger und Berater zu schreiben, die mit diesem sehr überempfindlichen Thema umgehen müssen.

dein Bruder in Christo,
Joseph
„Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ (1.Johannes 1,4)

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5652
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 07.05.2012 18:47

Hallo Joseph!
Ich habe deine beiden Beiträge nicht als komisch empfunden. Ich konnte selbst nach mehrmaligem Lesen nicht nachvollziehen, worauf du in deinen Beiträgen hinaus wolltest. Der Beitrag, des Threads "Eunuchen sind reserviert für das Reich Gottes", war da für mich persönlich auch nicht sehr hilfreich. Seelsorge ist ein sehr ernstes und wichtiges Thema, das in vielen Gemeinden nur noch ein Schattendasein führt. Es hat sich leider heute in der Seelsorge, so eine unselige Mischung von Psychologie plus einiger christlicher Versatzstücke breitgemacht. Jede Seelsorge, die nicht als absolute Grundlage das Wort Gottes hat, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt und dieses hat oft verheerende Auswirkungen. Für die Seelsorge, die das Wort Gottes als Grundlage nimmt, ist eine saubere Auslegung von existenzialistischer Bedeutung.Joseph, es gibt heute eine ganze Reihe von schwierigen Themen in der Seelsorge/Gemeinde. Das sind unter anderem Suizid, Depressionen, sexueller Missbrauch, Ehescheidung und Homosexualität. Uns stellt sich die Frage, wie gehen wir damit um?
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

Beitragvon Joseph28 » 08.05.2012 06:47

Bruder Joschie…

Die folgende Grafik fasst zusammen, was ich versuchte, durch meinen vorherigen Beiträge zu sagen.

Bild

In dem Buch Jesaja gibt es eine besondere Erwähnung für die Eunuchen, die sich auf das Reich Gottes widmen. Obwohl Eunuchen fortpflanzen nicht im natürlichen Sinne, um Kinder zu haben, zeigt der Herr, dass er seine gehorsamen Eunuchen mit besonderen Segen in seinem Reich geben werde.

Anmerkung: Das Wort „Verschnitten“ bedeutet „Eunuch.“
Jesaja 56, 3-5 (Schlachter 2000) hat geschrieben:Und der Fremdling, der sich dem Herrn angeschlossen hat, soll nicht sagen: Der Herr wird mich gewiss von seinem Volk ausschließen! Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum! Denn so spricht der Herr: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir gefällt, und an meinem Bund festhalten, denen will ich in meinem Haus und in meinen Mauern einen Platz und einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter; ich will ihnen einen ewigen Namen geben, der nicht ausgerottet werden soll.
Es besteht daher eine besondere Stelle für Eunuchen in das Reich Gottes. Jetzt kannst du endlich hier sehen, Joschie, warum ich diesen Beitrag mit dem Titel „Eunuchen sind reserviert für das Reich Gottes“ gegeben hatte.

Liebe Grüße im Herrn,
Joseph
„Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ (1.Johannes 1,4)

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5652
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 08.05.2012 19:01

Hallo Joseph!
Ich verstehe auch nach deinem dritten Beitrag nicht, worauf du eigentlich als Thema hinaus willst. Geht es dir um die besondere Stellung der "Eunuchen" im Reich Gottes, um die Homosexualität oder um spezielle Fragen zur Seelsorge?
Joseph hat geschrieben:In dem Buch Jesaja gibt es eine besondere Erwähnung für die Eunuchen, die sich auf das Reich Gottes widmen. Obwohl Eunuchen fortpflanzen nicht im natürlichen Sinne, um Kinder zu haben, zeigt der Herr, dass er seine gehorsamen Eunuchen mit besonderen Segen in seinem Reich geben werde.

