Kann jemand aus dem Buch des Lebens gelöscht werden?

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Jose
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Re: Ein warnendes Beispiel: Bileam

Beitragvon Jose » 09.07.2010 19:27

pit hat geschrieben:War Bileam nicht ein heidnischer Prophet?


Er gehörte nicht zum Volk Gottes, wenn du das mit heidnisch meinst. Jedoch hatte er auf jeden Fall einen redenden Gott, der in ihm ein klares Verlangen gewirkt hatte: "Wer könnte zählen den Staub Jakobs und der Zahl nach den vierten Teil Israels? Meine Seele sterbe den Tod der Aufrichtigen, und mein Ende sei gleich dem ihren!" 4. Mose 23,10, und Gott redete durch ihn: "Und Bileam erhob seine Augen und sah Israel, gelagert nach seinen Stämmen; und der Geist Gottes kam über ihn" 4.Mose 24,2. Ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, dass Bileam gläubig war, aber sein Herz war nicht ungeteilt auf Gott gerichtet, zumindest zu diesem Zeitpunkt.

Die Warnung finde ich sehr ernst, denn wir alle, die wir Jesus kennen und uns auf Ihn berufen, wir können meinen erwählt zu sein, aber wenn uns irgendwann der Geist Gottes nicht mehr strafen kann, wenn wir böses tun, da würde ich mich nicht auf wohlwollende Worte verlassen, denn am Ende steht jeder alleine vor Gott.

Von den zwei Menschen die hinauf gingen n den Tempel, um zu beten, möchte ich lieber so sein wie der Zöllner. Er stand zwar nur weitab und wollte sogar die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: "Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig!" Lk 18,13, aber Jesus sagt von ihm: "Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus im Gegensatz zu jenem" Lk 18,14. Wer war eigentlich hier der Heide?


Gott segne dich,
lieber Peter.

José
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Gast

Beitragvon Gast » 11.07.2010 23:04

Ist auch egal mit dem Bileam.

Jedoch, auch wenn niemand uns aus der Hand Jesu reißen kann, und uns auch nichts von der Liebe Gottes trennen kann - was ist wenn wir selbst es tun?


Meinst du also du waerst in der Lage aus eigener Kraft die goettliche Geburt rueckgaengig machen zu koennen?

Nein?

Meinst du wirklich Vater wuerde es tun? Erst ewiges Leben geben, dann wieder zuruecknehmen, dann machst du evtl Busse und er gibt es dir wieder zurueck und dann vielleicht aenderst du dich wieder zum schlechten und Gott nimmt es wieder ...

Erstens: die Geburt aus Geist ist einmalig und nicht umkehrbar.
Zweitens: Es ist eine Geburt ins ewige(!) unerschaffene unzerstoerbare Leben Gottes.
Drittens: Gott ist gluecklich darueber einen Suender vom ewigen Tod zu erretten und er hat genug andere Mittel mit Ungehorsamen umzugehen als die Errettung wieder wegzunehmen.
Viertens: Gott ist allwissend und er macht nichts was er dann zuruecknehmen muss.
Fuenftens: Lerne am Beispiel Noah. Als Noah in die Arche hineinging, war Gott selbst derjenige, der die Tuer von aussen versperrte. Noah mit Familie konnte nicht mehr aus der Arche aussteigen auch wenn er wollte.
Sechstens: In allen Stellen im NT, wo vermeintlich um das Verlorengehen der Glaeubige geht ist die Rede von Strafe. Strafe ist eine Disziplinare Massnahme und hat nichts mit dem ewigen Verlorengehen zu tun.

Und siebtens hast du richtig erwaehnt, dass nichts uns aus der HAnd des Vaters und des Sohnes reissen kann. NICHTS!

Joh 10 (Elb)
28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.
29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.


Gott ist groesser als alle, inklusive der Kinder die er zeugt. Also koennen seine Kinder auch nichts gegen Ihn tun.

Rom 8 (Elb)
38 Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte,
39 weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.


Eph 2 (Elb)
13 In ihm seid auch ihr, als ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung.
14 Der ist die Anzahlung auf unser Erbe auf die Erlösung seines Eigentums zum Preise seiner Herrlichkeit.

Zum letzten Zitat moechte ich anmerken, dass eine Anzahlung etwas ist, worauf der Geber kein Anrecht mehr hat, es sei denn der Emphaenger entscheidet sich anders. In diesem Fall jedoch haben wir die Moeglichkeit den Geist zurueck zu geben nicht. Wir sind versiegelt mit dem Heiligen Geist. Der Geist ist eine Anzahlung auf unser Erbe. Jeder, der den Geist empfangen hat, kann bezeugen, wie herrlich diese Anzahlung, dieser Vorgeschmack des Erbes ist.
Einerseits sind wir nicht in der Lage den Prozess des Glaubigwerdens um zu kehren, anderer seits will und kann Gott es nicht tun, weil er sonst gegen sein Wort verstossen wuerde. Darum ist Gottes Gerechtigkeit - die Garantie unserer Errettung.

Gruss
Peter

Jose
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Re: Ein warnendes Beispiel: Bileam

Beitragvon Jose » 11.07.2010 23:37

Indes macht er zuweilen auch solche dieser Berufung teilhaftig, die er bloß für eine Zeitlang erleuchtet und nachher aus Verdienst ihrer Undankbarkeit wieder fahren lässt und mit umso größerer Blindheit schlägt. …“ (Auszug aus Institutio, III. Buch, 24. Kapitel, Lektion 8)

Wenn Gott so etwas machen kann, Menschen nur teilweise zu berufen um sie dann wieder mit Blindheit zu schlagen und in die Verdammnis zu schicken, dann ist mir die Lehre der Schrift lieber, wo ich meine Verantwortung erkenne, auf die Einladung Gottes ein Ja zu haben und dabei zu bleiben. Gott will mich halten, wenn ich aber wieder in die Welt zurück will, dann lässt Er mich irgendwann auch gehen. Sollte ich dann dennoch gerettet sein? Wenn ich lese: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn" Röm 6,23. Sollte jemand, der sich wieder von Gott abwendet und in der Sünde sich wohlfühlt, nicht den Lohn der Sünde empfangen?

