Heilssicherheit oder Heilsgewißheit

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Gast

Beitragvon Gast » 31.07.2008 17:17

Kann man "Heilsgewissheit" haben, trotz der Möglichkeit des persönlichen Abfallens von Gott ?

"Heilsgewissheit" kommt aus dem Glauben an das Vollkommene Werk Jesu Christi, das ER am Kreuz für unsere Sünde sühnte und den Schuldschein der gegen uns war zerrissen hat, aus Buße und Umkehr zu Seinem Evangelium ! Die Gotteskindschaft durch die Neugeburt des Geistes, die ER gewirkt hat, ist logischer Weise die folge (?).

Da wir nicht Wissen ob wir im laufe unseres Lebens aus der Gnade fallen, da ja die Erlösung letztlich von uns abhängt - wir können ja Abfallen (?) - gibt es im gewissen sinne nicht mal eine "Heilsgewissheit", da sie ja behauptet das ich meine Vorgabe Erfülle.., eben nicht Abfalle !

Man hätte lediglich eine "Heilshoffnung", aber keine "Heilsgewissheit" geschweige denn eine "Heilssicherheit"

Ist dann nicht die "Heilsgewissheit" nur ein Frommer Wunsch, weil man sie ja nicht haben kann ?


Heilssichheit ?

"Heilssicherheit" ohne Gotteskindschaft (Johannes 3,1f) gibt es nicht - von daher wäre die Überlegung fällig - bin ich Jesu Christi Eigentum, kenne ich IHN, bin ich SEin Kind - diese Frage hat Priorität !

Ich möchte auch noch an Petrus erinnern der Jesus Christus dreimal verleugnete... er verlor seinen Glauben nicht da Jesus Christus für IHN gebetet hat (Er war ja sein Kind) und führte ihn zurück auf den Pfade !

P.s - ich habe Heilsgewissheit durch die Verheißungen Gottes an mich, in SEinem Sohn Jesus Christus... und ich Glaube das ER das Werk was ER in mir begonnen hat auch Vollendet, das schenkt mir zuversicht und eine Sicherheit die seinen Ursprung in IHN hat - nicht in MIR !

Gast

Beitragvon Gast » 31.07.2008 21:54

... Die Hoffnung die wir als seine Kinder auf IHN und Seine Verheißungen haben schenkt uns die Gewissheit... das ER sein Wort an uns erfüllt und uns ans Ziel bringen wird...

Dann kann man auch wie Paulus Sprechen - Röm 8, 37-39

Gast

Beitragvon Gast » 01.08.2008 10:33

Hallo Arne,
das Thema "Heilssicherheit" ist ein heftig umstrittenes Thema. Ich hing vor Jahren noch so dazwischen, nahm an, dass es ein echtes Abfallen geben kann.

Doch der Gedanke der Sohnschaft und der Wiedergeburt haben mich umdenken lassen (du hast ja schon angedeutet):

Wenn wir wiedergeboren sind, sind wir Erben und haben die Rechtsstellung eines angenommenen Kindes, welches dem leiblichen Kind gleichgeordnet wird. Wir sind dann Kinder Gottes. Wenn die Lehre vom Abfall der Wiedergeborenen so stimmen würde, müsste es heißen, dass wir einen Anspruch hätten, irgendwann Kinder Gottes zu heißen. Es heißt aber klar anders:
Röm 8,14 Denn alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, sind Gottes Kinder.
Röm 8,16 Dieser Geist gibt Zeugnis unsrem Geist, daß wir Gottes Kinder sind.
Röm 8,17 Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi; wenn anders wir mit ihm leiden, auf daß wir auch mit ihm verherrlicht werden.
Gal 3,26 denn ihr alle seid Gottes Kinder durch den Glauben, in Christus Jesus;
Das Problem ist aber wo anders bezüglich dem Abfall. Viele täuschen sich, machen sich etwas vor, sind nur äußerlich umgekehrt, nicht im Herzen und haben keinen Heiligen Geist empfangen und auch keine Wiedergeburt erlebt. Andere können das nicht erkennen und sehen. Es ist etwas innerliches, was man bestenfalls an den Äußerungen und den Früchten erkennen kann.