Anmerkung: Das Wort „Verschnitten“ bedeutet „Eunuch.“
Jesaja 56, 3-5 (Schlachter 2000) hat geschrieben:Und der Fremdling, der sich dem Herrn angeschlossen hat, soll nicht sagen: Der Herr wird mich gewiss von seinem Volk ausschließen! Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum! Denn so spricht der Herr: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir gefällt, und an meinem Bund festhalten, denen will ich in meinem Haus und in meinen Mauern einen Platz und einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter; ich will ihnen einen ewigen Namen geben, der nicht ausgerottet werden soll.
Joseph ich kann deiner Interpretation von Jesaja 56,3-5 nicht folgen.
Dazu Jesaja 56,1-9(Schlachter 2000) hat geschrieben:Ermahnung an Israel, die Gebote zu halten. Auch der Fremdling darf Gott nahen
1 So spricht der Herr: Bewahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen, und meine Gerechtigkeit, um geoffenbart zu werden. 2 Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält: der den Sabbat hält, um ihn nicht zu entweihen, und seine Hand davor bewahrt, irgend etwas Böses zu tun! 3 Und der Fremdling, der sich dem Herrn angeschlossen hat, soll nicht sagen: Der Herr wird mich gewiß von seinem Volk ausschließen! Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum!1 4 Denn so spricht der Herr: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir gefällt, und an meinem Bund festhalten, 5 denen will ich in meinem Haus und in meinen Mauern einen Platz und einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter; ich will ihnen einen ewigen Namen geben, der nicht ausgerottet werden soll. 6 Und die Fremdlinge, die sich dem Herrn anschließen, um ihm zu dienen und den Namen des Herrn zu lieben [und] um seine Knechte zu sein, und alle, die darauf achten, den Sabbat nicht zu entheiligen, und die an meinem Bund festhalten, 7 die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden. 8 Gott, der Herr, der die Verstoßenen Israels sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu ihm sammeln, zu seinen Gesammelten!
Um den Text in Jesaja56,1-9 zu verstehen, ist es wichtig 5.Mose,23,2 zu betracheten. 2 Es soll niemand mit zerstoßenen Hoden und auch kein Verschnittener in die Gemeinde(Tempel) des Herrn kommen. In den Text von Jesaja 56,1-9 werden die Verschnittenen und Fremdlinge die den Sabbath und den Bund halten die Untreue und den Götzendienst in Israel in Jesaja 57 gegenüber gestellt.In den Text von Jesaja 56,1-9 werden die Verschnittenen und die Fremdlinge, die den Sabbat und den Bund halten, die Untreue und den Götzendienst von Israel inJesaja 57 gegenübergestellt. Von einem besonderen Segen allein für die Eunuchen kann ich in Jesaja 56,1-9 beim besten Willen nichs entdecken. :hm:
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

Beitragvon Joseph28 » 09.05.2012 00:43

Bruder Joschie…

Du erwähntest die Textstelle von 5.Mose...
5. Mose 23, 2-3 (Schlachter 2000) hat geschrieben:Es soll niemand mit zerstoßenen Hoden und auch kein Verschnittener in die Gemeinde des Herrn kommen. Es soll auch kein Bastard in die Gemeinde des Herrn kommen; auch die zehnte Generation seiner Nachkommen soll nicht in die Gemeinde des Herrn kommen.
Laut dieser Textstelle, zeigt Moses, dass Eunuchen aus der Gemeinde des Herrn ausgeschlossen waren. Da sind sie Ausgestoßene.

Die Textstelle in Jesaja ist aber prophetisch. Das heißt, zeigt diese Textstelle von Jesaja an, dass die Ausgestoßenen wie Ausländer und Eunuchen werden in der Gemeinde des Herrn in der Zukunft eingeschlossen werden.

Oder anders gesagt, ist dieses Kapitel 56 in Jesaja prophetisch des Neuen Bundes, der den Alten Bund ablösen würde. Diese Prophezeiung wurde erfüllt, als der äthiopische Eunuch, der ein afrikanischer war, in den Leib Christi getauft wurde von dem Schüler Philippus in der Apg 8, 26-39. Joschie, es ist bemerkenswert, dass zur Zeit dieser Eunuch beim Lesen der Schriftrolle Jesajas war -- und hiermit schließe ich meinen Beweisvortrag an!