Bileam ist ein warnendes Beispiel. Ich möchte darauf hören, lesen wir doch "Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist" 1. Kor 10,11.


Gottes Segen!
José
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Gast

Re: Ein warnendes Beispiel: Bileam

Beitragvon Gast » 11.07.2010 23:53

Lieber Jose,
bist du sicher, dass das Zitat aus Institutuio im richtigen Thema steht?


"Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn" Röm 6,23. Sollte jemand, der sich wieder von Gott abwendet und in der Sünde sich wohlfühlt, nicht den Lohn der Sünde empfangen?


Steht da nicht, dass die Gnadengabe das ewige Leben ist? und steht nicht im gleichen Kapitel, dass wir mit ihm begraben sind?

Jose hat geschrieben:Bileam ist ein warnendes Beispiel. Ich möchte darauf hören, lesen wir doch "Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist" 1. Kor 10,11.


Weist du eigentlich wovor da gewarnt wird? Und was es mit dem Buch des Lebens zu tun hat. Wirf doch nicht alles durcheinander in einen Topf. Aber wenn du moechtest kannst darauf hoeren.

Gruss
Peter

Jose
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Warnende Vorbilder

Beitragvon Jose » 12.07.2010 20:53

pit hat geschrieben:Weist du eigentlich wovor da gewarnt wird? Und was es mit dem Buch des Lebens zu tun hat. Wirf doch nicht alles durcheinander in einen Topf. Aber wenn du moechtest kannst darauf hoeren.


Wenn wir 1. Korinther 10,1-12 lesen wird uns klar, wofür uns Gott durch den Apostel Paulus warnen möchte.

"Denn ich will nicht, dass ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind"
"und alle in der Wolke und im Meer auf Mose getauft wurden"
"und alle dieselbe geistliche Speise aßen"
"und alle denselben geistlichen Trank tranken, denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der Christus."
"An den meisten von ihnen aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden."
"Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, damit wir nicht nach Bösem gierig sind, wie jene gierig waren."
"Werdet auch nicht Götzendiener wie einige von ihnen!, wie geschrieben steht: »Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und sie standen auf, zu spielen.«"
"Auch lasst uns nicht Unzucht treiben, wie einige von ihnen Unzucht trieben, und es fielen an einem Tag dreiundzwanzigtausend."
"Lasst uns auch den Christus nicht versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden."
"Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden!"
"Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist."
"Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle."

Das hier behandelte Thema lautet: Kann jemand aus dem Buch des Lebens gelöscht werden? Wenn ich die ganze Bibel betrachte, dann kann ich nur zur Erkenntnis kommen, dass wenn ein Gläubiger sich wieder massiv von Gott abwendet und sich nicht mahnen lässt, er seinen Glauben verleugnet hat. Persönlich hätte ich große Sorge, wenn ich denken würde, ich könnte unter gar keine Umstände verloren gehen. Denn wenn ich z.B. so abfallen sollte, dass ich Jesus verleugne und darüber nicht Buße tue (wie es Petrus tat), würde dann für mich nicht gelten: "Ich sage euch aber: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen vor den Engeln Gottes bekennen; wer mich aber vor den Menschen verleugnet haben wird, der wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden." Lk 12,8.9. Nur Gläubige können Jesus wirklich verleugnen, und hier lesen wir, die wird ER, der Herr, auch verleugnen. Sollte ich dennoch gerettet werden wenn ich mich gegen Jesus stellen würde?

Ich möchte an der Schrift bleiben damit Gott mich warnen kann, denn ich möchte nicht zu denen gehören, die meinen zu stehen, um dann doch zu fallen. Ich weiß aber, dass mein Erlöser lebt und habe keine Angst, ich könnte verloren sein, wenn ich bei Ihm bleibe.


Calvin versuchte vieles zu erklären, aber er erkannte wohl auch das Problem, dass es Menschen gibt, die den Eindruck machen wirklich Auserwählte zu sein, aber irgendwann das Gegenteilige tun. Vielleicht hat Calvin deswegen die unten markierte These aufgestellt (von mir hervorgehoben):
Es wird keinen Zweifel geben, wenn wir daran festhalten, was sich aus den obigen Ausführungen bereits klar ergibt, nämlich daß es eine zwiefache Art von Berufung gibt. Da ist zunächst die allgemeine Berufung, kraft deren Gott durch die äußere Predigt des Wortes alle gleichermaßen zu sich einlädt, auch die, welchen er solche Predigt als „Geruch des Todes“ und als Anlaß zu desto schwererer Verdammnis anbietet. Die andere Art der Berufung ist die besondere, deren er gemeinhin allein die Gläubigen würdigt, indem er nämlich vermittelst der innerlichen Erleuchtung durch seinen Geist bewirkt, daß das gepredigte Wort in ihrem Herzen einwurzelt. Indes macht er zuweilen auch solche dieser Berufung teilhaftig, die er bloß für eine Zeitlang erleuchtet und nachher aus Verdienst ihrer Undankbarkeit wieder fahren läßt und mit um so größerer Blindheit schlägt. (Institutio, III,24,8)

Wenn Gott es ist der beruft, und daran zweifle ich nicht, dann würde ich gerne wissen, wer diese sind, von denen Calvin behauptete, dass Gott sie Seiner Berufung teilhaftig macht und auch eine Zeitlang erleuchtet, aber dann, aus Verdienst ihrer Undankbarkeit, wieder fahren lässt und mit umso größerer Blindheit schlägt. Mir sind solche Gedanken aus der Bibel fremd, dass Gott so handelt. Standen diese Berufenen auch im Buch des Lebens?


