Ist John MacArthur Dispensationalist?

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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albi
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Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 21.12.2017 10:14

Hallo Forum!

Wer weiß das über den bekannten und einflussreichen Bibellehrer, Buchautor und Pastor John Macarthur?

Ich habe gehört und mehrfach gelesen, dass MacArthur Dispensationalist ist.

Stimmt das? Wer kann mir etwas dazu sagen? Und welche Folgen hätte das theologisch für sein Lehrsystem und seine Gemeinde und seinen weltweiten Dienst?

Ich schätze den MacArthur schon und habe einiges von ihm gelesen, was sehr gut ist. Aber dies teile ich dann doch nicht.

Albi

UriKulm
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon UriKulm » 22.12.2017 20:37

????????????????
Was für eine Antwort auf deine Fragen erwartest du?
Hast du Belege für "gehört und gelesen"?
Zitier mal was mit Quellenangabe.
Gruß
Uri Kulm

Jose
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Re: Dispensationalismus

Beitragvon Jose » 24.12.2017 12:01

Dispensationalismus ist ein Thema welches sehr kontrovers diskutiert werden kann. Meine bisherige Erfahrung ist, dass wenn jemand die Brüderbewegung verwirft, es dann leicht ist, das ganze abzulehnen und sogar anderen Gotteskindern den Glauben abzusprechen. Deswegen beteilige ich mich an solchen Diskussionen nur ungern. Ich weiß von keinem einzigen Bibellehrer der fehlerlos war oder ist. Es gilt alles anhand der Schrift zu prüfen.

Vielleicht interessant zu lesen:
Einführung in den Dispensationalismus – Bethanien-Verlag
Ein theologisches System und seine problematische Eschatologie und Hermeneutik

Zu John MacArthur und dem Thema gab es vor einigen Jahren übrigens schon eine ähnliche Frage: hier.

UriKulm
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Re2: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon UriKulm » 24.12.2017 23:22

„Aus zweier oder dreier Zeugen Mund wird jede Sache bestätigt“
a) Eigenzeugnis
b) Beweise/Belege für Behauptungen
c) Bestätigung einer Sache oder Aussage durch Zeugen
Wenn Behauptungen nicht belegt werden, können sie als Verdächtigung oder üble Nachrede gewertet werden.

Wenn nun albi den Dispensationalismus nicht mag und deshalb verdachtsweise abwertend Macarthur einen Dispensationalisten nennt und dazu hier im Forum eine Bestätigung für seine gehörten und gelesenen, aber unbelegten Vermutungen, sucht, so mag er einen Nachweis führen.

Was aber sagt die Schrift zu Dispensationen?

Es ist in der Schrift das Wort von den vergangenen, gegenwärtigen und kommenden/zukünftigen Zeitalter/n enthalten.

Ewigkeit/en, von Ewigkeit zu Ewigkeit, von Geschlecht zu Geschlecht

2. Mo 3,15 ; 1. Chr 16,36 ; 1. Chr 29,10 ; Neh 9,5 ; Ps 49,12 ; Ps 90,2 ; Ps 103,17 ; Ps 106,31 ; Ps 106,48 ; Ps 146,10 ; Pred 3,11 Jes 9,6 ; Jes 13,20 ; Jer 7,7 ; Jer 25,5 ; Jer 50,39 ; Klgl 5,19 ; Dan 2,20 ; Mich 4,7 ; Mich 5,1 ; Mt 21,19; Mk 3,29; Mk 11,14; Joh 4,14; Joh 6,51; Joh 6,58; Joh 9,32; Joh 11,26; Joh 12,34; Joh 14,16; Röm 1,25; Röm 9,5; Röm 11,36; Röm 16,27; 2. Kor 9,9; 2. Kor 11,31; Gal 1,5; Phil 4,20; 1. Tim 1,17; 2. Tim 4,18; Heb 1,8; Heb 5,6; Heb 6,20; Heb 7,17; Heb 7,21; Heb 7,24; Heb 7,28; Heb 13,8; Heb 13,21; 1. Pet 1,25; 1. Pet 4,11; 1. Pet 5,11; 2. Pet 2,17; 2. Pet 3,18; 1. Joh 2,17; 2. Joh 2; Jud 13; Jud 25; Off 1,6; Off 1,18; Off 4,9; Off 4,10; Off 5,13; Off 7,12; Off 10,6; Off 11,15; Off 14,11; Off 15,7; Off 19,3; Off 20,10; Off 22,5