Joschie, fragst du, warum ich über dieses Thema schreibe. Erstens ist das Thema biblisch, und so ist meine Absicht immer hier zur Erbauung. Zweitens ist das Thema nie von jemandem im Bibel Forum (BIFO) jemals diskutiert worden. Und schließlich ist Gottes Gnade einer des schwierigsten Begriffs der Bibel zu verstehen, weil sie leider zu oft mit der moralischen Freizügigkeit zur Sünde verbunden ist, da sie in der Tat nicht ist. Statt dessen geht Gnade um Vergebung und Versöhnung mit Gott an, das heißt, die Liebe Gottes sehnt sich nach der Ausgestoßenen der Welt, um denen „der Eunuch“ in der Bibel dargestellt wurde.

Liebe Grüße,
Joseph

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5652
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 09.05.2012 19:06

Bruder Joseph!
Vielen Dank für deinen Beitrag, jetzt verstehe ich endlich, worum es dir in diesem Thread geht. Wir liegen ja mit unserem Verständnis von verschiedenen Sachverhalten gar nicht so weit auseinander. Ich finde es sehr wichtig, dass man nachhakt, wenn man den Beitrag des anderen Nutzers nicht versteht :idea:
Gruß und Segen von Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Schultheiss
Beiträge: 12
Registriert: 27.01.2011 22:22
Wohnort: 04

Beitragvon Schultheiss » 18.05.2012 20:39

Hallo lieber Joseph,

Kann es vielleicht sein, dass du ein gewisses Argument salonfähig zu machen suchst, nämlich, dass hauptsächlich Homophile die Gabe der Ehelosigkeit hätten, und Heterophile demnach dann ja nach Lust und Laune heiraten können (und heiraten als Lizenz zur Ausübung des Geschlechtsverkehrs verstehen?)

Dem ist sicherlich nicht so. Jeder Christ sollte sich prüfen, ob er zur Ehelosigkeit prädestiniert ist, unabhängig von der sog. "sexuellen Identität", die nichts weiter ist als ein Konstrukt der Postmoderne, denn entweder man ist natürlich gepolt oder nicht (oder hat kein sexuelles Verlangen).

Jeremia, Johannes der Täufer, Paulus lebten z.B. ehelos. Unwahrscheinlich, dass sie das was sie für den HERRN geleistet haben auch nur ansatzweise als Verheiratete hätten leisten können.

Das NT bezeichnet Ehelosigkeit sogar stellenweise als den besseren Weg.

In der Auferstehung wird es keine Heirat geben.

In gewissen , sich selbst als "bibeltreu" verstehenden Kreisen werden die eindeutigen Schriftstellen bezügl. Ehelosigkeit konsequent ignoriert.
Stattdessen will man in bestimmten neoevangelikalen Kreisen erfolgreich, reich und sexy sein, und Gott dient dann in diesem pseudo-christlichem Götzenglauben nur als Erfüllungsgehilfe für die fleischlichen Wünsche.
Singles werden in bestimmten Gemeinden/Kirchen-wenn auch nicht unbedingt immer explizit und bewusst-diskriminiert und die Familie vergötzt -was im Widerspruch zur Mahnung des Paulus in 1.Kor (u. anderen Bibelstellen) steht, welcher konstatiert, dass es besser sei, nicht zu heiraten . Nichts gegen Familie, aber die biologische Familie ist gegenüber der geistlichen absolut zweitrangig.

Das hat auch John Piper erkannt.

http://www.youtube.com/watch?v=uTjq8MqOgjM

Ein Buchtipp noch dazu:
Christine A. Colon/Bonnie E. Field:
Singled Out: Why Celibacy Must Be Reinvented in Today's Church
http://books.google.de/books?id=8MdD-cJ ... &q&f=false

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

Beitragvon Joseph28 » 19.05.2012 07:35

Hallo, Schultheiss…

Das Video von John Piper war eine ausgezeichnete Diskussion um Gottes Eunuch, der sich an Gott für seine Herrlichkeit widmet. Herr Piper nie benutzte den Begriff „Eunuch“ in seiner Predigt, und er nie hinwies auf Matthäus 19, 11-12, aber er beschrieb den Eunuch Gottes sehr genau, und da betitelte ich diesen Beitrag hier „Eunuchen sind reserviert für das Reich Gottes“.