Gottes Segen!
José
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lutz
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Re: Warnende Vorbilder

Beitragvon lutz » 12.07.2010 21:39

Jose hat geschrieben:Mir sind solche Gedanken aus der Bibel fremd, dass Gott so handelt. Standen diese Berufenen auch im Buch des Lebens?


Entweder wir bleiben bei dem was geschrieben steht, Jose, oder wir verlieren uns in hoffnungslosen Spekulationen:
Wir wissen sicher, dass es Namen gibt, die drin stehen und nicht gelöscht werden!

http://bifo.de/viewtopic.php?t=605

Wir wissen sicher, dass es Namen gibt, die nicht von Grundlegung der Welt an drin stehen:
Offb. 17,8.

Es ist doch müßig darüber zu spekulieren, ob man selber nicht drin steht!
Es ist doch müßig darüber zu spekulieren, ob mein Nächster drin steht oder nicht!
Wir sind nicht autorisiert einen Blick in dieses Buch zu werfen.
Wieso kannst du dir nicht einfach daran genügen lassen?
Der Herr kennt die Seinen! Du nimmst doch für dich auch in Anspruch, dass du persönlich weißt, dass dein Erlöser lebt und du weißt, wem du glaubst.
Dann ist doch genug.

Gottes Segen Lutz

PS: Oder verhält es sich eher so, dass du denkst zu diesen "Halbberufenen" (deine Bezeichnung in dieser Sache) gehören zu können und hast deswegen Angst?

Gast

Re: Warnende Vorbilder

Beitragvon Gast » 13.07.2010 01:49

Hallo Jose,

keiner von dir zitierten Versen hat mit dem Buch des Lebens zu tun. Wenn du moechtest, koennen wir alle eins nach dem anderen durchnehmen, und anschauen was sie aussagen.

Jose hat geschrieben:Wenn ich die ganze Bibel betrachte, dann kann ich nur zur Erkenntnis kommen, dass wenn ein Gläubiger sich wieder massiv von Gott abwendet und sich nicht mahnen lässt, er seinen Glauben verleugnet hat. Persönlich hätte ich große Sorge, wenn ich denken würde, ich könnte unter gar keine Umstände verloren gehen. Denn wenn ich z.B. so abfallen sollte, dass ich Jesus verleugne und darüber nicht Buße tue (wie es Petrus tat), würde dann für mich nicht gelten: "Ich sage euch aber: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen vor den Engeln Gottes bekennen; wer mich aber vor den Menschen verleugnet haben wird, der wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden." Lk 12,8.9. Nur Gläubige können Jesus wirklich verleugnen, und hier lesen wir, die wird ER, der Herr, auch verleugnen. Sollte ich dennoch gerettet werden wenn ich mich gegen Jesus stellen würde?

Ich möchte an der Schrift bleiben damit Gott mich warnen kann, denn ich möchte nicht zu denen gehören, die meinen zu stehen, um dann doch zu fallen. Ich weiß aber, dass mein Erlöser lebt und habe keine Angst, ich könnte verloren sein, wenn ich bei Ihm bleibe.


Diese Argumentation wird meist von den "Leitenden" benutzt, um die Laienschaft im Griff zu behalten. Bist du also auch einer von denen, die so ideologisiert wurden? Lies doch deinen eigenen Text selbst. Alles nur Konjunktiv. Nichts bestimmtes. Lauter Spekulationen und Angsteinrede.

Dein Problem Jose ist die fehlende Vision, von dem was der Herr tut und wozu er die Menschen errettet. Hast du schon davon gehoert, dass Gott einen Vorsatz hat (Eph 1:9).

Die Wiedergeburt ist nicht Endstation eines Glaeubigen. Sie kann man mit der Geburt eines Babies vergleichen. Wenn du als Wiedergeborener dich vom Glauben abwendest, ungehorsam bist, dich gegen Gott, Christus stellst oder einfach nur nichts machst, dann waechst du nicht in diesem Leben. Das Resultat ist dann das selbe. Du bleibst geistlich gesehen ein "Baby".
Gott muss dich nicht aus dem Buch des Lebens streichen um dir eine Strafe zu erfinden, es reicht doch einfach in dem Alter, in dem du bist zum Finisch kommen zu lassen.

Als Erwachsener wirst du den Zukuenftigen Zeitalter wie ein Erwachsener mit Christus geniessen. "Babies" und "Kleinkinder" werden dagegen waehrend dieser Zeit gross- und erzogen. Kinder sind unmuendig, sie bekommen das Erbe nicht, es steht ihnen zwar zu, sie duerfen es aber nicht antreten bevor sie Erwachsen sind.

Verstehst du, es geht um das Leben. Wir reden ja ueber das Buch des Lebens. Darum ist es wichtig nach der Wiedergeburt sich richtig zu ernaehren. Das gesunde Wort als Nahrung zu bekommen. Ich meine das Wort ohne Konjunktiv.
Ein Erwachsener in Christus wird den Herrn ohne Furcht vor den Menschen bekennen, ein Kind im Herrn kann schnell in Zweifel kommen und von einer Lehre weggetragen werden, so dass er den Herrn aus der Sicht verliert. Ein Kind kennt zwar den Vater, aber es hat noch Christus nicht voellig erkannt, so dass es ihm nicht immer leicht faellt den Herrn in allen Situationen zu bekennen. Ein Kind kann leicht betrogen werden.

Die einfache Kenntnis der Bibel bringt keine geistlich Erwachsenen hervor. Schriftgelehrte kennen auch die Bibel, aber sie kennen nicht den Herrn. Das erwachsene Leben dagegen macht einen Erwachsenen aus. Christus in uns, dass sich zu einem Erwachsenen entwickelt hat, ist das Ziel Gottes. Gottes Ziel ist unsere Sohnschaft, dass wir erwachsene Soehne sind.