Entsprechend ist die Zusicherung, Kinder Gottes zu sein, immer bedingt an das richtige Verhalten und die richtige Einstellung. Daraus folgern viele, dass, sobald man dieses nicht hat, man auch kein Kind Gottes ist. Das ist nur dann der Fall, wenn man nie Kind Gottes war. Kinder Gottes sind vom Heiligen Geist getrieben, suchen den Willen Gottes und tun das aus ihrer neuen Natur heraus. Sie beweisen dadurch sich selbst, dass sie wiedergeboren sind. Die Zusicherung der Kindschaft ist daher nicht an dieses Verhalten gekoppelt, sondern, Kinder Gottes, wenn es denn echt ist, müssen so sein. Wer so nicht ist und lebt, ist vermutlich kein Kind Gottes.

Aus diesen Ansätzen heraus sind viele Verwirrungen leider entstanden.

Martin

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Georg
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Beitragvon Georg » 01.08.2008 14:03

Die Frage nach der Heilssicherheit ist echt interessant. Damit setze ich mich z.Z. auseinander. Ich hatte lange die Sicht, dass man sein Heil durch das "Abfallen" tatsächlich verlieren kann.

Eine Stelle zu diesem Thema ist mir in letzter Zeit nahe gegangen:
Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Eph. 2, 8- 9


Die Errettung ist vollkommen aus Gottes Gnade geschehen. Wir konnten da nichts dazu tun. Wir sind ungerecht und sündig seid unser Geburt, wir haben den Tod verdient. Aber Gott hat aus seiner unglaublichen Gnade unsere Errettung erwirkt, indem er Gerechtigkeit walten ließ, indem er seinen Sohn als reines Opfer gab. Das einzige Opfer, was uns erretten konnte.

Wenn wir jetzt nun errettet wurden, indem Gott uns (durch den Hl. Geist) zu sich zog und keine Werke uns gerecht machen können, dann dürften wir dieses Heil auch nicht mehr verlieren können, sonst wäre das ein Grund des Rühmens, dass wir es "geschafft" haben.
Die Schrift sagt aber, dass Gott seine Ehre mit keinem teilt. Er handelt und Ihm gehört auch jede Ehre.

Wenn ein Christ nun aus eigener Kraft sein Heil verlieren kann, könnte sich der Mensch diese Ehre nehmen, dass er den guten Kampf gekämpft hat und bis zum Ende durchgehalten hat. Das würde Gottes Plan widersprechen, findet ihr nicht?
Er errettet aus Gnade und ohne unserem Hinzutun, aber wir können dieses Heil aus unserer Kraft verlieren? Ich finde das widerspricht sich.

Man muss aber dazu sagen, dass viele Menschen sich Christen nennen, aber nie eine wirklich Wiedergeburt erlebt haben. Jesus spricht sogar von Menschen die Ihn "Herr Herr" nennen und Dämonen austreiben, aber doch nicht errettet sind.
Der Hebräerbrief spricht in Kapitel 6 auch von Menschen, die Gottes Gnade geschmeckt haben, aber sich trotzdem abgewandt haben. Jesus spricht auch vom untreuen Knecht, der Ihm zwar bewusst gedient hat, aber trotzdem nie Ihm gehört hat.
Viele "Christen" arbeiten ihr Leben lang hart in der Gemeinde, aber Jesus kennt sie nicht.

Ich studiere das Thema erst seit kurzem, deswegen bin ich mir in vielen Teilen noch nicht 100% sicher, aber ich denke dieses Muster spiegelt sich immer mehr ab. Wiedergeborene Menschen, die ihr Leben wirklich Gott abgegeben haben, können ihr Heil nicht selber verlieren.

Gottes Segen
Philosophie ist hochkonzentrierte Verwirrung.