Zeitalter, von Zeitalter zu Zeitalter

Ps 145,13 ; Pred 1,10 ; Mt 12,32; Mt 13,39; Mt 13,40; Mt 13,49; Mt 24,3; Mt 28,20; Mk 10,30; Lk 18,30; Röm 16,25 ; 1. Kor 2,7; 1. Kor 1,20; 1. Kor 2,6; 1. Kor 2,8; 1. Kor 10,11; Kol 1,26; Eph 2,7; Eph 3,9; Eph 1,21; Eph 3,21; 1. Tim 1,17; Heb 6,5; Heb 9,26

Wenn die Schrift also von unterschiedlichen Haushaltungen/Zeitaltern/Ewigkeiten spricht, so ist es nicht eine Frage der Zugehörigkeit zu einer bestimmten christlichen „Bewegung“ um die einzelnen Zeitabschnitte der zunehmenden Offenbarung Gottes zu erkennen und zu ordnen, sondern Aufgabe jedes Bibellesers sich die Erkenntnis über Gottes unterschiedliches Handeln mit den Menschen zu unterschiedlichen Zeiten zur dankbaren Anbetung der Weisheit Gottes anzueignen. Ich freue mich darüber, dass mir die Mühe von vielen Bibellehrern abgenommen wurde.

Die Haushaltungen beschäftigen sich mit den Zeiten auf der Erde, und nicht mit dem Himmel. Mit meinen Worten habe ich folgendes Zeitschema gelernt (Jemand mag ein anderes oder auch besseres Schema in der Schrift entdeckt haben)

 ohne Gesetz
o Garten Eden (Unschuld)
o bis zur Flut (Sünde)
o Patriarchen bis zum Gesetz

 unter Gesetz und alter Bund für Israel
o vom Sinai bis zur Wegführung
o Zeit der Nationen bis zum Friedensreich Christi

 unter Gnade für alle seit Jesus Christus
o Zeit der Gemeinde/Kirche/Versammlung bis zur Entrückung auf der Erde

 Voraufgehende Drangsal, Friedensreich und neuer Bund für Israel

 nach dem Friedensreich

 Ewigkeit

Besinnliche Festtage und des Herrn Jesus Segen wünscht

Uri Kulm

Gal 4,4 als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter Gesetz, damit er die, die unter Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen.

Jose
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Re: Dispensationalismus

Beitragvon Jose » 26.12.2017 20:21

Hallo Uri Kulm,
von welchen Bibellehrern hast du die Ausarbeitungen? Wäre interessant zu wissen, um mit http://www.linkfang.de/wiki/Dispensationalismus vergleichen zu können. John MacArthur wird auf der Seite übrigens auch erwähnt.

UriKulm
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Re: Dispensationen in der Schrift

Beitragvon UriKulm » 27.12.2017 19:44

Hallo Jose
Da kann ich keinen Namen eines Bibellehrers nennen, dem ich ausschließlich gefolgt bin.
Aber aus den vielen unterschiedlichen Gesichtspunkten (dein Link) unter denen die einzelnen Bibellehrer ihre Dispensationsschemen dargelegt haben, wurde ich angeregt, die Bibel auf Zeitabschnitte zu untersuchen und bin zu dem von mir oben skizzierten Ablauf in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gestoßen. Ausgehend von dem Vers: "in der Fülle der Zeit sandte Gott seinen Sohn" Gaal 4,4. Gott offenbarte und offenbart sich und wird sich weiter offenbaren und den Menschen in Erprobung seiner Verantwortung den heiligen und gerechten Anforderungen Gottes an ihn zu entsprechen und den Schöpfer zu erkennnen und zu ehren. Dabei verfolgt Gott ein Ziel: Verherrlichung des Sohnes durch Gott und Gottes durch den Sohn sowohl als auch durch den Menschen. Gott will mit seinen Geschöpfen Gemeinschaft haben. Denn die volle Offenmbarung Gottes ist im Sohn abgeschlossen. Aber die Menschheitsgeschichte ist deswegen noch nicht beendet. Das ist so meine schwerpunktmäßige Sichtweise, die ich aus der Schrift und aus allen vorgängigen Dispensatuionsmodellen entnehme. Gelernt habe ich aus der Schrift.
Uri Kulm

albi
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 29.12.2017 16:41

Hallo UriKulm,

ich habe das über MacArthur zB hier gelesen, und dann noch vereinzelt in Kommentaren auf Webseiten:

"Der britische reformatorische Pastor und Gründer des Verlages Banner of Truth Trust in Edinburgh, Iain H. Murray, weist in seiner Biographie über John MacArthur, den prominenten und einflussreichen Minister der Grace Community Church in Sun Valley (Kalifornien), darauf hin, dass der Dispensationalismus nicht die Bedeutung des Gesetzes Gottes in den Zehn Geboten anerkenne. Murray interpretiert, der Dispensationalismus meine, „Gesetz“ bedeute prinzipiell eigenes Bemühen und somit Errettung aus Werken.[11] (John MacArthur selber sagt, dass er den Dispensationalismus weder verworfen habe, noch es beabsichtige.)[12]"
https://de.wikipedia.org/wiki/Dispensationalismus#Kritik_am_Dispensationalismus

Dispensationalismus trennt Israel und Gemeinde und in Extremform sagt die Lehre, dass zB die Bergpredigt nicht für Christen (bzw. eigentlich im Sinne vom Anspruch Gottes allen Menschen!) gilt, sondern nur und erst für Israel im tausendjährigen irdischen Friedensreich. Dazu scheint es als trennt Dispensationalismus sehr stark "Gnade" von Gesetz, so als hätte das Gesetz und die Gebote dem Christen nichts mehr zu sagen. Es geht also um mehr als nur "Heilszeiten" einzuführen.

Ich war der Lehre früher, nach meiner Bekehrung, sehr angetan, weil ich das überall in Büchern, Predigten und Videos so mitbekam; aber ich persönlich bin vor einigen Jahren davon abgekommen, weil ich vieles mit der Bibel nicht in Einklang fand. Auch ans tausendjährige irdische Friedensreich glaube ich nicht mehr und wurde Amillenialist.

Jose
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Re: Dispensationalismus

Beitragvon Jose » 29.12.2017 19:19

Ich denke, dass alle in der einen oder anderen Weise von irgendeiner Lehre beeinflusst sind, denn nicht alles was heute geglaubt wird in den verschiedenen Richtungen lässt sich anhand der Bibel unangefochten beweisen. Das ist meine Meinung.

albi ist bekennender Amillenialist und ist nicht von dem Dispensationalismus überzeugt, John MacArthur ist, wenn ich von seiner Studienbibel ausgehe, die es hier zum Download gibt, Prämillenialist (siehe z.B. Seite 1154), also Anhänger vom Dispensationalismus? Dann bin ich es wohl auch, zumindest teilweise. Darüber hatte ich mal einen Beitrag geschrieben: hier.

Es sind bald 6 Jahre her, seitdem ich mich zu dem Thema geäußert habe. Ich will offen sein für die Meinung anderer, wenn die Argumentation sachlich ist und die eigene Erkenntnis nicht zum Maßstab gemacht wird.

Eine Internetseite die ich sehr interessant fand in diesem Zusammenhang:
Was kommen wird, verschiedene Endzeitvorstellungen

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Dispensationen in der Schrift

Beitragvon UriKulm » 31.12.2017 19:09

Vllt. noch ein Link zu schriftgemäßer Auslegung zum Thema "Dispensationen in der Schrift enthalten".
https://www.soundwords.de/dispensationa ... a9906.html
Uri Kulm
Phil 3,15.16 So viele nun vollkommen sind, lasst uns so gesinnt sein; und wenn ihr etwas anders gesinnt seid, so wird euch Gott auch dies offenbaren. Doch wozu wir gelangt sind, lasst uns in denselben Fußstapfen3 wandeln.

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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 01.01.2018 10:46

Nur kurz als Antwort auf UriKulm:

www.soundwords.de habe ich früher auch viel gelesen; ich stellte später fest, dass diese Seite sehr stark die Theologie der Brüderbewegung bzw. der Darbyisten darstellt. Aus dem FAQs: "Wir werben für keine bestimmte Gruppe in der Christenheit, auch wenn wir selbst uns eng mit der sogenannten Brüderbewegung verbunden wissen." Damit wurde mir theologisch eine starke Färbung verpasst bzw. eine "theologische Brille" aufgesetzt (eben u.a. Dispensationalismus).

Ich sehe das genauso wie Jose:

Jose hat geschrieben:Ich denke, dass alle in der einen oder anderen Weise von irgendeiner Lehre beeinflusst sind, denn nicht alles was heute geglaubt wird in den verschiedenen Richtungen lässt sich anhand der Bibel unangefochten beweisen. Das ist meine Meinung.


Also, es wird kaum einen Christen ohne theologische Brille geben; und darum sollte man nicht allzu hartherzig sein im Umgang mit theologischen Differenzen, sondern erst mal Geduld und Respekt und Milde üben. Ich habe meine theologischen Meinungen auch ein paar mal ändern müssen, ganz besonders in den Bereichen, die ich von Bekehrung an für richtig hielt, änderte sich einiges.

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Re: Dispensationen im Heilsplan Gottes nach der Schrift

Beitragvon UriKulm » 03.01.2018 22:21

Tja, so kann es einem ergehen wenn man die eigene Meinung über die Schrift stellt:
"Ich für mich persönlich könnte mir auch gut vorstellen ..."
Zitat von der oben genannten Internetseite "Christnet".

Uri Kulm

1. Korinther 13,8 ff 8 ... wir erkennen stückweise, und wir prophezeien stückweise; wenn aber das Vollkommene gekommen sein wird, so wird das, was stückweise ist, weggetan werden. Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg was kindisch war. Denn wir sehen jetzt durch einen Spiegel, undeutlich8, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin.

2. Pet 3,18 Wachst aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit, sowohl jetzt als auch auf den Tag der Ewigkeit! Amen.

Jose
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Re: Dispensationen im Heilsplan Gottes nach der Schrift

Beitragvon Jose » 03.01.2018 23:02

Hallo Uri Kulm.
Habe ich dich richtig verstanden, meinst du wirklich, dass die ganze Lehre des Dispensationalismus in der Bibel zu finden ist? Meinst du nicht, oder? Wenn aber nur ein Teil, wo bleibt die Glaubwürdigkeit?

In deiner Antwort hier, hast du dein Verständnis zu den Dispensationen dargelegt. Dir ist aber sicherlich bekannt, dass der Dispensationalismus sogar die 7 Gemeinden in den Sendschreiben der Offenbarung aufteilt auf die Gemeinde im Laufe der Jahrhunderte. Das geht mir persönlich zu weit.

Aber zu dem Anfang dieses Threads. albi hatte in seinem Eröffnungsbeitrag gefragt:
albi hat geschrieben:Ich habe gehört und mehrfach gelesen, dass MacArthur Dispensationalist ist.

Stimmt das? Wer kann mir etwas dazu sagen? Und welche Folgen hätte das theologisch für sein Lehrsystem und seine Gemeinde und seinen weltweiten Dienst?

Welche Folgen hat der Dispensationalismus? Es hat sicherlich nicht nur damit zu tun, ob das 1000er Reich schon war, ist oder noch sein wird.

UriKulm
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Dispensationalismus

Beitragvon UriKulm » 04.01.2018 21:24

Das ist wohl so: alle Begriffe die mit -ismus enden sind negativ besetzt.

Aber was sagt die Schrift?

Ich habe hier keine sachlichen Argumente aus der Schrift gefunden, die mir hilfreich wären die Offenbarungen Gottes in unterschiedlichen Zeiten/Haushaltungen zu verwerfen oder für unglaubwürdig zu erklären. Für mich ist die Schrift einziger Maßstab und vollkommen glaubwürdig. Die Meinungen von Menschen, auch meine eigene, ist nicht wirklich massgebend.

Was gibt es gegen die oben herausgesuchten Stellen der Schrift bezügl. vergangenen/gegenwärtigen/zukünftigen Zeiten und Zeitaltern/Äonen einzuwenden? Eine Kurzform der Dispensationen der Schrift habe ich oben dargelegt und wiederhole das nicht mehr.. Ich warte auf schriftbelegte Antwort.

Wenn man auch noch unbedingt die Zeit der Kirche/Gemeinde/Versammlung auf der Erde als Heilshaushaltung Gottes und spezielle Offenbarung des Wesens Gottes sehen will, sind jedoch die sogen. Sendschreiben Offb 2 und 3 keine "Haushaltungen".

Das erste Schreiben an den Engel in Ephesus beginnt nicht mit Pfingsten/Gründung der Kirche, sondern beginnt einige Jahrzehnte nach der Gründung (bereits begonnener Verfall) und z.B. das letzte Schreiben bezügl. Laodizäa endet nicht mit der Entrückung, der Aufnahme der wahren Braut Christi in den Himmel, sondern verweist auf die Wiederkunft Christi für das Ende der falschen Braut, Babylon, der Namenschristenheit usw., und zum Gericht der Lebendigen und nachfolgend dem taussendjährigen Friedensreich Christi.

Uri Kulm

Offb 1,1.19 Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten1 zu zeigen was bald2 geschehen muss .... Schreibe nun was du gesehen hast, und was ist, und was nach diesem geschehen wird.

Offb 1,5 Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen hat in seinem Blut ... ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Sola scriptura!

Jose
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon Jose » 05.01.2018 20:35

Gott führt Seinen Ratschluss hinaus. Ob es gut ist von Haushaltungen zu reden, sei dahingestellt. Im Galaterbrief lesen wir die wichtige Aussage: "Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen" Gal 4,4.5. Ein Kapitel zuvor lesen wir: "So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Lehrmeister" Gal 3,24.25. Diese Aussage finde ich sehr wichtig, für Christen und Juden, weil uns dadurch deutlich gemacht wird, warum es das Alte Testament gab und wir nun im Neuen Testament sind, welches die Forderungen des alten Bundes erfüllt. So schreibt Johannes: "Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden" Joh 1,17. Solche Aussagen finde ich wichtig, wie auch z.B. im Matthäus: "Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis hin zu Johannes" Mt 11,13. Vieles andere ist aber m.E. Interpretationssache.

In diesen Tagen hat mich auch die Frage beschäftigt, ob die Juden wieder in Jerusalem einen Tempel haben werden und den Tempeldienst aufnehmen. Die Frage kam mir, weil das wohl von Auslegern gesagt wird mit Hinweis auf 2. Thess. 2,4. Ich meine, dass auch John MacArthur es so auslegt, wenn ich in seine Studienbibel schaue.

Auszug
Paulus spricht hier von der eigentlichen Handlung des ultimativen Abfalls, die den letztendlichen Antichrist offenbart und den Beginn angibt für die Ereignisse, die den Tag des Herrn einleiten. Offenbar wird man ihn als Befürworter von Religion ansehen, sodass er vor dem Abfall nicht als Feind Gottes und Christi erscheint. Er erhöht sich selbst und widersetzt sich Gott, indem er in den Tempel einzieht, in den Ort der Anbetung Gottes, und sich selbst als Gott erklärt und von der Welt verlangt, ihn anzubeten. Mit dieser satanischen Selbstvergötterung verübt er diesen großen Abfall und widersetzt sich Gott. Während der ersten 3½ Jahre der Trübsalszeit unterhält er gute Beziehungen zu Israel, doch dann verwirft er es (vgl. Dan 9,27); und die zweiten 3½ Jahre sind die große Trübsalszeit unter seiner Herrschaft (vgl. Dan 7,25; 11,36-39; Mt 24,15-21; Offb 13,1-8), die im Tag des Herrn gipfelt.

Quelle: John MacArthur Studienbibel Schlachter 2000, Seite 1772 (siehe auch Seite 1933 zu Offenbarung 11,2)

Ich finde es wichtig, sich mit den Prophezeiungen im Daniel zu beschäftigten. Dabei sollten wir uns aber wirklich auf das konzentrieren, was biblisch gesehen bereits erfüllt wurde oder noch geschehen muss.

UriKulm
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon UriKulm » 06.01.2018 00:22

Eine Bemerkung zu schriftgemäßen Dispensationen (ohne noch weiter zu untergliedern)
> Zeit ohne Gesetz
> Zeit mit Gesetz
> Zeit der Gnade

Ausserdem:
Einige weltgeschichtlich relevante Prophezeiungen Daniels in Kurzform

Zeit der Nationen = Fremdherrschaft über Israel (seit 606/605 v. d. Zeitrechnungswende) bis zum Friedensreich des Messias/Christus, Lukas 21,24

1. Daniel 2; 2. Daniel 7
viergliedriges Standbild; vier Tiere

vergangene Weltreiche (mit Lebensverlängerung)
1.1 Gold 2.1 Löwe babylonisches, Nebukadnezar
1.2 Silber 2.2 Bär medo-persisches, Kores/Darius usw.
1.3 Kupfer 2.3 Leopard alexandrinisches, Alexander d. Große usw.
1.4 Eisen 2.4 Ungeheuer römisches Reich Teil 1

gegenwärtig kein biblisches Weltreich, aber weiterhin Zeit der Herrschaft der Nationen über Israel bis die Vollzahl der Gläubigen aus den Nationen gesammelt ist (Römer 11,25; Johannes 11,52; 1. Thessalonicher 4,13 ff)

kommende Weltreiche
Eisen mit Ton Ungeheuer neuerstandenes römisches Reich Teil 2 (vereintes Europa)
Stein Sohn des Menschen Friedensreich Christi

Uri Kulm

Apg 17,26 Und er hat aus einem Blut jede Nation der Menschen gemacht, um auf dem ganzen Erdboden zu wohnen, indem er verordnete Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat, dass sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und finden möchten, obgleich er nicht fern ist von jedem von uns. Denn in ihm leben und weben und sind wir,

Dan 12,7 Und ich hörte den in Linnen gekleideten Mann, der oben über dem Wasser des Stromes war, und er erhob seine Rechte und seine Linke zum Himmel und schwur bei dem, der ewig lebt: Eine Zeit, Zeiten {Eig. Bis auf eine bestimmte Zeit, bestimmte Zeiten} und eine halbe Zeit (3 1/2 Jahre); und wenn die Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes vollbracht sein wird, dann werden alle diese Dinge vollendet sein.

Off 12,14 Und es wurden der Frau (gläubiger Überrest Israels in der großen Drangsal) die zwei Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste fliege, an ihre Stätte, wo sie ernährt wird eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit (3 1/2 Jahre), fern von dem Angesicht der Schlange.


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