Gott ist ein liebender Vater. Er will nicht seine neugeborenen wieder umbringen. Gott-Vater ist nicht rachgierig. Ganz im Gegenteil, er ist sehr langmuetig (2.Pet. 3:9) mit uns. Wenn du deiner Errettung sicher bist, so hab doch ein weites Herz, so wie Gott es hat. Goenne die Errettung jedem, der an Ihn glaubt. Sei gerecht zu dir selbst, aber barmherzig zu den anderen.

Zum Schluss moechte ich noch lutz zitieren.
lutz hat geschrieben:Entweder wir bleiben bei dem was geschrieben steht, Jose, oder wir verlieren uns in hoffnungslosen Spekulationen:


Gruss
pit

Jose
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Ich bin ein Gotteskind

Beitragvon Jose » 14.07.2010 00:37

Lutz hat geschrieben:PS: Oder verhält es sich eher so, dass du denkst zu diesen "Halbberufenen" (deine Bezeichnung in dieser Sache) gehören zu können und hast deswegen Angst?


Nein, Lob und Dank! Ich verstehe zwar nicht alles was in der Bibel steht, aber das was mir Menschen sagen, die geistliche Führer sein wollen, bemühe ich mich bis ins Detail zu verstehen, denn es könnte eine Irrlehre sein.

Ich habe das Zeugnis der Gottes Kindschaft und darf froh bezeugen, "In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade" Eph 1,7. Ja, ich darf mit Freimütigkeit sagen, in Jesus habe ich die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung meiner Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade.

Wie groß ist Gott, der alle Menschen retten will, wenn sie sich nur retten lassen würden. "Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt." 1. Joh. 2,2


José
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er.ist
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ewig gerettet

Beitragvon er.ist » 10.11.2010 21:58

Hallo zusammen!
Ich bin sehr erstaunt darüber, das Christen denken/glauben, dass sie die Errettung verlieren könnten.
Doch was nützt mein Erstaunen; lassen wir Ihn reden:

1. Das ewige Leben
"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen." Joh. 5:24

Das Leben das wir empfangen haben wird in der Bibel sehr oft als ein ewiges Leben bezeichnet. Wie also können wir das ewige Leben verlieren? Ist es nun ewig oder nicht? Ewig ist ewig.

2. Kinder Gottes

"Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!" Joh.3:3
"Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben;
die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
" Joh.1:12-13

Unser Herr Jesus zeigt uns sehr klar, das wir durch den Glauben zu Kinder Gottes wurden. Das sollte allen wiedergeborenen Christen klar sein. Wir sind "aus Gott geboren". Kann eine Geburt rückgängig gemacht werden?

3. Gott ist stärker als Satan
"Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach;
und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen."
Joh.10:27-29

Wer ist stärker Gott oder Satan. Unser Gott ist natürlich stärker und Satan wurde die Macht des Todes genommen. Gottes stärke ist ein weiterer Grund für Sicherheit.

4. Er liebt uns bis ans Ende
"Von ferne her ist mir der HERR erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade." Jer.31:3
"Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn." Röm.8:38-39

Wie groß ist Gottes Liebe? Hat sie ein Ende? Warum wollen wir die Liebe Gottes verkleinern. Sie übersteigt alle Erkenntnis. Die, die Ihn angenommen und aufgenommen haben dürfen die ewige Liebe Gottes genießen.

(es gibt noch mehr Punkte)

Wie wir nicht fähig sind uns selber zu erretten, so sind wir auch nicht fähig unsere Errettung zu bewahren. Es ist seine Gnade das wir Errettet sind, genauso ist es seine Gnade das wir diese Errettung auf ewig haben. Wäre es nicht so, wäre Gnade nicht mehr Gnade.


Warum möchte Gott unbedingt das wir uns dieser Sicherheit bewusst sind?
Er möchte das unsere Freude völlig gemacht wird. Wenn wir das Leben Gottes empfangen und wissen, das wir es auch verlieren können wäre unsere Freude dann völlig? Nein! Und Gott schenkt auch nichts halbes oder Geschenke mit Bedingungen. Gottes Geschenk an uns ist ein Gnadengeschenk.

Lasst uns diese Verse mit Gebet vor Gott bewegen, das Er doch urteilen möge.

liebe Grüße

Gast

Beitragvon Gast » 10.11.2010 22:31

Es gibt deutliche Warnungen für die Kinder Gottes in der Bibel vor Abfall und Unglaben, z.B. dass sie auf irgendeine andere Weise gerecht werden könnten als durch das kostbare Blut Jesu Christi. Wer also irgendwann nachdem er Jesus Christus als einzigen Weg zu Gott erkannt hat und nun bspw. die Irrlehre des Katholizismus annimmt, dass man nicht allein aus Gnade und durch Glauben an Christus gerecht wird, zeigt damit, dass er keinen Anteil an Jesus hat bzw. niemals hatte, sofern er darin verharren wird.

Die eigentliche Frage lautet, wozu sind die ernsten und deutlichen Warnungen bei den echten Gläubigen gut? Die Antwort kann nur darin liegen, dass GOtt es so gefallen hat und gefällt, dass Gläubige durch diese Warnungen ermutigt/angespornt werden standhaft bis zu ihrem Tod zu bleiben bzw. in ihrer Heiligung zuzunehmen.

1.Kor 15 1,4:
"Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht,
durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe – es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet.
Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften,
und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften"


Hebr 12, 14
"Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!"