Gast

Beitragvon Gast » 02.08.2008 07:08

Georg hat geschrieben:
Eine Stelle zu diesem Thema ist mir in letzter Zeit nahe gegangen:
Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Eph. 2, 8- 9


Die Errettung ist vollkommen aus Gottes Gnade geschehen. Wir konnten da nichts dazu tun. Wir sind ungerecht und sündig seid unser Geburt, wir haben den Tod verdient. Aber Gott hat aus seiner unglaublichen Gnade unsere Errettung erwirkt, indem er Gerechtigkeit walten ließ, indem er seinen Sohn als reines Opfer gab. Das einzige Opfer, was uns erretten konnte.


Das ist absolut richtig aber wir sollten auch beachten wie der Brief weitergeht. In vielen Briefen des Paulus findet sich die Reihenfolge

1. Verkuendigung dessen was Gott fuer uns getan hat und wer wir in Gott sind, d.h. Verkuendigung des Evangeliums der guten Botschaft. Teilweise durchsetzt - wie im Epheserbrief - oder nachgestellt - wie im Roemerbrief - mit der schlechten Botschaft dass wir von Gott durch unsere Suende getrennt sind bzw. waren.

2. Aufbauend auf der zuvor geschehenen, Glauben schaffenden Vekuendigung des Evangeliums dann die Darstellung der praktischen Konsequenzen dessen was Gott getan und die Aufforderung zum Handeln.

Diese Reihenfolge findet sich auch im Epheserbrief. Mit Kapitel 4 geht es los:
Eph 4:1 So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, daß ihr würdig wandelt der Berufung, zu welcher ihr berufen worden seid
und danach findet sich ein Imperativ nach dem Anderen. Zum Beispiel heisst es dann auch
Eph 5:1 Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder
Eph 5:2 und wandelt in der Liebe
Also nichts von wegen: Wenn ihr wirklich wiedergeboren seit, werdet ihr eh automatisch alles Gut machen, denn dann seit ihr ja Kinder Gottes, sondern Paulus fordert dazu auf als Kind Gottes zu leben!

Diese Reihenfolge findet sich manchmal sogar in einem Satz:
Eph 5:8
1) Denn ihr waret einst Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn.
2) Wandelt als Kinder des Lichts!
Und weiter schreibt Paulus auch:
Eph 5:5 Denn das sollt ihr wissen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), Erbteil hat im Reiche Christi und Gottes.
Eph 5:6 Niemand verführe euch mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens.
Eph 5:7 So werdet nun nicht ihre Mitgenossen!

Offensichtlich haelt Paulus es fuer moeglich, dass Christen Mitgenossen werden von Menschen, deren Tun sie vom Reich Gottes ausschliesst.


Georg hat geschrieben: Wenn wir jetzt nun errettet wurden, indem Gott uns (durch den Hl. Geist) zu sich zog und keine Werke uns gerecht machen können, dann dürften wir dieses Heil auch nicht mehr verlieren können, sonst wäre das ein Grund des Rühmens, dass wir es "geschafft" haben.
Die Schrift sagt aber, dass Gott seine Ehre mit keinem teilt. Er handelt und Ihm gehört auch jede Ehre.

Wenn ein Christ nun aus eigener Kraft sein Heil verlieren kann, könnte sich der Mensch diese Ehre nehmen, dass er den guten Kampf gekämpft hat und bis zum Ende durchgehalten hat. Das würde Gottes Plan widersprechen, findet ihr nicht?
Er errettet aus Gnade und ohne unserem Hinzutun, aber wir können dieses Heil aus unserer Kraft verlieren? Ich finde das widerspricht sich.
Zu dieser Schlussfolgerung muss man nicht kommen. Wir wissen, dass alles Gute und alles Positive das in uns gewirkt wird von Gott kommt. Wenn wir wirklich ehrlich zu uns sind, erkennen wir, dass in uns nichts Gutes wohnt und wir uns nicht bessern koennen. Wir koennen uns nicht einmal bekehren! Wir koennen nciht unsere Herzen aendern. Nur Gott kann durch sein Wort an uns wirken und eine Willensaenderung in uns schaffen. Jeder Sieg ueber Versuchung und Suende hat seinen Ursprung in Gottes Wirken durch sein Wort. Nicht in uns. Wenn wir uns genau betrachten und beobachten, erkennen wir das wohl.