Homosexualität ist eine sexuelle Orientierung, die von einer sexuellen Identität stammt. Diese Orientierung war nicht der ursprüngliche Zweck von Gott, als er Mann und Frau schuf. Gott schuf Mann und Frau, so dass sie ein Fleisch in der Ehe wären. Das heißt, war Gottes Absicht für Männer und Frauen, um heterosexuelle Wesen zu sein. Wann und wenn ein Mann und eine Frau zusammen kommen, dann sie ein Fleisch würden...

Homosexualität existiert beim Menschengeschlecht, denn wenn Adam gegen Gott gesündigt hat, stellte sein Ungehorsam die Sünde in das Menschengeschlecht. Diese Sünde verunstaltete nicht nur die Beziehung des Menschen mit Gott, sondern auch die Beziehung des Menschen mit Menschen. Das heißt, ist Homosexualität das Ergebnis des Einflusses der Sünde auf die Menschheit: Sünde entstellte die sexuelle Orientierung und das Verhalten unter Menschen, und Homosexualität ist ein solches Ergebnis.

Zum Beispiel, wenn eine Person mit entstellten sexuellen Genitalien geboren ist, ist die sexuelle Identität entstellt. Es gibt keine offensichtliche sexuelle Identität oder Orientierung für eine solche Person. (Solche Person ist geboren ein Eunuch.) In gleicher Weise, wenn Genitalien eines Mannes aus seinem Körper entfernt werden, ist seine sexuelle Identität entstellt. Solche Entstellung ist sichtbar. (Solche Person ist gemacht ein Eunuch.)

Aber es gibt Beispiele für unsichtbare Entstellungen, die auch durch Sünde verursacht wird. Zum Beispiel treten interne Entstellungen, wenn eine „normal“ geborene Person sexuell oder emotional missbraucht ist. Die sexuelle Identität beeinflusst wird und daher entstellt. (Solche Person ist gemacht ein Eunuch.) Manche Menschen sind auch geboren entstellt --männlich oder weiblich-- als ihre sexuelle Orientierung für das gleiche Geschlecht ist. (Solche Person ist geboren ein Eunuch.) Diese Orientierung war nie die Absicht Gottes, aber ist Sünde die eigentliche Ursache dieser Entstellungen von Identität und Verhalten beim Menschengeschlecht--Dank des Ungehorsams Adams.

Während der Apostel Petrus und die anderen Apostel verheiratet waren, wählten sowohl Barnabas als auch der Apostel Paulus, auf Ehefrauen nicht sich zu nehmen, und so waren sie Eunuchen für das Reich Gottes (1. Korinther 9, 5-7). So Eunuchen müssen/sollen nicht „entstellte“ Menschen sein. Doch für diejenigen, die in der Tat emotionell oder sexuell entstellt sind, ruft der Herr sie, um seinem eigenen zu sein. Das heißt, in beiden Fällen sind sie hier nicht bezeichnet wie „Straight“ (normale) oder „Gay“ (abnorme) Personen, sondern nur wie Eunuchen für das Reich Gottes.

Bitte habe das Verständnis, dass Jesus den Begriff „Eunuch“ benutzte, um Homosexuelle einzuschließen meiner Meinung nach, da Eunuchen nie dazu beabsichtigt waren, beim Geschlechtsverkehr zu engagieren, das heißt, sind sie beabsichtigt von Gott und Menschen zum Zölibat zu bleiben. Damit kann man die Worte Jesu in Matthäus 19, 11-12 verstärken wie folgt:
Matthäus 19, 11-12 (Schlachter 2000) hat geschrieben:Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es gibt Homosexuellen, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Homosexuellen, die von Menschen gemacht sind; und es gibt sowohl Homosexuellen als auch Heterosexuellen, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es!
Am wichtigsten ist, und beachte bitte sehr sorgfältig, dass Jesus sowohl beginnt als auch endet diese Aussage mit dem Vorbehalt, dass nicht alle verstehen werden, noch werden alle diese Aussage akzeptieren!