Betti
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Beitragvon Betti » 11.11.2010 20:35

Die Warnungen sind tatsächlich an echte Gläubige gerichtet. Sie sind das Mittel, das Gott gebraucht, um die wahren Christen im Glauben zu halten. So wird es zumindest in unserer Gemeinde gelehrt.
VG
Bettina
2. Tim. 3, 15-17

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Beitragvon Anton » 15.11.2010 01:53

Lieber José,

ich finde deine Bemühungen um die Wahrheit sehr lobenswert! Ich treffe heute leider nicht auf viele Christen, die ihrem Charakter nach Apostelgeschichte 17,11 entsprechen:
Diese [Juden in Beröa] aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte.

Ich möchte dich bei aller Diskussion dazu ermutigen, bei dem zu bleiben, was du selbst in der Schrift erkennst und dabei aber das Fragen, Forschen und Studieren nicht zu verlernen!

Ich persönlich kann meinen drei Vorrednern nur sehr beipflichten! Es ist offensichtlich, dass Gott für seine Ziele Mittel einsetzt, die uns vielleicht manchmal unklar, unlogisch oder gar unnötig erscheinen. Ein solches Mittel ist zum Beispiel das Gebet. Gott hat sicherlich unsere Gebete nicht nötig, aber dennoch werden wir aufgefordert, fleißig zu sein im Gebet, weil Gott unsere Gebete als ein Mittel verwendet, um Sein Werk an uns und dieser Welt zu tun. Wenn wir das einmal begriffen haben, dann sind solche Aussagen wie in Matthäus 6,7-8 kein Widerspruch mehr in sich selbst:
Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.

Ähnlich verhält es sich auch sicherlich mit den vielen Warnungen, die im Neuen Testament an Gläubige gerichtet sind. Wir haben diese Warnungen dringend nötig, damit wir immer wieder darauf ausgerichtet werden, auf dem schmalen Weg der Errettung zu wandeln. Andererseits dienen diese Warnungen gleicherweise den Scheingläubigen zum Gericht!
1.Korinther 1,18
Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft;

2.Korinther 2,15-16
Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch des Christus unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verlorengehen; den einen ein Geruch des Todes zum Tode, den anderen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. Und wer ist hierzu tüchtig?

1.Petrus 2,7-8
Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die aber, die sich weigern zu glauben, gilt: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, gerade der ist zum Eckstein geworden«, ein »Stein des Anstoßens« und ein »Fels des Ärgernisses«. Weil sie sich weigern, dem Wort zu glauben, nehmen sie Anstoß, wozu sie auch bestimmt sind.

Besonders in den Evangelien begegnen wir immer wieder der Beschreibung nach Gläubigen, die sich im Nachhinein nicht als wahrhaft Gläubige (d.h. bekehrte und auf Gott hin ausgerichtete Menschen) erwiesen haben. Achtet darauf besonders im Johannesevangelium!

Meines Erachtens gibt es drei mächtige Schrift-Zeugnisse dafür, dass ein Kind Gottes nicht mehr verloren geht:
Johannes 6,37-40
Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.
Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich es auferwecke am letzten Tag. Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.

Johannes 10,24-30
Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du unsere Seele im Zweifel? Bist du der Christus, so sage es uns frei heraus!
Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue im Namen meines Vaters, diese geben Zeugnis von mir; aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. Ich und der Vater sind eins.

Römer 8,28-39
Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.
Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott [ist es doch], der rechtfertigt! Wer will verurteilen? Christus [ist es doch], der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt! Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet!«
Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.


Dann kommen noch zwei theologische Argumente hinzu, die ebenfalls schwer abzuweisen sind (wir können gerne darüber reden):
1.) Die Notwendigkeit der Wiedergeburt, macht ein Abfallen vom wahren Glauben und Hingabe an Jesus Christus unmöglich! Entweder jemand hat ein neues Herz, das Gott liebt und Seinen Willen tun will oder nicht. Der erste ist gerettet, der letztere verloren. Es gibt nichts dazwischen!
Ich habe versucht es hier ausführlich darzulegen. (Link)
2.) Die Erwählung Gottes macht einen Abfall vom Glauben unmöglich. Wenn Gott in Seiner Gnade sich für Menschen persönlich entschieden hat, dass sie nicht verloren gehen, sondern Ihn in Ewigkeit preisen sollen, dann werden sie nicht verloren gehen, keiner davon (siehe Verse oben). Gottes Erwählung wird in der Schrift ausführlich bezeugt. Hier nur zwei wirklich offensichtliche Bibelstellen:
Apostelgeschichte 13,48
Als die Heiden das hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und es wurden alle die gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren.

2.Thessalonicher 2,13
Wir aber sind es Gott schuldig, allezeit für euch zu danken, vom Herrn geliebte Brüder, daß Gott euch von Anfang an zur Errettung erwählt hat in der Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit,

(Eine ausführliche Diskussion gibt uns der Apostel Paulus in Römer 9-11.)

Denkt bitte über diese Bibelstellen nach und nimmt sie so an wie sie da stehen, entsprechend der natürlichen Bedeutung der Sprache in ihrer Grammatik und Bedeutung. Da ist kein ausgeklügeltes Denken, Drehen oder Wenden. Die Schrift ist wirklich klar verständlich für jeder Mann (und Frau natürlich), wir müssen Sie aber in ihren Aussagen ernst nehmen, auch wenn es uns schwer fällt, alles im Detail zu begreifen.

Herzliche Grüße,
Anton
»Meine Gnade muss dir genügen, denn meine Kraft gelangt in der Schwachheit zur Vollendung.«
2.Korinther 12,9 | -> "Best Message"

Jose
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Auch ein Gotteskind kann abfallen

Beitragvon Jose » 15.11.2010 21:00

Anton hat geschrieben:Ich möchte dich bei aller Diskussion dazu ermutigen, bei dem zu bleiben, was du selbst in der Schrift erkennst und dabei aber das Fragen, Forschen und Studieren nicht zu verlernen!