ABER selbstverstaendlich koennen wir uns dieser Gnadenwirkung Gottes entgegenstellen. Und das bezeugt die Schrift auch und warnt uns davor. Nur eine Stelle will ich zitieren:
Rom 10:16 Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht; denn Jesaja spricht: «Herr, wer hat unsrer Predigt geglaubt?»
Rom 10:17 Demnach kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber durch Gottes Wort.
Rom 10:18 Aber ich frage: Haben sie etwa nicht gehört? Doch ja, «es ist in alle Lande ausgegangen ihr Schall und bis an die Enden der Erde ihre Worte».
Rom 10:19 Aber ich frage: Hat es Israel nicht gewußt? Schon Mose sagt: «Ich will euch zur Eifersucht reizen durch das, was kein Volk ist, durch ein unverständiges Volk will ich euch erzürnen.»
Rom 10:20 Jesaja aber wagt sogar zu sagen: «Ich bin von denen gefunden worden, welche mich nicht suchten, bin denen offenbar geworden, die nicht nach mir fragten.»
Rom 10:21 In bezug auf Israel aber spricht er: «Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem ungehorsamen und widerspenstigen Volk!»
Praktisches Beispiel:

Ich bin zur Zeit auf Geschaeftsreise und wie das oft geschieht, wenn man als Mann alleine reist, wurde mir auch hier vor zwei Tagen eine Karte zugesteckt, die mich dazu aufforderte Lady Rose anzurufen und mich ihrer Dienstleistungen zu erfreuen. Die Gnade Gottes hat mich dazu gebracht, diese Karte sofort wieder wegzuwerfen, aber ich weiss genau dass das nicht aus mir ist. Denn in mir - tut mir leid, wenn ich jetzt schockiere - wuerde sich durchaus Interesse an solchem Service finden und mein Egoismus koennte mich durchaus dazu bringen meine Ehe und Familie zu zerstoeren und mich vom Heil zu trennen.

War es eine Willensanstrengung meinerseits und meine Kraft, die mich dazu brachte, diese Karte wegzuwerfen. Nein, mit Sicherheit nicht. Es war nur das - mir leichte! - Nachgeben der Stimme des heiligen Geistes.

War es mein durch die "wahre Wiedergeburt" voellig veraendertes Wesen, dass mir die Suende unmoeglich macht? Nein, mit Sicherheit auch nicht. Ich finde dieses veranderte Wesen in mir nicht. Das Gute ist ausserhalb von mir in Christus. Gott verandert mich durch sein Wort und seine Sakramente aber wenn ich von Wort und Sakramenten getrennt werde oder mich trenne, stirbt das Leben Gottes in mir auch wieder ab. Denn es ist nicht ein Teil meines Wesens, sondern Christus, der DURCH DEN GLAUBEN in meinem Herzen wohnt. Wenn der Glaube nicht genaehrt wird, wird Christus irgendwann auch nicht mehr in meinem Herzen wohnen! Deswegen schreibt Paulus an Timotheus:
1Ti 4:16 Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe dabei! Denn wenn du solches tust, wirst du- FUTUR - sowohl dich selbst retten als auch die, welche dich hören.
In Christus sind wir sicher und nichts kann uns trennen von Gott. Dies verheisst uns die Schrift klar. Aber es ist eine Heilssicherheit in Christus!

Oft wird hier darauf verwiessen, dass eine Geburt ja nicht rueckgaeng gemacht werden kann und eine Wiedergeburt daher auch nicht. Aber Jesus beschreibt in Johannes 3 genau woraus die Wiedergeburt besteht: aus dem Glauben bzw. dem zum Glaubenkommen:
Joh 3:14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, also muß des Menschen Sohn erhöht werden,
Joh 3:15 auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Joh 3:16 Denn Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Joh 3:17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn gerettet werde.
Joh 3:18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
Wiedergeboren sein heisst also im Glauben zu stehen!


Von Cromwell wird berichtet, dass er auf seinem Sterbebett sich erkundigte, ob es wahr sein, dass ein Christ nicht mehr vom Heil fallen koennte. Dieses wurde ihm von seinen puritanischen Geistlichen natuerlich bejat. Worauf hin er getroestet ward und meinte, dass sei gut, denn er sei sich sicher, vor Zeiten einmal im Stand der Gnade (= state of Grace) gewesen zu sein. Und so verschied er und glitt dahin in die Hoelle.

Gast

Beitragvon Gast » 02.08.2008 08:50

Wiedergeboren sein heisst also im Glauben zu stehen!
... und ihm zu Folgen dem Glauben gemäß... (Galater 3, 3-14f; Joh 14, 26 (siehe zu Joh. 14, 26 auch 1. Joh. 4f)

Doch selbst das ist ein Werk seiner Hände, das er in seinen Kindern Vollbringt (Philipper 2,13) durch Züchtigung (Hebr. 12, 4-12) und Unterweisung durch sein Wort, durch seinen Geist den er seinen Kindern geben hat. Seine Kinder werden durch seinen Geist getrieben, könnte man sagen...

... nach außen sollen unser leben aus Gott sichtbar werden... (Phil. 2, 12), daher Frucht bringen... nicht Frucht leer für ihn bleiben... durch den Gehorsam gegen sein Wort (Phil. 2,14.15)

Ihr habt euch bestimmt auch schon mal Gedanken über den 1. Johannesbrief Kapitel 5 gemacht... ich denke er passt auch sehr gut hier hinein...
Auch der Römerbrief Kapitel 8 - Der alter Mensch (Fleisch) und der neue inwendiger Mensch (der aus Gott geborene; 1. Petrus 1,23; Johannes 3, 1-9f)

Noch sind der Weizen und das Unkraut bei einander, und für viele sieht alles gleich aus... und hier gibt es einen Fleischlichen "Automatismus" man, läßt sich von äußeren dingen blenden (Werke, Kleidung und Ansehen der Menschen, Fromme Worte usw.) Doch der Herr läßt sich durch äusserliche dinge nicht Blenden, er sieht ins Herz und er kennt seine Kinder und sie kennen ihn (und die gilt es zu Erziehen im Glauben das sie in der nachfolge stehen und ihrem Hirten Jesus Christus folgen, was man dann auch an ihren Früchten sieht (die sie selber aber nicht unbedingt sehen !))

Ich weiß, es gibt hier noch einige offene Fragen... für mich auch, aber darum lesen wir ja auch in der Bibel... und Bitten den Herrn die klarheit darüber zu bekommen....

liebe Grüsse
Arne

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 02.08.2008 11:51

Tii schreibt
Von Cromwell wird berichtet, dass er auf seinem Sterbebett sich erkundigte, ob es wahr sein, dass ein Christ nicht mehr vom Heil fallen koennte. Dieses wurde ihm von seinen puritanischen Geistlichen natuerlich bejat. Worauf hin er getroestet ward und meinte, dass sei gut, denn er sei sich sicher, vor Zeiten einmal im Stand der Gnade (= state of Grace) gewesen zu sein. Und so verschied er und glitt dahin in die Hoelle.
Warum in die Hölle :hm:
Gruß und Segen von Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Gast

Beitragvon Gast » 02.08.2008 12:01

Joschie hat geschrieben:Tii schreibt
Von Cromwell wird berichtet, dass er auf seinem Sterbebett sich erkundigte, ob es wahr sein, dass ein Christ nicht mehr vom Heil fallen koennte. Dieses wurde ihm von seinen puritanischen Geistlichen natuerlich bejat. Worauf hin er getroestet ward und meinte, dass sei gut, denn er sei sich sicher, vor Zeiten einmal im Stand der Gnade (= state of Grace) gewesen zu sein. Und so verschied er und glitt dahin in die Hoelle.
Warum in die Hölle :hm:
Gruß und Segen von Joschie
Naja, das weiss ich natuerlich nicht. Ich weiss ja nicht mal ob die Geschichte wirklich wahr ist.

Es geht um die Botschaft der Geschichte: Dass wir uns nicht darauf verlassen duerfen was frueher einmal in unserem Leben war, sondern darauf achten muessen heute im Glauben und in Vergebung zu sein.

Gast

Beitragvon Gast » 02.08.2008 17:07

Meines Erachtens beweist man durch das Tun, was man ist. Wer ein unbekehrtes Herz hat, mag damit eine Zeitlang hindurchkommen und andere täuschen können, jedoch wird es zumeist früh offenbar.

Cromwell zeigte dies sehr deutlich. Daher meine ich, dass man bezüglich diverser Personen auch Zweifel anmelden kann, wenn deren Leben und Handeln völlig gegen die Vorgaben der Bibel waren.

Genau wissen kann es aber nur Gott und der Mensch selbst. Daher ist entsprechend nur abwägend eine Meinungsäußerung passend.

In der Predigt sollte daher diese Lehre der Heilssicherheit auch mit der Lehre über die Selbsttäuschung und das dem innerem Leben folgende im Äußeren sichtbare Wachsen im Glauben gelehrt werden. Wer Abfall lehrt, verwirrt Gläubige, wer Heilssicherheit alleine lehrt, wiegt viele in falscher Sicherheit.

Gast

Beitragvon Gast » 02.08.2008 17:32

In der Predigt sollte daher diese Lehre der Heilssicherheit auch mit der Lehre über die Selbsttäuschung und das dem innerem Leben folgende im Äußeren sichtbare Wachsen im Glauben gelehrt werden.Wer Abfall lehrt, verwirrt Gläubige, wer Heilssicherheit alleine lehrt, wiegt viele in falscher Sicherheit.
Das meine ich auch !

Robert
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Beitragvon Robert » 07.08.2008 12:17

Das HEIL gibt es NUR auf Grund von BUßE und Glauben, denen Werke des Geistes Folgen und woraus Früchte des Geistes wachsen.

Das AT, die Evangelien handeln noch unter Gesetz , erst Ap 2 beginnt mit Pfingsten mit dem Neuen Bund.

Das Gleichnis darf nicht auf alle Fragen angewendet werden, gerade da werden Auslegungsfehler gemacht. Man nimmt ein Gleichnis und legt etwas hinein, was nicht Gegenstand war.

Gerade dieses Gleichnis spricht davon, daß Werke dem Gläubigen folgen werden, wie Jakobus schreibt.
Keine Werke, kein Glaube.

Jeder/jede Gläubige wird innerlich gedrängt, GOTT Gehorsam zu werden.
Gibt es diesen Willen nicht, fehlt der echte Glaube,im Gericht wird das sichtbar.

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Enrico
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Beitragvon Enrico » 27.03.2009 18:46

ich möchte es mal so sagen...die grösste Heisgewissheit und Heilssicherheit habe ich darin dass Gott in seinem Worte zu mir wie ein Vater zu seinem Sohn ganz persöhnlich spricht...er kennt mich also...ganz persöhnlich und nimmt mich mit in seine Gedanken, wie ein Vater der seinem Kind alles zeigt und erklärt...da erkenne ich dass ER mich liebt und danke meinem Herrn Jesus von ganzen Herzen, denn ohne IHN wäres solches gar nicht möglich.

Gibt aber auch noch ein sehr schönes Wort welches uns die Gewissheit, so wir sie auch immer festhalten, ganz fest zuspricht:

1. Johannes 5,13: Solches habe ich euch geschrieben, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes, auf daß ihr WISSET, daß ihr das ewige Leben habt, und daß ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes.

Raphael
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Beitragvon Raphael » 28.03.2009 01:12

Hallo tschilli,
du schreibst nur die halbe Wahrheit - das ist problematisch und irreführend!

Du schriebst:
Offensichtlich haelt Paulus es fuer moeglich, dass Christen Mitgenossen werden von Menschen, deren Tun sie vom Reich Gottes ausschliesst.
In den Versen die du zitierst schliesst Paulus eben genau nicht das!!!!!!!

Es ist eine rein phlisophische Schlussfolgerung zu meinen nur weil Gott uns den Auftrag zu einem heiligen Leben gibt, könnten wir ihn nicht befolgen (wäre es möglich durch ein nichtbefolgen abzufallen). Genauso Schlussfolgern die Arminianer die behaupten, nur weil Gott uns den Auftrag zum Glauben gebe müssten wir das auch von uns aus können.

Du hast richtig gesagt Paulus legt erst die Grundlagen (mit deinen Worten: er predigt erst das Evangelium um dann das Gesetz daneben zu stellen [hoffe du verstehst mich nicht falsch]), ABER das Gesetz, die Aufforderungen zu einem heiligen Leben zerschlagen das Evangelium nicht. Es wäre ja Quatsch, weil der Grund für ein heiliges Leben für Paulus eben das Evangelium ist und das Evaangelium ist gerade im Epheserbrief eine Botschaft der tragenden, souveränen und gewissen Liebe Gottes - die in der Ewigkeit begann, Christus am Kreuz bezahlte sie mit seinem Leben und der Geist zieht die Gläubigen in diesen Bund der Gnade zu dem sie erwählt sind hinein. Dieser Bund ist gewiss, weil der heilige Geist dafür bürgt!!!!!!!

"der das Unterpfand [Das Unterpfand (Angeld) war eine Vorauszahlung, durch die der Geber sich zur Aushändigung der ganzen Summe bzw. zur Vertragserfüllung verpflichtete (vgl. 2Kor 1,22; 5,5)] unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit"

Der heilige Geist selbst ist der Bürge für die ganze Auszahlung im Himmel!!!

Christus selbst ist der Bürge, der nämlich ganz bezahlt hat:

"In ihm haben wir die Erlösungcd.h. den Loskauf aus Sünde und Gericht. durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns überströmend widerfahren ließ in aller Weisheit und Einsicht."

Der Vater ist von Ewigkeit her der Bürge:

"Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten.

in ihm, in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben, die wir vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluß seines Willens"

Insgesamt ist es ein Evangelium der allumfassenden und rettenden Gnade Gottes:

"Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme."

Das wird nicht zerschlagen durch einen Aufruf, dem in unserem Leben gerecht zu werden, denn wie du richtig sagst es ist ja Gottes Kraft!

Du schriebst:
ABER selbstverstaendlich koennen wir uns dieser Gnadenwirkung Gottes entgegenstellen.
Das ist die falsche Inkonsequentheit die auch Luther geschehen ist: der eigentlich sehr richtig sagte, dass der Mensch immer geritten wird und dann plötzlich das er widerstehen kann????!

Du schriebst:
War es eine Willensanstrengung meinerseits und meine Kraft, die mich dazu brachte, diese Karte wegzuwerfen. Nein, mit Sicherheit nicht. Es war nur das - mir leichte! - Nachgeben der Stimme des heiligen Geistes.

War es mein durch die "wahre Wiedergeburt" voellig veraendertes Wesen, dass mir die Suende unmoeglich macht? Nein, mit Sicherheit auch nicht. Ich finde dieses veranderte Wesen in mir nicht.
Das ist doch einfach nicht wahr. Der heilige Geist verändert unser Wesen - diese Bptschaft finden wir an sovielen Stellen in der Schrift! Sie beginnt schon im AT mit der Lehre von der Beschneidung der Herzen:

"Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommenaw. deines Samens. beschneiden, daß du den Herrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst.

Du aber wirst umkehren und der Stimme des Herrn gehorchen und alle seine Gebote befolgen, die ich dir heute gebiete." (5. Mo 30, 6. 8)

Auch im NT:

Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. 7Wundere dich nicht, daß ich dir gesagt habe: Ihr müßt von neuem geboren werden! 8Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist. (Joh 3, 6-8)

Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen 10und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat (Kol 3, 9-10)

Unser Wesen ist verwandelt. Römer 8, 1-17. Nicht nur solange wir glauben, nein, es ist doch so, dass der Geist selbst den Glauben stiftet! Solange er da ist, werden wir glauben und er wird uns bewahren. Eben weil aus dem Geist nur geistliches kommt, wie es Jesus sagt.

Außerdem ist ein Kennzeichen wahren Glaubens immer auch das Beharren, das Treue Ausharren in Christus:

Hebräer 3,6:
Christus aber als Sohn über sein eigenes Haus; und sein Haus sind wir, wenn wir die Zuversicht und das Rühmen der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten.
und 14:
Denn wir haben Anteil an Christus bekommen, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende standhaft festhalten

Und Römer 5, 1-5:
Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, 2durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes [d.h. auf die Herrlichkeit, die den Gläubigen von Gott bereitet ist]. 3Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, daß die Bedrängnis standhaftes Ausharren [Andere Übersetzung: Geduld, »Darunterbleiben«] bewirkt, 4das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; 5die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; [d.h. enttäuscht uns nicht, läßt uns nicht beschämt dastehen] denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.

Und die sicherste Grund unserer Gewissheit ist der Tod Christi am Kreuz, denn dort wurde Objektiv das Heil verankert! Das wird subjektiv zugeteilt. Römer 5, 6-11:

Denn Christus ist, als wir noch kraftlosdd.h. durch die sündige Natur unfähig, Gottes Willen zu tun (vgl. Röm 7,14-24). waren, zur bestimmten Zeit [w. »gemäß dem kairos«, d.h. der von Gott festgesetzten Zeit] für Gottlose gestorben. 7Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten; für einen Wohltäter entschließt sich vielleicht jemand zu sterben. 8Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. 9Wieviel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden! 10Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wieviel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!
11Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.

Wiedergeboren sein, heißt "in Christus" zu stehen und das ist ein fester und gewisser Stand! Eben wie der Stand im Alten Adam fest ist:
Römer 8!
Herzliche Grüße

Raphael
Fürwahr, Gott ist mein Heil: ich bin voller Zuversicht und fürchte mich nicht! Denn Gott, der HERR, ist meine Stärke und mein Lobgesang, und er ist mir ein Retter geworden! - Jes 12, 2 (Menge)

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Beitragvon Raphael » 28.03.2009 10:36

Hallo tschilli,

wie stand Luther selbst zur Heilsgewissheit? Welche Bedeutung hatte der Begriff bei ihm? Kannst du mir dazu ein Buch empfehlen?
Herzliche Grüße

Raphael
Fürwahr, Gott ist mein Heil: ich bin voller Zuversicht und fürchte mich nicht! Denn Gott, der HERR, ist meine Stärke und mein Lobgesang, und er ist mir ein Retter geworden! - Jes 12, 2 (Menge)

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Beitragvon Anton » 28.03.2009 11:42

Hallo Raphael,

Luther lag da leider etwas schief. Er glaubte an die Heilsgewissheit immer nur im gegenwärtigen Augenblick, aber nicht für den Zukunftigen. D.h. du kannst jetzt Heilsgewissheit haben, d.h. aber nicht dass du sie auch morgen hast / haben darfst.

Mehr Details kannst du bei Dr. Nestvogel erfragen, er kennt sich da aus.

Viele Grüße,
Anton
»Meine Gnade muss dir genügen, denn meine Kraft gelangt in der Schwachheit zur Vollendung.«
2.Korinther 12,9 | -> "Best Message"


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