Bundes-Baptisten versuchen, Aussiedler-Baptisten zu integrie

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Alex
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Bundes-Baptisten versuchen, Aussiedler-Baptisten zu integrie

Beitragvon Alex » 13.05.2010 14:35

09. Mai 2010
Bundes-Baptisten und Aussiedler-Baptisten gehen aufeinander zu
Heinrich Derksen: „Brücken bauen“ und die Zukunft gemeinsam gestalten.

Heinrich Derksen: „Brücken bauen“ und die Zukunft gemeinsam gestalten.

Kassel (idea) – Die Baptisten in und außerhalb des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden/BEFG) haben einen Schritt aufeinander zugetan.

Der Rektor des überwiegend von baptistischen Aussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion getragenen Bibelseminars Bonn, Heinrich Derksen, regte in einem Grußwort zum Auftakt der BEFG-Bundesratstagung vom 6. bis 8. Mai in Kassel an, zwischen beiden Gruppierungen „Brücken zu bauen“ und die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Die Tagung steht unter dem Motto „Verbunden – Gemeinsam dienen wir dem Herrn“. Diesem Motto könne er von ganzem Herzen zustimmen, sagte Derksen. Er räumte ein, dass sich die Aussiedlergemeinden in der Vergangenheit falsch verhalten hätten, weil sie meist nur ihre eigenen Gemeinden im Blick gehabt hätten. Sie hätten damit gegen das Hohepriesterliche Gebet verstoßen, in dem Jesus Christus seine Nachfolger um Einheit bittet. Denn unter den rund 450 baptistisch oder mennonitisch geprägten Gemeinden in Deutschland mit ihren 120.000 Gottesdienstbesuchern gebe es ein Dutzend verschiedene Gemeindebünde. Doch die Hälfte aller Gemeinden sei völlig unabhängig. „Aussiedler haben sich in der Vergangenheit unnötig isoliert und distanziert“, bedauerte Derksen. Sie müssten eine neue Sichtweise entwickelt, gerade auch angesichts der missionarischen Herausforderung. „Deutschland ist ein Missionsland. Das Land der Reformation braucht eine geistliche Erweckung und Erneuerung.“ Es gelte alle Möglichkeiten der Evangelisation zu nutzen, meinte Derksen. Er wies darauf hin, dass die Aussiedler nicht nach Deutschland gekommen seien, um ein besseres Leben führen zu können. Viele wollten das Land geistlich verändern. Tatsächlich würden die meisten Aussiedlergemeinden wachsen, weil viele der 2,5 Millionen Russlanddeutschen hierzulande Christen würden. Derksen sagte wörtlich: „Unter Aussiedlern ist noch Erntezeit.“

Bitte veraltete Klischees aufgeben

Die Baptisten im BEFG rief Derksen auf, veraltete Klischees über Aussiedler aufzugeben. „Nicht alle Aussiedler sind Schulverweigerer, tragen Röcke, haben große Familien und fahren einen Mercedes“, so Derksen wörtlich. Und selbst wenn dies so wäre, seien dies nur Nebensächlichkeiten. Derksen zufolge gibt es unter den Aussiedlern derzeit einen Umbruchsprozess. Viele suchten nun stärker die Gemeinsamkeit, etwa bei gemeinsamen Predigerkonferenzen zusammen mit den Südlichen Baptisten aus den USA. Bei der nächsten Predigerkonferenz vom 2. bis 5. Juni im lippischen Lemgo wird BEFG-Präsident Hartmut Riemenschneider (Marl) ein Grußwort sagen. Das Bibelseminar Bonn zählt 140 Studierende im Vollzeitstudium und über 150 Teilzeitstudenten in der Fern-, Abend- und Wochenendbibelschule. Die meisten haben einen russlanddeutschen Hintergrund.

idea.de

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