Liebe Grüße,
Joseph

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5652
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 19.05.2012 08:53

Joseph hat geschrieben:Bitte habe das Verständnis, dass Jesus den Begriff „Eunuch“ benutzte, um Homosexuelle einzuschließen meiner Meinung nach, da Eunuchen nie dazu beabsichtigt waren, beim Geschlechtsverkehr zu engagieren, das heißt, sind sie beabsichtigt von Gott und Menschen zum Zölibat zu bleiben. Damit kann man die Worte Jesu in Matthäus 19, 11-12 verstärken wie folgt:
Matthäus 19, 11-12 (Schlachter 2000) hat geschrieben:Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es gibt Homosexuellen, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Homosexuellen, die von Menschen gemacht sind; und es gibt sowohl Homosexuellen als auch Heterosexuellen, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es!
Am wichtigsten ist, und beachte bitte sehr sorgfältig, dass Jesus sowohl beginnt als auch endet diese Aussage mit dem Vorbehalt, dass nicht alle verstehen werden, noch werden alle diese Aussage akzeptieren!
Joseph, ich habe für deine Art und Weise wie du hier den Bibeltext für deine Meinung missbrauchst, absolut kein Verständnis. Ich werde es auch nicht akzeptieren, dass du deine eigene Bibelübersetzung uns als die Bibelübersetzung von Schlachter2000 verkaufst. Ich habe dir schon einmal geschrieben, dass sich der Vers 12, auf den ganzen Text Math.19.1-11(Kontext) bezieht und nicht nur auf Vers 11. Das Jesus den Begriff "Eunuch" benutzte, um Homosexuelle einzuschließen, ist deine persönliche Interpretation. Deine Vorgangsweise, mit psychologischen Argumenten und exegetischen Zirkelschlüssen, uns deine Meinung von Homosexuellen und Heterosexuellen darzulegen. Sie ist für mich nichts anderes, als die fromme Variante, der biblischen Lehre über Ehe und Sexualität aufzuweichen und sonst nichts!
Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Benutzeravatar
Joseph28
Beiträge: 124
Registriert: 11.11.2011 23:05
Wohnort: San Antonio, Texas, USA

Beitragvon Joseph28 » 19.05.2012 14:27

Bruder Joschie…

Bitte, meine verstärkte Übersetzung aus Matthäus war nicht beabsichtigt, um eine Entweihung der heiligen Schrift zu sein. (Ich konnte irgendeine Übersetzung benutzt haben.) Du möchtest nicht mit meinen Schlussfolgerungen einverstanden, Bruder Joschie, aber ich bin zumindest zufrieden, dass du verstehst, was ich sagen wollte, und natürlich der Herr Jesus sagte, dass nicht alle können oder wollen in der Lage sein, diese Erklärung zu akzeptieren.

Liebe Grüße,
Joseph

lutz
Beiträge: 1052
Registriert: 02.12.2005 21:37
Kontaktdaten:

Beitragvon lutz » 19.05.2012 18:43

Hallo Joseph,
den Vortrag von Piper kenne ich nicht.
Aber ich habe dich so verstanden, dass deine Intention dahin geht, seelsorgerischen Rat für Homosexuelle zu finden.
Mir fällt es sehr schwer deiner Argumentation zu folgen und ich hoffe dir dies so verständlich zu machen. Wenn ich dabei Aussagen von dir überlesen habe, dann weise mich noch einmal speziell darauf hin. Danke!