Danke für die Ermunterung, Anton. Möge es uns der Herr erhalten und durch Seinen Heiligen Geist uns ermahnen, wenn wir auf eigene Wege gehen. Möge das auch unser Gebet sein: "Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!" Ps 139,23-24. David war sich bewusst, dass er durchaus in der Lage war, den rechten Weg zu verlassen.

Es hat mich gefreut deine Ausführungen zu lesen und auch die angegebenen Bibelstellen. In der Tat, wen Gott in die Hand nimmt, den will ER nicht wieder hergeben. All diese Verheißungen in Seinem Wort dienen zum Trost für all die Müden und Angefochtenen, dass sie ja nicht daran zweifeln, dass der Herr das begonnene Werk auch in allen vollenden wird, wenn wir in Seiner Hand bleiben und nicht willentlich in die Welt zurückkehren und in der Sünde verharren.

Und hier sind wir an dem Punkt angekommen, wo ich meine, dass der Teufel viel Schaden anrichtet und Gläubigen eine falsche Sicherheit vermittelt.

Wenn du schreibst:
Anton hat geschrieben:Wir haben diese Warnungen dringend nötig, damit wir immer wieder darauf ausgerichtet werden, auf dem schmalen Weg der Errettung zu wandeln. Andererseits dienen diese Warnungen gleicherweise den Scheingläubigen zum Gericht!

so denke ich daran, ähnliche Aussagen in diesem Forum bereits gelesen zu haben. Dabei kommt es mir so vor, als ob manche denken würden, dass die Warnungen nur bei den Scheingläubigen zum Gericht führen würden. Die anderen, die echten Gläubigen, gebrauchen die Warnungen als Leitplanken, um immer auf dem rechten Weg zu bleiben.

Das sehe ich so nicht in der Schrift. Wie verstehst du das Wort: "Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!" Offb 3,11. Redet hier Jesus zu einem echten Gläubigen oder zu Scheingläubigen? Kann einem Gläubigen der Siegeskranz genommen worden? Oder, kann ein Scheingläubiger überhaupt die Erwartung haben, den Siegeskranz zu bekommen? Ich will nicht einseitig die Bibel lesen und ich bin überzeugt, dass mein Herz so verderbt ist, dass ich durchaus in der Lage bin, Gottes Wort falsch zu verstehen und mich so in Irrtümern zu verstricken, dass ich am Ende das Ziel verfehle. Ja, dazu bin ich in der Lage, wenn der Herr mich nicht bewahrt und ich mich bewahren lasse.


Lieber Anton, wir haben diese Warnungen dringend nötig, damit wir uns in Demut an den Herrn klammern und im Glauben treu bleiben. Von der Schrift her kann ich nicht erkennen, dass die vom Weg abgewichenen nie wirklich gläubig gewesen sein sollen.

Hast du dir schon Gedanken gemacht über 2. Petrus 2,2: "Und viele werden ihren Ausschweifungen nachfolgen, um derentwillen der Weg der Wahrheit verlästert werden wird". Das ist eine Warnung an Gläubige, eine Warnung vor falschen Lehrern die in der Mitte der Gemeinde sein werden und viele von der Wahrheit abziehen werden. Soll ich wirklich denken, sie seien alle nie wirklich gläubig gewesen?

Mein Anliegen ist nicht, Gläubigen Angst zu machen. Wer in Jesu Hand ist und auch darin bleiben will - in Seiner Kraft -, der kann nicht verloren gehen. Die Schrift warnt uns aber davor, dass wir abfallen können und ermahnt uns sogar ernstlich, aufeinander acht zu geben: "Seht zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei, im Abfall vom lebendigen Gott" Hebr 3,12.


Liebe Grüße,
José
Bibelzitate sind, wenn nicht anders angegeben, nach der rev. Elberfelder (PC-Ausgabe)

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Anton
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Beitragvon Anton » 16.11.2010 02:15

Lieber José,

Du schreibst:
Jose hat geschrieben:All diese Verheißungen in Seinem Wort dienen zum Trost für all die Müden und Angefochtenen, dass sie ja nicht daran zweifeln, dass der Herr das begonnene Werk auch in allen vollenden wird

Hier zitierst du ein Wort aus dem Philipperbrief:
Philipper 1,6
weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.

Hier haben wir erneut ein Bibelwort, in dem uns eine Gewissheit vor Augen gestellt wird, ohne „wenn und aber“. Wenn Gott wirklich ein Werk in einem Menschen begonnen hat, dann wird er das auf jeden Fall und unter allen Umständen zu Ende bringen. Sonst ist die Aussage in diesem Bibelwort falsch und das glaube ich nicht!
Dasselbe gilt auch für die oben zitierten Bibelstellen (Johannes 6,37-40; Johannes 10,24-30; Römer 8,28-39).

Du schreibst aber weiter:
Jose hat geschrieben:wenn wir in Seiner Hand bleiben und nicht willentlich in die Welt zurückkehren und in der Sünde verharren.

Das ist eine Hinzufügung, die ich nicht in der Bibel finde :!:
Bitte beachte: diese Bibelstellen reden von dem tatsächlichen Werk Gottes in einem Menschen und nicht von Menschen, die bloß von sich selbst behaupten, dass sie gläubig wären. Unter diesen Umständen, kennt die Bibel kein „wenn und aber“.
Und das dient zu unserem Trost, gerade weil du sehr richtig unsere Situation verstehst, indem du schreibst:
Jose hat geschrieben:ich bin überzeugt, dass mein Herz so verderbt ist, dass ich durchaus in der Lage bin, Gottes Wort falsch zu verstehen und mich so in Irrtümern zu verstricken, dass ich am Ende das Ziel verfehle. Ja, dazu bin ich in der Lage, wenn der Herr mich nicht bewahrt

Aber dann begehst du einen gravierenden Fehler, indem du hinzufügst:
Jose hat geschrieben:und ich mich bewahren lasse

Warum ist das ein Fehler?
Wie kannst du noch eine entscheidende handelnde Person sein, wenn du Gottes Wort falsch verstehst, in Irrtümern verstrickt bist und womöglich auch noch mit deinen Kräften am Ende bist? Dann gibt es nur noch eine entscheidende Frage, entweder der Herr hält dich oder es hält dich niemand und es gibt keine Hoffnung mehr.
Wer kann dich gegen dich selbst schützen? Du selbst? Ich hoffe du siehst, dass das unmöglich ist. Unsere einzige Hoffnung liegt in Gott allein und wenn wir diesen Trost nicht haben, dann sind wir zum Verzweifeln verdammt, denn in uns selbst gibt es keine Stütze!
Das ist der Trost, den uns die oben angeführten Bibelstellen geben.

Lieber José, ich kann mir nicht anders helfen, als die vielen Warnungen in der Heiligen Schrift tatsächlich als Mittel Gottes zu verstehen, durch welche uns der Herr bewahrt. Diese Bibelstellen sind sehr wichtig für uns, denn uns würde dieses bedeutende Mittel fehlen, wenn sie uns Gott nicht gegeben hätte. Aber Er erfüllt Seine Verheißung an uns, auch gerade indem Er uns diese Warnungen gibt. Ihre Aussage und ihre Kraft werden dadurch keinesfalls geschwächt, denn ihre Aussagen sind absolut wahr und deswegen auch ernst zu nehmen und wirksam. Niemand der nicht bis ans Ende ausharrt, wird gerettet sein.

Spurgeon sagt zur Funktion des »Wenn« in Hebräer 6,4-6:
Wenn Gott dort ein »Wenn« einfügt, dann tut er das aus gutem Grund und zu einem guten Zweck. Erstens … um dich vom Abfall abzuhalten. Gott bewahrt seine Kinder vor dem Abfall, aber dazu benutzt er bestimmte Mittel … Dort klafft ein tiefer Abgrund. Wie kann man jemanden am besten davor bewahren hinabzufallen? Warum nicht, indem man ihm sagt, wenn er hinabfiele, würde er unweigerlich in Stücke zerschmettert? In manchen alten Burgen gibt es einen tiefen Keller voller Grubengas. Jeder, der dort hinab gehen würde, würde ersticken. Was sagt uns der Fremdenführer? »Wenn Sie dort hinab gehen, werden Sie nie wieder lebendig herauskommen.« Wem käme in den Sinn hinabzugehen? Allein dass uns der Fremdenführer die Folgen nennt, hält uns davon ab. Ein Freund nimmt uns einen Becher Arsen aus der Hand; er will verhindern, dass wir ihn trinken, und sagt: »Wenn du das trinkst, wird es dich umbringen.« Nimmt er auch nur einen Moment an, dass wir er es trinken würden? Nein! Er sagt, welche Folgen es hätte, und es ist sicher, dass wir das nicht tun werden. So sagt auch Gott: »Mein Kind wenn du von dieser Klippe stürzt, wirst du zerschmettert.« Was tut das Kind? Es sagt: Vater, halt mich fest! Halte du mich, dann bin ich sicher.« Der Gläubige wird dadurch zu größerer Abhängigkeit von Gott geführt, zu einer heiligen Furcht und Vorsicht, weil er weiß: Würde er abfallen, könnte er nicht erneuert werden. So hält er sich von diesem gähnenden Abgrund fern, weil er weiß: Fiele er dort hinein, dann gäbe es für ihn keine Rettung.

Folgende Aussage von dir, hörte ich häufiger:
Jose hat geschrieben:Und hier sind wir an dem Punkt angekommen, wo ich meine, dass der Teufel viel Schaden anrichtet und Gläubigen eine falsche Sicherheit vermittelt.

Das ist aber nicht wahr! Denn wenn man die Bibelstellen ernst nimmt und Gottes Wort gehorchen möchte – was bei einem wiedergeborenen Kind Gottes immer der Fall ist, sonst ist er nicht wiedergeboren! – dann wird man immer seine Sicherheit und seinen Trost bei Gott suchen und auf Gottes Warnungen hören.
Eine falsche Sicherheit gibt es nur da, wo behauptet wird, man müsse der Bibel nicht gehorchen, und würde trotzdem gerettet werden. So etwas wollen wir aber nicht behaupten!
Es ist allerdings keine falsche Sicherheit, wenn wir unseren Trost und unsere Hoffnung darin haben, dass Gott willens und mächtig ist, uns in Seinen Wegen zu bewahren und uns an Sein Ziel zu bringen, gerade da, wo wir selbst garantiert versagen würden! Und wir sind von ganzem Herzen dankbar dafür, dass Er uns dies in Seinem Wort verheißen hat! $:)

Du schreibst dann:
Jose hat geschrieben:Von der Schrift her kann ich nicht erkennen, dass die vom Weg abgewichenen nie wirklich gläubig gewesen sein sollen.

Aber genau das ist es doch, was wir in 1. Johannes 2,19 lesen:
sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte offenbar werden, dass sie alle nicht von uns sind.

Und dann schreibt Apostel Johannes nur wenige Verse weiter in 1. Johannes 5,4:
Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt;

Wer überwindet? Wer aus Gott geboren ist!
Und hier kommen wir zu der entscheidenden Frage nach der Wiedergeburt. Was geschieht bei der Wiedergeburt anderes, als das was uns in Hesekiel 36,25-27 beschrieben wird:
Ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.
(vgl. a. 5.Mo.30,6; Jer.24,7; 31,31-34; 32,39-41; Hes.11,19-20)

Da, wo vorher nur »Tod durch Übertretungen und Sünden« war, sind wir »mit dem Christus lebendig gemacht« (Epheser 2,1-5). Da, wo es vorher nur hieß: »es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. « (Römer 3,10-11), heißt es dann plötzlich: »wie eine Hirsch lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele, oh Gott, nach dir! Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott: wann werde ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht?« (Psalm 42,2-3). Wie Paulus es in 2. Korinther 5,17 beschreibt: »Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!«

Wo bitteschön kannst du in der Bibel finden, dass diese wunderbare Veränderung der Wiedergeburt wieder rückgängig gemacht werden kann und somit Gottes Verheißungen aufgelöst und null und nichtig gemacht werden :?:

Viele, die von sich behaupten gläubig zu sein, werden verloren gehen, so wie es der Herr sehr häufig in den Evangelien sagt. Aber wenn ein Mensch ein wiedergeborenes Herz erhält, ein Herz, das Gott liebt, dann wird er sich niemals von Gott abwenden, denn ihm gelten alle diese wunderbaren Verheißungen von Gottes Bewahrung, die mehr als alle meine Kraft und Weisheit vertrauenswürdig sind!
Römer 8,14+9
Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. [...] wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein.

Hebräer 12,4-9
Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde und hab das Trostwort vergessen, das zu euch als zu Söhnen spricht: »Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzagen nicht, wenn du von ihm zurecht gewiesen wirst! Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.«
Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, an der sie alle Anteil bekommen haben, so seid ihr ja unecht und keine Söhne!

Hebräer 13,5-6
denn er selbst hat gesagt: »ich will dich nicht aufgeben und ich niemals verlassen!« So können wir nun zuversichtlich sagen: »der Herr ist mein Helfer, und deshalb fürchte ich mich nicht vor dem, was ein Mensch mir antun könnte.«


Lieber José, ich möchte dir gerne folgendes Buch zur Lektüre empfehlen. Selbst wenn du nicht mit allem einverstanden sein solltest, so wirst du es sicherlich nicht bereuen, es gelesen zu haben:
Thomas Schreiner & Ardel Caneday: Mit Ausharren laufen - Gibt es Heilsgewissheit ohne Heiligung?

Gott befohlen,
Anton
Zuletzt geändert von Anton am 16.11.2010 20:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Jose
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Kann jemand aus dem Buch des Lebens gelöscht werden?

Beitragvon Jose » 16.11.2010 20:51

Lieber Anton.
Zunächst zur Buchempfehlung "Schreiner & Caneday: Mit Ausharren laufen" Das was man über das Internet herunterladen kann habe ich bereits so ziemlich gelesen. Persönlich kann ich das Buch nicht empfehlen, da meiner Meinung nach dadurch die Warnungen Gottes entkräftet werden, z.B. durch Aussagen wie: "Warnungen und Ermahnungen zeigen lediglich, was geschähe, wenn es möglich wäre, nicht bis zum Ende auszuharren" oder "Die Laufstrecke steht für das Heil. Wer bereits errettet ist, kann den Lauf nicht abbrechen".

Die von dir angegebenen Bibelstellen sind durchaus wichtig, nur dürfen wir sie nicht vereinzelt lesen. Wir lesen z.B. auch: "Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist" 1. Joh. 3,9. Aber Johannes meint sicherlich nicht, dass ein Gotteskind nicht mehr sündigen kann. Er schreibt doch davor: "Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt - wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten" 1. Joh 2,1. Ich das ein Widerspruch? Sicherlich nicht.

Was mich wirklich erschreckt ist die Art und weise, wie Hebräer 6 gedeutet wird. Die Bibelstelle sagt doch: "Denn es ist unmöglich, diejenigen, die einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes und die Kräfte des zukünftigen Zeitalters geschmeckt haben und doch abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich den Sohn Gottes wieder kreuzigen und dem Spott aussetzen" Hebr 6,4-6. Es geht hier um Gläubige die abgefallen sind, nachdem sie Jesus erfasst hatten und mit dem Heiligen Geist getauft worden waren. Von solchen sagt die Schrift, dass sie nicht mehr Buße tun können d.h. sie können nicht mehr zum Herrn zurück. Sie waren so nahe bei Gott, und sind doch abgefallen. Wie oft werden sie gesündigt haben, bis ihre Herzen so verstockt waren, dass der Heilige Geist sie nicht mehr strafen und zurecht bringen konnte. "Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig" Hebr 10,26. Wie oft mag Jesus an ihre Herzen noch geklopft haben, wie oft ihr Gewissen sich noch geregt haben. Aber irgendwann nicht mehr. Petrus schreibt sehr klar: "Denn wenn sie den Befleckungen der Welt durch die Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus entflohen sind, aber wieder in diese verwickelt und überwältigt werden, so ist für sie das Letzte schlimmer geworden als das Erste" 2. Petr. 2,20.

Mann kann solche Aussagen drehen und wenden wie man will, aber wenn am Ende im wesentlichen behauptet wird, dass klare biblische Aussagen als hypothetisch zu sehen sind, dann ist es nicht besonders überzeugend für den Leser, der sich alleine auf das biblische Wort stützen will.

Es gibt so viele Bibelstellen die uns warnen, und es sind ernste Warnungen, wie z.B. an dem Gemeindeleiter zu Sardes: "Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Dies sagt der, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich kenne deine Werke, dass du den Namen hast, dass du lebst, und bist tot" Offb 3,1. Es bestand aber noch Hoffnung, denn wenn der Herr redet und unseren Zustand aufdeckt, dann bedeutet es auch, dass Er zurecht bringen will. Aber die Aufforderung an uns bleibt: "Wer überwindet, der wird so mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen aus dem Buch des Lebens nicht auslöschen und seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln" Offb 3,5.

Jesus will unseren Namen nicht aus dem Buch des Lebens auslöschen, aber Er wird es dann tun müssen, wenn die, welche mit Ihm einen guten Anfang gemacht haben, nicht in Seiner Hand bleiben.


Liebe Grüße,
José
Bibelzitate sind, wenn nicht anders angegeben, nach der rev. Elberfelder (PC-Ausgabe)


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