Eingangs (1. Beitrag) hast du so formuliert:
Was sagt Jesus über Homosexuellen? Es gibt eine Stelle in Matthäus, die scheint auf Homosexuellen hinzuweisen. In dem Zusammenhang, muß der Leser zuerst akzeptieren, dass in der Antike einige sogenannten Verschnittene (Eunuchen) bekannt waren, Homosexualität zu praktizieren. Damit kann man den Vers (unten) in einem weiteren Sinne verstehen.
Ist das die Grundlage deiner Ausführungen?
Wenn wir davon ausgehen können, dass Jesus in einem weiteren Sinne zur Homosexualität (Verse, oben) bezeichnet hat, dann sind einige Homosexuellen so geboren; und natürlich sind andere Homosexuellen so, weil sie in diesem Lebensstil von anderen eingeführt wurden.
Eine solche Grundlage ist problematisch, weil du dann zusätzliche „Geschichtsinformationen“ als „Schlüssel“ verwendest, um eine Aussage Jesu zu verstehen. Joschie hatte dies auch schon angesprochen mit dem Begriff „Vorwissen des Lesers“.

Für mich stellen sich nach wie vor viele Fragen, stellvertretend nur mal:
Homosexualität angeboren? Worauf fußt diese Annahme?
Von Anderen zum Homosexuellen gemacht? Worauf fußt das?

Weiter bin ich überhaupt nicht damit einverstanden:
Wenn man mit dieser Schlussfolgerung nicht einverstanden ist, dann muß man sich auch mit den genauen Worten Jesu in dem Zusammenhang dieser Verse befassen: „Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist.... Wer es fassen kann, der fasse es!“
weil deine Grundannahme nicht klar der Bibel selbst entspringt. Darauf Schlussfolgerungen zu bauen, ist mindestens riskant.

Was ist die Hoffnung für Homosexuelle nach deinen Überlegungen?
Menschen, die sich als homosexuellen identifizieren, geben an, dass sie entweder auf diese Weise geboren wurden, oder wurden auf diese Weise gemacht durch den Einfluss von anderen Menschen. (Zum Beispiel waren einige früher Opfer von sexuellem Missbrauch.) Während Homosexualität eine Sünde ist, scheint die Antwort für die Homosexuellen in der Gemeinschaft des Glaubens sexuelle Enthaltsamkeit zu sein. Das heißt, der Homosexuelle, der sowohl Gerechtigkeit durch den Glauben als auch das Geschenk des ewigen Lebens empfängt, wird daher herausgerufen, um „ein Eunuch“ wie der Apostel Paulus für das Reich Gottes zu sein. Auf der anderen Seite, wenn es der gestattende Wille Gottes ist, um ausreichende Gnade zu schenken, dann könnte solche Person auch die Segnungen Gottes empfangen durch die Ehe mit einer Person des anderen Geschlechts.
Mit dem ersten Teil habe ich so meine Schwierigkeiten. Es sind die Homosexuellen selbst, die ihre Homosexualität erklären. Das kann nicht Fundament sein, solange die Bibel sich dazu klar äußert.
Die beiden Optionen in der Lebensgestaltung als Gläubiger sehe ich auch so.


In meiner Menge Übersetzung lautet das Ganze (Matth. 19, 10 – 12) so:
Da sagten die Jünger zu ihm: „Wenn es mit dem Rechtsverhältnis des Mannes gegenüber seiner Frau so steht, dann ist es nicht geraten, sich zu verheiraten.“ Er aber antwortete ihnen: „Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es (= das Verständnis dafür) gegeben ist. Es gibt nämlich zur Ehe Untüchtige (Andere Übersetzung: Es gibt Geschlechtsfreie oder: Geschlechtslose), die vom Mutterleibe her so geboren worden sind; und es gibt zur Ehe Untüchtige, die von Menschenhand zur Ehe untüchtig gemacht worden sind; und es gibt zur Ehe Untüchtige, die sich selbst um des Himmelreichs willen untüchtig gemacht haben. Wer es zu fassen vermag, der fasse es!“

Mir ist es überhaupt nicht schlüssig in die Verse die Homosexualität einzubinden, die in Römer 1, 18 ff. zu finden ist. Hier ist kein angeboren oder von Menschen dazu gemacht. Gibt es noch eine andere Erklärung für Homosexualität in der Bibel? – wäre dann meine nächste Frage.

Lutz


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast